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Bildrechte: Krisztian Miklos

Leslie Mandoki ist vor 45 Jahren aus seiner Heimat Ungarn geflüchtet um in Freiheit seiner Musik nachzugehen.

Vom Flüchtling zum Musikstar

Dokumentation beleuchtet die Flucht von Leslie Mandoki

01. August 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Krisztian Miklos

Die meisten Leute kennen Leslie Mandoki als erfolgreichen Musiker und Musikproduzent, der unter anderem mit Künstlern wie Engelbert, Phil Collins, No Angels, Jennifer Rush, Gil Ofarim, Joshua Kadison und Lionel Richie zusammengearbeitet hat. Und auch sein neuestes Projekt Mandoki Soulmates ist mit prominenten Musikern wie Bobby Kimball, Randy Brecker, Mike Stern, Chris Thompson, Till Brönner, Klaus Doldinger, Ian Andersson, Al Di Meola und Bill Evans besetzt. Doch um so erfolgreich zu sein musste er vor 45 Jahren erst aus seiner Heimat Ungarn flüchten. Ein Kurzfilm wirft nun einen Blick auf seine Flucht.

Die Suche nach Freiheit ist wohl in jedem Menschen fest verankert, wobei manche einen größeren Drang verspüren dürften als andere. Und auch die Frage danach was Freiheit ist lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Im Fall von Leslie Mandoki ist die Sache jedoch sehr eindeutig, er wollte ohne Einschränkungen Musik machen.

Vor 45 Jahren war dies in seinem Heimatland Ungarn allerdings nicht möglich. Es herrschte eine Diktatur, die für ihn und viele andere Künstler mit Auftrittsverboten, Bespitzelung, Verhaftungen und Zensur verbunden war. Als der Leidensdruck zu groß wurde, entschloss sich Leslie Mandoki schließlich schweren Herzens seine Heimat hinter sich zu lassen und begab sich 1975 mit seinen Freunden Gabor Csupo, Tamara, Pityu und Laszlo Bencker auf die Flucht in Richtung Westen.

Für die Freiheit riskierte er nicht nur sein Leben, sondern musste auch seine Familie und viele Freunde hinter sich lassen. Doch am Ende gelang es ihm und seinen Freunden durch einen Eisenbahntunnel in den Westen zu kommen, wo sie als illegale Flüchtlinge und Asylbewerber in sogenannten Auffanglagern landeten.

Von dort schaffte Mandoki es zunächst einen Job als Studiomusiker zu bekommen. Erstmals richtig bekannt wurde er 1979, als er mit der Popgruppe Dschinghis Khan große Erfolge feiern konnte. Mit der Zeit wurde er schließlich zu einem wichtigen Musiker und Musikproduzent in der deutschen Musikgeschichte.

Vor kurzem hat Leslie Mandoki die Dokumentation „Sehnsucht nach Freiheit“ veröffentlicht, die seine Flucht aus Ungarn und dessen Hintergründe genauer unter die Lupe nimmt. Der Kurzfilm besteht aus seinen Erklärungen zum Geschehen, zeigt Archivmaterial und lässt verschiedene Musiker und Politiker zu Wort kommen, die sich mit Themen wie Flucht, Freiheit, Musik und Politik auseinandersetzten.

Die Dokumentation ist also nicht nur ein Portrait über Leslie Mandoki, sondern stellt auch allgemeinegültige Fragen, wie: Ist Musik politisch?, Was ist Freiheit? oder wie geht man mit Geflüchteten um? Alle diese Themen sind auch heute, 45 Jahre nach seiner Flucht aktuell. Daher lohnt es sich für Menschen, die an der Verbindung zwischen Kunst und Politik interessiert sind, allemal den Kurzfilm anzusehen, selbst wenn man die Musik von Leslie Mandoki nicht unbedingt mag.

Sehen kann man den Kurzfilm auf seinem YouTube-Kanal. Das Video trägt dort den Titel „Soulmates weekly – part 13 – Version 2“

Mehr Informationen zu Leslie Mandoki und der Dokumentation „Sehnsucht nach Freiheit“ gibt es über die Links in der Infobox.


INFO-BOX

Links
externer Link www.mandoki-soulmates.com
externer Link www.facebook.com/mandoki.soulmates

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