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Bildrechte: Florian Arp

"Unsere Hoffnung auf ein normales "Danach" stirbt zuletzt": Heiko Seeger und Dirk Sadlon halten das LUX noch bis mindestens Ende Oktober geschlossen.

LUX bis mindestens Ende Oktober geschlossen

Betreiber geben Einblick in die Situation

14. Juli 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Florian Arp

Der Musikclub LUX am Schwarzen Bären in Hannover bleibt weiterhin geschlossen. Bis mindestens zum 31. Oktober geschlossen, wie die Betreiber Heiko Seeger und Dirk Sadlon in einer Medienmitteilung informieren. Man sei aktuell auch eher skeptisch, dass es ab November „normal“ weitergehen könne. Man werde den Club nicht wieder öffnen, solange es Einschränkungen wie Abstandsregeln oder stark verminderte Besucherzahlen gebe, mit denen es zwar theoretisch, aber keinesfalls wirtschaftlich möglich wäre, Konzerte zu veranstalten. Gleichzeitig bedanken sich die LUX-Macher für die entgegengebrachte Solidarität von Besuchern und aus Teilen der Musikszene.

In der „Vor-Corona-Zeit“ gingen im LUX rund 250 Veranstaltungen pro Jahr über die Bühne, darunter größtenteils Konzerte. Einige veranstaltete das LUX als nicht geförderte Kultureinrichtung selbst, viele andere waren Aufmietungen von Veranstaltungsagenturen für Tourneekonzerte.

Das LUX ist seit Jahren in Hannover ein populärer Veranstaltungsort für Konzerte mit bis zu 200 Besuchern. Ein technisch attraktiv ausgestatteter Club, der vor allem für Newcomer und Aufbaukünstler eine nahezu ideale Bühne und Räumlichkeiten bieten. Viele Bands aus der Hannover-Szene feierten hier mit ihren Fans Album-Release-Konzerte und noch mehr Bands aus anderen Teilen Deutschlands und der internationalen Musikszene spielten hier ihre Hannover-Tourkonzerte.

„Das zehrt an den Kräften“

In den vergangenen Monaten waren Heiko Seeger und Dirk Sadlon fast ausnahmslos damit beschäftigt Konzerte terminlich zu verlegen, dann nach einigen Wochen erneut zu verlegen oder gar schlussendlich abzusagen. „Das zehrt an den Kräften“, erklären die beiden Betreiber. Immer wieder gebe es Anfragen, ob Konzerte, die noch nicht neu terminiert sind und noch in diversen Veranstaltungskalendern von Bands, Agenturen und Medien gelistet sind, denn stattfinden könnten. Einige seien von den „Corona-Regelungen“ irritiert, stellen Heiko und Dirk fest.

Nun also eine klare Ansage in dieser Hinsicht: Alle bis zum 31. Oktober jetzt noch im LUX  angekündigten Konzerte werden definitiv nicht stattfinden. Und das betrifft wirklich alle Veranstaltungen, ob nun vom LUX oder von Mietern wie Agenturen arrangierte Konzerte oder Partys.

Dankbar für Solidarität

In der Zwischenzeit erfährt das LUX sehr viel Solidarität von Gästen und Teilen der Musikszene. Ob durch Mut machende Mails oder Social-Media-Post, durch den Kauf von LUX-eigenen Caps oder T-Shirts oder auch durch Spenden, die jüngst der Plattenladen Rockers mit einer Rock´n´Roll Tombola (siehe auch unseren Artikel hierzu) oder die DJs von den MoreCore Partys auch für das LUX gesammelt hatten. Darüber sind Heiko und Dirk sehr dankbar. Das alles trage dazu bei zu helfen, den Club überleben zu lassen.

Wie es weitergehen wird, wissen die Betreiber nicht. Aussagen der Politik zu den Perspektiven empfinde man als schwammig, Information entnähme man selbst auch nur der Presse.

„Wir würden uns wünschen, wenn man als betroffener Betrieb grundsätzlich besser und schneller informiert werden würde. Unsere Hoffnung auf ein normales „Danach“ stirbt zuletzt“, schließen die LUX-Chefs ihre Mitteilung.


INFO-BOX

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