Finanzhilfe auch für in der Musikszene Tätige

Anträge können jetzt bei NBank gestellt werden

26. März 2020, Von: Redaktion

Es kommt Bewegung in das Thema finanzielle Soforthilfe für kleine Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler, die aufgrund der Corona-Krise derzeit kaum oder gar keine Einnahmen generieren und deren Existenz bei laufenden Kosten über kurz oder lang bedroht sein könnte respektive ist. Seit dem gestrigen Mittwoch, 25. März 2020, 15 Uhr, können über das Kundenportal der NBank Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt werden. Das dürfte vor allem auch für viele kleine Unternehmen, Freiberufler und Soloselbstständige interessant sein, die im Musik-oder Medienbereich aktiv sind. Der Geltungsbereich dieser konkreten Hilfe ist Niedersachsen.

Das öffentliche Leben ist mittlerweile weitestgehend lahm gelegt oder findet improvisiert im Internet statt und schon die ersten Ankündigungen über Ausfälle und zeitlich weit entfernte Verlegungen von Konzerten, Tourneen trieben schon früh vielen unmittelbar und indirekt Betroffenen extrem tiefe Sorgenfalten auf die Stirn.

Besonders groß ist die Existenzangst bei kleinen Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberuflern, die kaum oder keine nennenswerten Rücklagen haben. Einigen davon droht kurz oder mittelfristig das Aus. Not leiden viele Branchen und Betriebe jeglicher Größenordnung. Auf dem weiten Feld des Musik-und Veranstaltungssektors scheint es aber besonders kritisch zu sein, weil dort nicht überall sofort wieder Geld fließt, wenn die bisherigen behördlichen Maßnahmen wieder gelockert oder eingestellt werden.

Konzerte, Tourneen und Festivals benötigen einen organisatorischen Vorlauf von zum Teil mehreren Monaten und so lange dauert es oft auch, bis Einnahmen generiert werden, die es wiederum ermöglichen, Kosten zu decken, Rechnungen an Dienstleister, Gehälter an Angestellte, Honorare an Freelancer oder auch Künstlergagen zu zahlen.

Nicht wenige haben aktuell keine oder nur geringfügige Einnahmen. Wie lange dieser Zustand anhalten wird, ist derzeit ungewiss.

Worten folgen Tagen, aber Server anscheinend zunächst überlastet

Von der Bundes-und Landespolitik wurde in den letzten Tagen und Wochen immer wieder finanzielle Hilfen zugesagt, besonders auch für kleine Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler. Jetzt folgen den Worten offensichtlich auch konkrete Taten. Zumindest im Bundesland Niedersachsen ist es seit dem gestrigen Mittwochnachmittag, 15 Uhr, möglich, bei der NBank Anträge für eine finanzielle Soforthilfe einzureichen. Detaillierte Informationen dazu gibt es über diesen Link hier.

Das Kundenportal der NBank, über die die Anträge online gestellt werden soll, war am gestrigen Mittwoch bis in den Abend hinein überlastet und nicht erreichbar. Dass Serverkapazitäten anfangs nicht ausreichen und Webseiten vorrübergehend nicht aufzurufen sind, kennt man seit Jahren aus vielen Lebenslagen.

Bleibt zu hoffen, dass bei der NBank Abhilfe geschaffen werden kann. Das Interesse an Soforthilfe in Niedersachsen dürfte in diesem Fall mindestens so groß sein, wie der Online-Ansturm auf Tickets für eine Stadion-Show von Rammstein.


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