Bildrechte: Susanne Schönebeck

Stefan Schönebeck, hier bei einer Show mit der Band White Purple, stellt seine absoluten und für ihn prägenden Favoriten an der Gitarre vor.

Töne, Stil, Sound und Ausdruck

Stefan Schönebeck über seine Favoriten an der Gitarre

02. November 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Susanne Schönebeck

Stefan Schönebeck kennen viele in der hannoverschen Musikszene und teils darüber hinaus als erstklassigen Gitarristen. Vor allem was das professionelle Spiel im weiten Feld von Rock und Metal angeht. Er arbeitete als Live-und Studiogitarrist mit Bands wie Athorn, Magna Mortalis, White Purple oder Reckless Tide zusammen, betreibt in Hannover die Musikschule Klangdraht und ist Dozent an der PPC Music Academy. Dort bietet er unterschiedlichste, individuell entwickelte Spezialkurse für E-Gitarre an. Wir wollten von Stefan mal wissen, welche Gitarristen zu seinen absoluten Favoriten zählen und warum das so ist.

Fast jeder der Gitarre spielt oder das Spiel erlernen und weiter voranbringen möchte, hat meist auch Lieblingsgitarristen, die er bewundert, von denen er versucht zu lernen, die ihn inspiriert haben. Das ist auch bei Profis wie Stefan Schönebeck aus Hannover so. Als wir kürzlich mit ihm ein ausführliches Interview führten, kamen wir mittendrin zu der Frage, welche Gitarristen auf ihn einen wichtigen Einfluss hatten oder haben und welche er besonders favorisiert. Die Antwort war so umfassend, das wir sie aus dem Interview herausgestellt haben und an dieser Stelle als eigenen Beitrag veröffentlichen.

Die Reihenfolge hat Stefan zufällig gewählt und nicht der Priorität zugeordnet. Lassen wir ihn nun zu Wort kommen:

Ritchie Blackmoore und Jimmy Page:

Deep Purple und Led Zepplin waren die Helden meiner Jugend. Ich wollte damals das „Child In Time“- Solo von Deep Purple lernen. Zu diesem Zeitpunkt war ich technisch gar nicht in der Lage es umzusetzen. Aber ich habe es geliebt und musste es spielen. Ich habe mich über Monate konditioniert, jeden Tag, es wurde mir nicht überdrüssig. Solange bis ich an einem Punkt war, indem ich es mir zumindest schön reden konnte.

Led Zeppelin brachten mich mit „Whole Lotta Love” und „Kashmir“ auch hart an die Grenze meines damaligen Könnens. Aber ich gab nicht auf!

Sie haben mir Demut beigebracht und nicht aufzugeben, am Ball zu bleiben um am Ende belohnt zu werden in der Tatsache ihre Songs mitspielen zu können.

Jimi Hendrix:

„Little Wing“ sei hier herauszustellen. Zum ersten Mal hörte ich damals, dass eine Gitarre mit dem Gesang ein scheinbar völlig natürliches Duett eingehen kann. Das wollte und musste ich lernen. Jimi brachte mir bei, dass es neben Sex, Drugs and Rock´n´Roll noch einer Menge Selbstdisziplin bedarf, um seinem Spiel Ausdruck zu verleihen.

Eddie van Halen:

Seine unfassbar stürmische Art (Tapping) zu spielen, das „Panama“-Arrangement, „Eruption“, der Sound… und, und, und….

John Petrucci (Dream Theater):

Die Platte „Metropolis Pt.2 - Scenes From A Memory” war eine Offenbarung. Ich wollte nicht nur alles spielen können, sondern war auch von der geballten Kreativität des Albums völlig umgehauen. Sowas wollte ich eines Tages auch mal schreiben. Ein Konzeptalbum, die Songs gehen ineinander über, alles wirkt wie ein großes 72 Minuten langes Gesamtwerk. Dies war für mich der Einstieg, mich einmal genauer mit dem Thema Komposition und Arrangement zu beschäftigen.

Eric Clapton:

For being Eric Clapton

Gary Moore:

Die Songs „Story Of The Blues”, „Still got the Blues”, „Parisienne Walkways”
waren für mich ebenfalls eine Offenbarung. Die Energie und Geschwindigkeit seines Spiels im Blues sollten mir für Jahre eine Lehre sein.

Steve Vai:

„Whispering A Prayer“, „Bad Horsie” „For The Love Of God” waren –ich muss mich da wiederholen- auch eine Offenbarung und mussten näher untersucht werden. Hier stand maßgeblich der Sound im Vordergrund, WahWah Einsatz (Mein erstes WahWah war ein Bad Horsie von Morley). Das Spiel sollte mich lange beschäftigen.

Michael Romeo (Symphony X):

Ähnlich wie bei Dream Theater waren Symphony X für mich vom Arrangement und der Komposition interessant. Mit ihrer Vielzahl an Konzeptalben und dem kristallklaren Spiel von Michael war dies eine Band, die es zu studieren galt.

Guthrie Govan und Rick Graham:

Hier mal zwei aktuelle Beispiele. Diese beiden Gitarristen lohnt es sich zu studieren. Sie klingen in ihrem Spiel einzigartig und kombinieren verschiedene Stilistiken zu einem einzigen großen Sound!

John Mayer, Andy Timmons:

Der Ton…… der unfassbar geile Ton…….

… und noch ganz viele mehr!

Das ausführliche Interview mit Stefan Schönebeck, in dessen Verlauf er unter anderem über seine Arbeit als Gitarrenlehrer sowie seine Sichtweise in puncto Instrumente, Equipment und Spieltechnik spricht, veröffentlichen wir demnächst in der Rockszene.de-Rubrik „Menschen und Hintergründe“.


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