Bildrechte: Dennis Dirksen

"Man denkt, man ist ein Weichei, weil man Angst hat. Das darf man überhaupt nicht stigmatisieren", sagt Schlagzeuger Sascha Madsen (rechts im Bild).

Über Spaß, Haltung, Ängste und gute Gefühle

Schlagzeuger Sascha Madsen im Interview

04. April 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Dennis Dirksen

Als wir am 9. März mit Madsen-Schlagzeuger Sascha Madsen telefonierten, war der Hauptanlass für dieses Interview das Auftaktkonzert der „15 Jahre Die Perfektion“-Jubiläumstournee am 3. April in der Swiss Life Hall in Hannover. Mit Nada Surf als very special guest. Die Entwicklungen und Auswirkungen der „Corona-Krise“ waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar, Corona auch nicht Thema in unserem Gespräch. Wir sprachen über das Gefühl bei den Aufnahmen des Debüts, Spaß, Erfolge, sich entwickelnde Ängste und Panikattacken, Haltung zu gesellschaftspolitischen Themen und den Bezug von Madsen zu Hannover. Das Konzert wurde mittlerweile auf den 15. Januar 2021 verlegt.

Plötzlich war sie einfach da. Panische Angst vor der Bühne. Herzrasen. Panik, dass etwas schief läuft , dass ihn die Gitarre im Stich lässt oder seine Stimme versagt. Nach all den Jahren, die Sebastian Madsen erfolgreich als Frontmann der deutschsprachigen Indie-Rockband auf der Bühne gestanden hatte, ergriff ihn auf einmal die Angst.

Was sich zunächst schwer in Worte fassen ließ, konnte er schließlich mit Songs wie „Wenn es einfach passiert“ aus dem aktuellen Studioalbum „Lichtjahre“ ausdrücken. Die Musik half nicht nur ihm, sondern auch seinen Bandkollegen, sein Problem besser zu verstehen und ihn dadurch besser zu unterstützen.

Zudem haben die Gespräche über die Angst geholfen. „Ganz viele haben gesagt, dass sie das kennen, weil sie es selber durchgemacht haben oder aktuell noch erleben“, sagt sein Bruder Sascha Madsen im Rockszene-Interview. Offen darüber zu sprechen, sei besonders wichtig, auch um das Stigma zu dem Thema zu mindern.

Außerdem erklärt Sascha Madsen, warum es gerade jetzt wichtig ist, als Band zu Themen wie Rassismus eine klare Haltung zu zeigen: „(...) Es muss immer im Hinterkopf sein, dass da was passiert und brodelt, was man jetzt immer noch ändern kann.“ Was es der Band bedeutet, bei ihren Live-Shows in die lachenden Gesichter ihrer Fans zu schauen, was die Band mit Hannover verbindet und dass hier vor vielen Jahren Aufnahmen zu einer nie erschienenen Platte gemacht wurden, erzählt Sascha ebenfalls.

Das Interview findet ihr in unserer Rubrik Menschen und Hintergründe. Direkt zum Interview geht es hier entlang.


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