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Post-Hardcore mit Rap: Die Band Sperling steht vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Zweifel".

Dunkle Themen in grauen Zeiten

Die Band Sperling vor ihrem Debütalbum

13. Januar 2021, Von: Andreas Haug, Foto(s): Pressefreigabe/UncleM

Moderner Post-Hardcore, Indie und Rap. Feinfühlige Lyrik, sensible dunkle Töne die sich zu brachialen Soundwänden aufschwingen können und obendrauf ein Cello als Tüpfelchen auf dem „i“ und Wiedererkennung im Klangspektrum der Band. Sperling stammen aus dem Hunsrück und bereiten die Musikszene seit dem vergangenen Sommer mit regelmäßigen Song-und Videoveröffentlichungen auf ihr Debütalbum „Zweifel“ vor, das am 22. Januar erscheinen wird. Spannend dürfte sein, auf welche Hörer-Resonanzen die Band mit ihrem Werk in der seit längerem ziemlich grauen Zeit stoßen dürfte.

Für bestimmte Musik benötigt es bei vielen Menschen den vermeintlich richtigen Zeitpunkt, die passende Stimmungslage. Im überwiegend grauen und nasskalten Januar, im nicht enden wollenden Lockdown, in der seit fast einem Jahr andauernden Pandemie, kommt die Band Sperling mit ihrem Debütalbum. Viele sind verzweifelt, besorgt und frustriert von der seit langem andauern Situation, hadern mit ihrem Schicksal und der Zukunft, suchen nach Möglichkeiten der Aufmunterung, nach etwas Wärme, einem Lächeln und auch Momenten mit Spaß.

Sperling, so erfährt man beim ersten Überfliegen einer aktuellen Medieninformation, erzählten Geschichten vom Alleinsein, von Depressionen und dem Umgang mit Ängsten und Zweifeln. Auch der Tod  sei ein Thema, heißt es, aber die Hoffnung, die Zuversicht und der Wille in all dem etwas Gutes zu sehen, stünden fest zwischen den Zeilen geschrieben.

Dunkle Themen in grauen Zeiten, so hat es den Anschein. Die Frage stellt sich, ob man in der realen, ziemlich düsteren Gemengelage noch zusätzlich Musikkunst an sich heranlassen möchte, die die Stimmung womöglich noch weiter, hinab in nahezu ungeahnte Tiefen ziehen könnte. Es dürfte Menschen geben, die sich deshalb dem Debütalbum von Sperling verweigern, aber es könnte auch Musikliebhaber geben, für die „Zweifel“ auch so was wie der genau passende Soundtrack zum beginnenden Jahr 2021 ist. Musik, mit der man auf eine emotionale Achterbahnfahrt begeben möchte, wenn man aus eigener Kraft kaum noch heulen kann.

Eine gewisse Nähe zu Casper, Fjørt und Heisskalt

Man wird das ab dem 22. Januar erleben, wenn „Zweifel“ mit seinen zwölf Songs über das Label Uncle M Music erscheinen wird.

Sperling lernt man als künstlerisch hochambitionierte Band kennen, die Rap mit Post-Hardcore kombiniert, ein enorm hohes lyrisches Talent offenbart und in ihrem Sound mit einem Cello markante Akzente setzt. Zur Orientierung werden dem neugierigen Musikentdecker Referenzen wie Casper, Heisskalt oder Fjørt ans Herz gelegt und es wäre tatsächlich beinahe ein Wunder, wenn Fans der genannten Acts nicht auch auf Sperling anspringen würden.

Seit Anfang August letzten Jahres läuft bei Sperling und ihrem Umfeld die Promotionmaschine. Drei Songs und dazugehörige Videos geben nicht nur einen guten Einblick in das Debütalbum, sondern unterstreichen das große künstlerische Potenzial der Band. Den Anfang machte der Song „Baumhaus“ (Video hier), gefolgt von „Mond“ (Video hier) und zuletzt im Dezember „Laut“ (Video hier).

Unabhängig davon, wie die persönliche Stimmungslage ist und sich die Präferenz nach Musikfarben darstellt: Sperling sind eine Band, die ein Kennenlernen und eine nähere Auseinandersetzung verdient hat.


INFO-BOX

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