Bildrechte: Stefan Gliwitzki

Stefan Gliwitzki ist eines von sechs Jurymitgliedern, die beim Folk Music Award 2020 tätig sind.

Nähe durch handgemachte Musik

Erster Folk Music Award im Weserbergland

14. Oktober 2019, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Stefan Gliwitzki

Das Folk-Genre unterliegt wie all seine Brüder und Schwestern einem stetigen Wandel. Viele Künstler und mehrere Dekaden prägten die Musik. Und je nachdem wen man fragt, definiert sich diese Musik ganz unterschiedlich. Einige denken sofort an rauschbärtige Karohemdträger, andere wiederum sehen vor ihrem inneren Auge nordische Midsommer-Festlichkeiten. Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo dazwischen und um genau diese Bandbreite darzustellen, hat der Landschaftsverband Hameln-Pyrmont e.V. zum ersten Mal den Folk Music Award ausgeschrieben, um Künstler und Bands zusammenzubringen.

Zwar liegen die Wurzeln des Wettbewerbs im Weserbergland nahe Hannover, dennoch richtet sich der Aufruf über die Berge, die den Landkreis Hameln-Pyrmont umgeben, hinaus. „Dieses Musiksegment entwickelt sich sehr dynamisch, und es gibt spannende Musik mit den unterschiedlichsten kulturellen Einflüssen. Das möchten wir mit dem „Folk Award 2020“ zeigen und fördern“, so Geschäftsführerin Ute Fehn. 

Bereits aus zwölf Nationen sind Bewerbungen eingegangen, die einen maximalen Umfang von drei Videos, drei Fotos und einer Info enthalten sollen. „Wir haben bisher unter anderem aus vielen europäischen Ländern, aber auch aus Kanada oder Australien Bewerbungen bekommen. Es werden täglich mehr“, so Stefan Gliwitzki, der zusammen mit fünf Kollegen aus der Musikszene die Jury bildet. „Wir haben fünf Komponenten, nach denen wir aus allen Bewerbungen die drei Finalisten ermitteln.“

Dabei solle sich das Augenmerk unter anderem auf das Arrangement und die Kreativität der Songs, aber auch auf den Umgang mit Tradition richten. „Wir haben uns als Jury sehr lange darüber unterhalten, wo wir das Folk-Genre abstecken und wie wir es von der Weltmusik abgrenzen“, lacht Gliwitzki, „ursprünglich war Folk ja eher eine Protestmusik, aber in Europa verbindet man auch etwas Dörfliches oder das Erzählen von Geschichten damit.“

Die Bewerbungen können noch bis zum 31. Oktober 2019 mit einer Mail bestehend aus maximal drei Videos, drei Songs und einer Band- oder Künstlerinformation eingereicht werden. Zwischen drei Finalisten wird dann im Februar 2020 durch Finalkonzerte der Sieger des ersten Wettbewerbs im Weserbergland für Folk-Musiker ermittelt. Mehr über den Link unten in der Infobox.


INFO-BOX

Links
externer Link www.landschaftsverband-hameln-pyrmont.de/folk...

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