Bildrechte: Philip Scholl, Michèl Passin

Vorerst kein großes Open-Air: Auch The BossHoss sollten am 4. September beim "Give Live A Chance"-Open-Air in Düsseldorf dabei sein.

Kein „Give Live A Chance“ Anfang September

Stadion-Konzert in Düsseldorf soll verschoben werden

27. August 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Philip Scholl, Michèl Passin

Das für den 4. September in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena angesetzte Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor, The BossHoss, Rea Garvey, Jordis und Michael Mittermeier findet trotz Hygiene-und Schutzkonzept und reduzierten Besucherkapazitäten nicht wie geplant statt. Als Gründe werden die jüngsten Entwicklungen mit steigenden Infektionszahlen und deren mögliche Folgen für die Durchführung genannt. Das unter dem Motto „Give Live A Chance“ stehende Konzert soll nun in den Spätherbst verschoben werden. Veranstalter Marek Lieberberg von Live Nation betont, dass ein Wiedereinstieg in die Live-Musik mit vollen Kapazitäten in absehbarer Zeit erfolgen müsse.

Mehr als 7000 Besucher hätten für das am 4. September angesetzte „Give Live A Chance“ im Düsseldorfer Stadion bereits Tickets gekauft, die nun inklusive gezahlter Vorverkaufsgebühren zurückerstattet werden, heißt es in einer Medienmitteilung des Veranstalters Live Nation. Bis zu 13.000 Besucher sollten den Planungen nach im Stadion zugelassen sein.

In den vergangenen Tagen und Wochen standen die Organisatoren im engen Kontakt und Austausch mit der Politik und örtlichen Gesundheitsbehörden, legten ein spezielles Hygiene-und Schutzkonzept vor, nachdem 13.000 Menschen die Möglichkeit haben sollten, auf Sitzplätzen und der Einhaltung von Abstandsregeln das Open-Air mit Bryan Adams, Sarah Connor, The BossHoss Rea Garvey, Jordis und Michael Mittermeier live zu verfolgen.

Nun statten offensichtlich auf Grund der in den letzten Tagen teils stark gestiegenen Zahlen von Covid-19-Neuinfektionen weitere Beschränkungen der Besucherkapazitäten für die Merkur Spiel-Arena im Raum. Das habe eine allgemeine Verunsicherung zur Folge gehabt, weshalb man sich entschlossen hätte, die Show nicht wie geplant am 4. September zu veranstalten und eine Verschiebung in den Spätherbst zu erwägen, erklärt eine Medienmitteilung von Live Nation die Zusammenhänge.

Eigentlich hatten sich Veranstalter, Behörden, die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung darauf verständigt, die Entwicklung des Infektionsgeschehens bis zum 31. August zu beobachten und dann eine Entscheidung über die Machbarkeit des Konzerts am 4. September zu fällen. „Ein Abrücken hiervon war durch Bedenken der Landesregierung deutlich geworden. Die gegensätzlichen Positionen ließen sich nicht überbrücken“, heißt es in der Medienmitteilung weiter.

Zurück zu normalem Konzertgeschehen: Lieberberg nimmt Politik in die Pflicht

„Give Live A Chance“ war der erste Versuch, sich wieder an Großveranstaltungen zu wagen. „Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass unser Maßnahmen-Katalog Fans, Künstlern und Mitarbeitern umfassenden Schutz bietet“, wird Live-Nation-Geschäftsführer Marek Lieberberg zitiert, der sich einen Wiedereinstieg in die Live-Musik mit vollen Kapazitäten in absehbarer Zeit wünscht.

Dieser müsse auch erfolgen, „weil die Sehnsucht von Fans und Künstlern sich nicht auf Dauer unterdrücken lässt“, so Lieberberg. „Das Düsseldorfer Modell ist und bleibt der richtige Ansatz, um stufenweise wieder zu einem normalen Konzertgeschehen zu gelangen. Die Politik hat die Verpflichtung und Verantwortung gegenüber der Live-Musik, diesem Herzstück der modernen Kultur den Weg zurück zur Normalität zu ebnen. Darauf warten 150.000 suspendierte Mitarbeiter dieser so diversen und essentiellen Branche, Zehntausende von Künstlern und Millionen von Anhängern.“, betont der populäre Konzertveranstalter.


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