Anzeige:
Anzeige 780
Bildrechte: Lisa Eimermacher

Schunkeln mit Aliens: Zebrahead bei ihrem ausverkauften Tourabschluss-Konzert im MusikZentrum.

Extraterristrischer Abriss

Zebrahead feiern eine herzliche Party im MusikZentrum

09. Februar 2020, Von: Lisa Eimermacher, Foto(s): Lisa Eimermacher

Ein fliegendes Zebra, stagedivende Aliens, gigantische Wassermelonen und jede Menge Crowdsurfer. - So wild wie das klingt hat sich die Tourabschluss-Show von Zebrahead im MusikZentrum am gestrigen Samstagabend tatsächlich abgespielt. Im Laufe des Konzerts war die Band plötzlich nicht mehr allein auf der Bühne, sondern umringt von feierwütigen Fans.

Bereits für die Vorband Holly Would Surrender aus Hamburg ist das MusikZentrum bis in die letzte Ecke gefüllt und die Vorfreude auf den Headliner steigt, als der Support seine laute Dröhnung Pop-Punk auf die Hannoveraner loslässt. Die Show in Hannover ist das Abschlusskonzert der fünfköpfigen Pop-Punk/Rap-Rock-Band aus dem kalifornischen La Habra und auch deshalb ein besonderer Abend. Das Konzert war bereits lange im Vorfeld ausverkauft. Unser Onlinemagazin erreichten unzählige Kartenanfragen, unter anderem aus Schleswig Holstein. Die Show wurde von Rockszene.de präsentiert.

Vorschau Bild 1Vorschau Bild 2Vorschau Bild 3Fotostrecke (5 Bilder) -Foto(s): Lisa Eimermacher

Der Funke zwischen Band und Publikum springt ab dem ersten Song über. Der melodisch-eingängige Opener „All My Friends Are Nobodies“ ist eine optimistische Hymne und ein Versprechen, für seine Freunde in harten Zeiten da zu sein. Der Refrain „To all my friends who've had enough, if you should fall, we'll pick you up“ geht ins Ohr und bleibt im Kopf. Der Song aus dem aktuellen Album „Brain Invaders“ aus dem vergangenen Jahr klingt so familiär wie Fan-Liebling „Hell Yeah“; so als hätte man ihn schon seit Jahren bei Shows mitgesungen.

Familiär, ungezwungen, herzlich und voller Energie ist auch die Stimmung im MusikZentrum. Die Bandmitglieder strahlen über das ganze Gesicht, machen Späße mit dem Publikum („Drink, drink, Hannover, until you have to pee“), feuern es zu Circle Pits, einer Wall of Death und zum Crowdsurfen an und springen selbst auf der Bühne umher.

Ich glaube, das ist meine Lieblingsshow der Tour!“

Es ist aber ganz sicher kein plumper, erzwungener Spaß. Man muss sich nicht anstrengen, um mit Zebrahead Spaß zu haben, wenn sie ihren facettenreichen Sound aus kraftvollem Pop-Punk - gesungen vom breit-grinsenden Matty Lewis - bissige Rap-Einlagen von Ali Tabatabaee, ein wenig Funk, und Ska, hier und da Metal-artige Gitarrensoli von Dan Palmer auf die Bühne bringen.

Bei den meisten Shows der Tour hat Zebrahead die kanadische Pop-Punk-Band Sum41 bei großen Arena-Shows als Support unterstützt. Das hier ist ihre eigene Show. Alle sind hier, um mit ihnen zu feiern. „Ich glaube, das ist meine Lieblingsshow der Tour!“, sagt Bassist und Gründungsmitglied Ben Osmundson.

Absolutes Highlight sind vor allem die Crewmitglieder in grünen Alien-Ganzkörperkostümen. Sie sind echte Allrounder; helfen Crowdsurfern auf und machen Fotos. Einer von ihnen hat heute Geburtstag und bekommt als Ständchen „Mike Dexter“ gesungen. Nach „Hello Tomorrow“ trägt ein hilfsbereites Alien ein Tablett mit Kurzen auf die Bühne und versorgt die Band, die auch dazu einen Song auf Lager hat - „Lets Do Shots“ zur Melodie von „Baby Shark“. Das Geburtstagsalien lässt sich auf einer aufgeblasenen Wassermelone vom Publikum auf Händen tragen. Dann klettert es auf den Balkon und springt von dort aus wieder auf die Melone. Auch das aufblasbare Zebra, das zuerst dekorativ das Schlagzeug von Ed Udhus geschmückt hat, kommt gut rum. Es kehrt aber immer wieder auf die Bühne zurück.

Publikum entert die Bühne

Auf einmal verselbstständigen sich die Crowdsurfer. Einer nach dem anderen zieht die nächsten zu sich auf die Bühne bis kein Platz mehr darauf ist. Gemeinsam springen die Fans adrenalingeladen auf und ab, während die Band begeistert weiterspielt. Nach der Show verrät uns Gitarrist Dan, dass die Aktion nicht geplant war: „Die haben das von sich aus gemacht. Plötzlich waren da einfach mal 50 bis 100 Leute auf der Bühne – es war cool!“

Als das Rad einer Rollstuhlfahrerin auf der Bühne landet, ist Rapper Ali mit einem Alien gleich zur Stelle und hilft, es wieder anzubringen. Und schon kann es wieder weitergehen mit Songs wie „Keep it to Myself“, „Rescue Me“, „Party Party“ und „Falling Apart“. Alle im Saal gehorchen Ali und hocken sich auf den Boden, um dann auf Kommando zu springen.

Zu guter Letzt setzen Zebrahead mit der allseits beliebten „Anthem“, bei der jeder mitsingt, dem Abend die Krone auf. Danach geht es aber nicht gleich in den verdienten Feierabend und müde in den Bus. Als sie ihr Set durchgespielt haben, singt Matty feierlich mit allen „Bohemian Rhapsody“ von Queen, während seine Kumpels Dan und Ben auf der aufblasbaren Melone durch die Halle crowdsurfen. So lässt sich der gelungene Tourabschluss im MusikZentrum ausklingen.


INFO-BOX

Links
externer Link www.zebrahead.com
externer Link www.facebook.com/Zebrahead
externer Link www.instagram.com/zebraheadofficial
externer Link www.twitter.com/zebrahead

Tools
Drucken Artikel drucken (PDF) An Redaktion E-Mail an Redaktion


Ähnliche Artikel

, Foto(s): Haakon HosetMit prominenter Unterstützung
Hank von Hell vor zweitem Solo-Album

12.06.2020, Von: Redaktion, Foto(s): Haakon Hoset

 


, Foto(s): Pressefreigabe/ MusikZentrum HannoverUnterstützung für die lokale Musikszene
MusikZentrum startet „Local Players in Concert“

10.04.2020, Von: Redaktion, Foto(s): Pressefreigabe/ MusikZentrum Hannover

 


, Foto(s): Nadi HammoudaMelodic Rock über den Schattenmann
One Desire mit The Night Flight Orchestra auf Tour

29.02.2020, Von: Redaktion, Foto(s): Nadi Hammouda

 


, Foto(s): Ina BohnsackDer Kampf gegen das Teenie-Image
Gil Ofarim startet mit deutschem Rock neu durch

22.02.2020, Von: Redaktion, Foto(s): Ina Bohnsack

 


, Foto(s): Bernie de ChantGanz viel neue Musik
Heute sechs Besprechungen aktueller Alben

13.02.2020, Von: Redaktion, Foto(s): Bernie de Chant

 




Zur Startseite