Bildrechte: Ray Concepcion

Titus Andronicus präsentieren ihr neues Album „An Obelisk“.

„Die Erhöhung unserer eigenen inneren Autorität“

Titus Andronicus präsentieren „An Obelisk“

22. Juni 2019, Von: Redaktion, Foto(s): Ray Concepcion

Seit 2005 ist die US-amerikanische Punkband Titus Andronicus in der Musikszene unterwegs. Gegründet wurde sie vom Sänger, Gitarristen und Songschreiber der Band Patrick Stickles in Glen Rock, im Bundesstaat New Jersey. Trotz der vielen Wechsel in der Besetzung könnten Titus Andronicus, die sich nach einem Drama von William Shakespeare benannt haben, Erfolge feiern und alle ihre Alben, bis auf ihr Debüt, in den US-amerikanischen Charts platzieren. In Europa waren sie bisher noch nicht so erfolgreich. Dies soll sich aber mit ihrem neuen Album „An Obelisk“ ändern.

„An Obelisk“ ist das sechste Album der Band Titus Andronicus. Ihr Debüt gaben sie mit „The Airing of Grievances“ im Jahr 2008. Ein Jahr später folgte eine ausgedehnte Tour durch Nordamerika und Europa um das Album zu promoten. Obwohl sie gute Kritiken für ihre erste Platte bekamen, blieb der große Durchbruch aus. Dies sollte sich aber, zumindest zum Teil, mit ihrer zweiten Veröffentlichung ändern.

2010 kam „The Monitor“ auf den Markt, dessen Themen sich aus dem amerikanischen Sezessionskrieg speisen. So ist zum Beispiel der Titel des Albums eine Anspielung an die USS Monitor, dem ersten gepanzerten Kriegsschiff der US-Navy. Die Resonanzen auf das Konzeptalbum waren durchweg sehr gut. Es konnte sich auf den 28. Platz der US Indie-Charts vorschieben und in den US Heat-Charts reichte es sogar für Platz sieben. Zusätzlich wurde es auch von den Kritikern gefeiert. Das Onlinemagazine „Pitchfork“ wählte es in die Liste der besten 100 Alben des Jahres auf Platz 10 und der Rolling Stone bezeichnete die Band als „eine der sieben besten neuen Bands des Jahres 2010“.

Von dort an ging es mit der Titus Andronicus immer weiter bergauf. In den folgenden Jahren spielten sie bei großen Festivals wie dem Coachella Valley Music and Arts Festival, dem Lollapalooza und dem Roskilde Festival, gingen auf Headliner Tour und traten zweimal bei der Talkshow „Late Night with Jimmy Fallon“ auf. Dennoch blieb der ganz große Erfolg in Europa bisher noch aus.

Das soll sich aber mit ihrem neuen Album „An Obelisk“ jetzt ändern. Produziert von Bob Mould, ehemaliges Mitglied der Bands Hüsker-Dü und Sugar, ist ihr neuestes Werk auch ihr bisher kürzestes. Die etwas mehr als 38 Minuten sollen dafür aber umso intensiver sein. Es „präsentiert den Sound von Titus Andronicus, so unverrückbar und monolithisch wie der Titel des Albums es prophezeit“, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.

Musikalisch trägt „An Obelisk“ alle klassischen Elemente des Punks in sich, ist aber für ihren Sänger und Songwriter Patrick Stickles mehr als ein Punkalbum, wie er, etwas kryptisch, in der offiziellen Pressemitteilung anmerkt: „Die Ideologie des Punk unterstützt die Erhöhung unserer eigenen inneren Autorität und die Verschlechterung der äußeren Autorität, die wir als willkürlich anerkennen, ein Werkzeug, mit dem die Vielen unter die Wenigen gedrängt werden. Während der gewöhnliche Punkrocker dies als Lizenz zum Pissen auf der Straße und allgemein als Lebensstil des nihilistischen Hedonismus ansehen wird, erkennt der wahre Punk den Preis dieser Freiheit an. Ein Obelisk erzählt die Geschichte einer bestimmten Person, einer Person, die Ihnen vielleicht sehr ähnlich ist, aber mit Sicherheit mir sehr ähnlich. Er scheuert in fusseligen Taschen und versucht, diese Rechnung zu bezahlen. “

Wie diese Botschaft musikalisch und textlich ausgedrückt wird, kann man auf dem neuen Album „An Obelisk“ der US-amerikanischen Punkband Titus Andronicus hören. Mehr Informationen zur Band und ihren Veröffentlichungen gibt es über dir Links in der Infobox.


INFO-BOX

Links
externer Link www.titusandronicus.net
externer Link www.facebook.com/TitusAndronicusOfficial

Tools
Drucken Artikel drucken (PDF) An Redaktion E-Mail an Redaktion


Ähnliche Artikel

- - -

Zur Startseite