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William Fitzsimmons ist nicht nur musikalisch sehr talentiert, sondern überzeugte gestern Abend im Kulturzentrum Faust in Hannover auch mit komödiantischen Qualitäten.

„I can´t wait to come back!“

Familiäre Atmosphäre bei William Fitzsimmons im Faust

02. März 2014, Von: Hanna Rühaak, Foto(s): Maria Graul

Es war voll, es war warm und trotz über anderthalb Stunden Spielzeit irgendwie viel zu schnell vorbei. Vergangenen Abend schaffte es der US-amerikanische Sänger und Songschreiber William Fitzsimmons mit seiner Band das Kulturzentrum Faust auszuverkaufen und sorgte mit viel Witz, Charme und vor allem überragendem Talent für ein Konzert der Extraklasse.

Überpünktlich steht Supportact Denison Witmer – ebenfalls Sänger und Songschreiber und guter Freund von William Fitzsimmons – auf der Bühne des Kulturzentrum Faust. Neben sanften Klängen unterhält der US-Amerikaner das Publikum mit Geschichten aus seinem Leben: So erfahren die Besucher nicht nur, dass Denison Hannover sehr mag, sondern auch, dass ein Teil seiner Familie ursprünglich aus Deutschland stammt. Er selbst spreche zwar kein Deutsch, dafür aber seine Großeltern.

Ebenfalls mit Deutschland – um genauer zu sein sogar mit Hannover – verbunden ist Hauptact William Fitzsimmons, denn wie seine Frau im Rahmen ihrer Familienforschung herausgefunden hat, war ein Teil seiner Familie in Hannover beheimatet.

Generell ist der 35-Jährige sehr angetan von Deutschland im Allgemeinen und von Hannover im Speziellen. Doch nicht alles hierzulande ist nach seinem Geschmack: „I love Germans and Germany but I hate the fucking Umlaut!“, witzelt er zwischen den Songs und schlägt „Fuck the Umlaut“ spontan als Bandnamen für eine Hardcoreband vor.

Auslöser hierfür ist, dass er zwischen den Songs gerne Ansagen auf Deutsch macht und so auch den Titel seiner neuen Platte "Lions" mit "Löwe" ins Deutsche übersetzt. Mit dem "ö" hat er, wie viele US-Amerikaner, so seine Probleme.

"Thank you for laughing!"

Schon nach wenigen Songs wird klar: William Fitzsimmons ist nicht nur ein sehr talentierter Musiker, sondern auch ein ziemlich witziger Typ. Ein Witz jagt den nächsten und wird – wie auch die Songs – vom Publikum mit viel Applaus und Gelächter quittiert. „Thank you for laughing“, freut er sich und betont, dass er sich heute Abend wie in einer großen Familie fühlt.

Neben all den lustigen Sprüchen gibt es natürlich auch reichlich Musik – schließlich hat William Fitzsimmons erst vor ein paar Wochen sein neustes Werk „Lions“ veröffentlicht, das er dem Publikum neben alten Songs innerhalb des über anderthalb Stunden langen Sets vorstellt.

Während des Sets wechselt er von Akustik- zur E-Gitarre, mal hält sich die Band im Hintergrund, mal gibt sie richtig Gas und unterstreicht die Songs in beiden Fällen optimal. Während er die Songs mit sanfter, zarter Stimme ins Mikrofon haucht, ist seine Sprechstimme verhältnismäßig tief, verwandelt sich aber – sobald der Song losgeht – wieder in ein warmes, leicht rauchiges Organ.

„I can´t wait to come back!“, beendet William Fitzsimmons den Abend im Kulturzentrum Faust. Und den Reaktionen des Publikums nach zu urteilen, kann es eine Rückkehr auch kaum erwarten.

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Links
externer Link www.williamfitzsimmons.com

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