Bildrechte: Dennis Hörtinger

Experimentell und mutig: KAAK stellen mit "Deine Zeit" ihr neuntes Video in monatlicher Serie vor.

Zweikampf hinter Masken

KAAK präsentieren „Deine Zeit“

03. August 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Dennis Hörtinger

Mit eiserner Kontinuität verfolgt die hannoversche Alternative-Rock/Post-Hardcore-Band KAAK seit Oktober letzten Jahres ihren Plan, in monatlicher Folge Singles mit dazugehörigen Videos zu veröffentlichen. Das ist bisher gelungen. Am vergangenen Freitag gab es mit dem Song „Deine Zeit“ die neunte Veröffentlichung in dieser Serie. Hier präsentieren KAAK ihre Musik in einer für ihre Verhältnisse bislang unbekannten Szenerie. Zwischen Sänger Leon Kaack und Schlagzeuger Tobias Lammers, deren Gesichter zu Masken geschminkt sind, kommt es unter diabolischem Lachen einer Drag-Performerin zu einem erbitterten Zweikampf.

Es sind Szenen, wie aus einer dunklen Halbwelt, einem Raum in dem sich irgendwo eine noch nicht sichtbare Tür befinden muss, die den Zugang zu einem Fahrstuhl vorgaukelt, beim Öffnen aber einen Abgrund freigibt, an dessen Ende, ganz tief unten, Flammen lodern. Die Fantasie wird massiv beflügelt. Aus der Tiefe tönen heisere, panische Schreie empor. Da unten muss die Hölle sein.

Dort wo sich die Protagonisten des neuen KAAK-Videos „Deine Zeit“ befinden, ist eine Art Schleusen-Raum, ein Vorzimmer zu etwas Bedrohlichem. Hier wird man noch nicht mit wirklichen Sünden konfrontiert, wohl aber mit den im Song angeprangerten menschlichen „Ambitionen und den Ehrgeiz, die im Alltag oft das wahre Gesicht verhüllen, sogar Freunde zu Feinden werden lassen und sich letztendlich selbst zerfressen lassen“, wie es KAAK selbst erklären.

Wie ein illegaler Hundekampf

Ambitionen und Ehrgeiz werden im „Deine Zeit“-Video durch die Drag-Performerin Xenia Uexkuell personifiziert. Sie verkörpert hexenähnlich das Böse, zieht Leon Kaack und Tobias Lammers mit fiesem Grinsen Farbe durchs Gesicht, klebt künstliche Lider an die Augen und macht sich einen Spaß daraus, wie beide schließlich aufeinander losgehen und ringen. Es wirkt wie ein illegaler Hundekampf in irgendeiner diffus beleuchteten, durch Rauch vernebelten Scheune. Nur das Publikum und die Wetteinsätze fehlen.

KAAK nennen ihren künstlerischen Ansatz in diesem Video extrovertiert, experimentell und mutig. Vergleichbares hat die hannoversche Band bislang noch nicht gemacht. Die Regie zu diesem durchaus außergewöhnlichen Video führte Dennis Hörtinger, die Produktionsleitung und Regieassistenz übernahm Alina Bach, die man in Hannover auch als Musikerin kennt. Für die Produktion holte man sich die ortsansässige Video-Produktions-Crew von „Stabil & Grazil“ ins Boot.

Bis zum Oktober dieses Jahres wollen KAAK dann insgesamt zwölf Singles und damit zwölf Videos veröffentlicht haben. Für den 29. Dezember ist dann das erste und einzige Konzert der Band gemeinsam mit Lady Crank im Béi Chéz Heinz angesetzt. Ob und in welcher Form das stattfinden kann, werden die weiteren Entwicklungen der Virus-Pandemie in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.


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