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Madsen überraschen ihre Fans mit dem Punkalbum „Na gut dann nicht“.

„Die Krise mit ihren eigenen Mitteln schlagen“

Madsen überraschen mit Punkalbum

29. August 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Dennis Dirksen

Dieses Jahr ist für Madsen, wie für alle Künstler, anders gelaufen als gedacht. Eigentlich wollte die Band aus dem Wendland schon im Frühjahr auf Tour gehen und ein neues Album sollte im Sommer aufgenommen werden. Stattdessen gibt es jetzt eventuell eine Tour ab September 2021 und auch das reguläre Album wurde erst einmal auf Eis gelegt. Dennoch können sich die Fans von Madsen freuen. Aus „Frust, Langeweile und Tatendrang“, wie es in der offiziellen Pressemitteilung heißt, entstand ein Punkalbum mit dreizehn Songs. „Na gut dann nicht“ soll am 9. Oktober auf den Markt kommen.

Seit 2004 sind Madsen nun mit ihrer Musik unterwegs. Bereits mit ihrem Debütalbum konnte sich die Band aus dem Wendland in die Charts und die Herzen ihrer Fans spielen. Vor allem der punkige Song „Perfektion“ ist auch heute noch einer ihrer größten Hits. Generell ist ihr erstes Album eher dem Punk als dem Indie-Rock zuzuordnen. Da ist es nicht ganz so verwunderlich, dass sie nun ein ganzes Album mit dieser Musikrichtung ankündigen. Allein der Zeitpunkt kommt ein bisschen überraschend, da ja eigentlich ein anderes Studioalbum geplant war.

Wie sie auf diese Idee kamen erklärt Sänger Sebastian Madsen so: „Mitte März bin ich ins Wendland gefahren, habe den Proberaum gründlich aufgeräumt und für andere Künstler Musik geschrieben. Aber dann hatte ich plötzlich diesen Bock auf Punk!" Daraufhin besorgte er sich das Debütalbum der Ramones auf Vinyl und schrieb, von ihnen inspiriert, die ersten Songs für „Na gut dann nicht“. Schnell waren auch die restlichen Bandmitglieder von der Idee begeistert. Und so entschlossen sie sich ihr „reguläres Album“ hintenanzustellen und erst die Punkplatte zu veröffentlichen.

Punk und Madsen passen einfach irgendwie gut zusammen. Auch wenn sich ihre neueren Alben mehr dem Indie-Rock angenähert haben, so ist der Punk doch tief in der DNA der Band verwurzelt, wie Sebastian Madsen herausstellt: „Anfang der Neunziger gab es bei uns eine große Punk-Szene, und die erste Band die Johannes und ich gegründet haben, war natürlich eine Punk-Band. Unsere Vorbilder waren Slime, Daily Terror, Toxoplasma oder Schleimkeim. Auf dem ersten Madsen-Album hört man den Einfluss schon noch sehr deutlich, im Laufe der Jahre ist er dann etwas in den Hintergrund geraten."

Doch jetzt in der Krise sei die richtige Zeit sich wieder an diese Wurzeln zu erinnern, so führt er weiter aus: „Krise ist gut. Zumindest für Punkmusik. Immer schon gewesen. Punk ist logische Folge und radikaler Kommentar jeder anständigen Krise – die Krise mit ihren eigenen Mitteln schlagen. Natürlich ist Punk auch eine gute Strategie, ein Überlebensreflex, lustigerweise sogar: gesellschaftsdienlich.“

Inhaltlich stellen sich die insgesamt dreizehn Songs gegen „Rassismus, Patriarchatsfossile, Nazis, Machos, Verschwörungsbullshit, antidemokratische Scharfmacher, Religionsterror, Männerbündeleien, Waffenidioten, Monopole, Unterdrückung aller Art, Panikmache, Wissenschaftsleugner und Unvernunft“, wie man in der offiziellen Pressemitteilung lesen kann.

Das neue Album „Na gut dann nicht“ soll ab dem 9. Oktober im Handel stehen. Den Titelsong kann man aber bereits jetzt schon hören.

Mehr Informationen zu Madsen und „Na gut dann nicht“ gibt es über die Links in der Infobox.


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