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„Verantwortungsvolle Öffnung des Kulturlebens“

DMR appelliert in offenem Brief an die Politik

05. Mai 2020, Von: Redaktion

Der Deutsche Musikrat (DMR) setzt sich in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und –präsidenten der Länder für eine „verantwortungsvolle Öffnung des Kulturlebens“ ein. Dabei stellt der Brief die enorme Bedeutung von Musik für die Gesellschaft, sowohl ideell als auch wirtschaftlich heraus. In der politischen Diskussion um Öffnungsstrategien komme neben der Systemrelevanz der Kultur-und Kreativwirtschaft ihre wirtschaftliche Bedeutung zu kurz, so die Ausführungen.

Seit Mitte März sind Konzerthäuser, Clubs, Kulturzentren und Hallen geschlossen. Konzerte in der gewohnten Form, auch unter freiem Himmel können nicht stattfinden. Das träfe nicht nur 13 Millionen Menschen der Amateurmusikszene und eine Millionen Menschen der professionellen Musikszene, sondern auch deren Publikum, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Brief. Betroffen von den aufgrund der Corona-Krise verfügten Schließungen sind auch Aktivitäten von Musikschulen, Musikhandel, Musikvereinen und Landesmusikakademien.

Schon in den vergangenen Tagen und Wochen kritisierten Kulturschaffende und am Musikgeschehen Beteiligte Firmen, Organisationen und Institutionen mehrfach und vielfältig, ihre Anliegen würden in der politischen Diskussion, vor allem was Pläne in Richtung Lockerungen der Maßnahmen und finanzieller Unterstützung angeht, nicht den Stellenwert haben, den sie bekommen müssten.

Große Bedeutung der Musikwirtschaft in Deutschland

Der offene Brief des Deutschen Musikrats stellt auch die wirtschaftliche Relevanz der Kultur-und Kreativwirtschaft für Deutschland heraus. Demnach betrage der Beitrag zur Wirtschaftsleistung Deutschlands eine Bruttowertschöpfung von rund 100 Milliarden Euro. Gleich nach der Automobilindustrie und noch vor der Chemischen Industrie, den Energieversorgern und den Finanzdienstleistern. Somit sei die Musikwirtschaft ein bedeutender Teil des Wirtschafts-Segments, fasst der Brief diesen Aspekt zusammen.

Wenn jetzt nicht gegengesteuert werden würde, würden kurz-und mittelfristig viele in der Musikwirtschaft, von größeren Firmen bis hin zu Solo-Selbstständigen vor dem wirtschaftlichen Aus stehen. Gegensteuern heißt offenbar, nun möglichst bald Lösungen zu finden, den kulturellen und dabei vor allem auch musik-kulturellen Betrieb wieder zu beleben und in Schwung zu bringen, etwa auch, Konzerte zu ermöglichen. Es gebe auch für den Musikbereich mittlerweile intelligente Lösungsvorschläge für Hygiene-Konzepte, auf deren Basis eine Wiederinbetriebnahme vieler Institutionen möglich sei, so der Brief des DMR.

Nur mit einer verantwortungsvollen Öffnung des Kulturlebens verbunden mit einem engen Schulterschluss zwischen Zivilgesellschaft und Staat werde man den fundamentalen Verlust der bildungskulturellen Infrastruktur abwenden können, so der DMR zum Abschluss.

Zur Pressemitteilung des DMR und zum Download des kompletten Briefes gelangt man über diesen Link


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