Bildrechte: ATC Live

Hyukoh sind die Indie-Music Sensation aus Südkorea.

Moderne Indie-Music aus Südkorea

Hyukoh spielen exklusives Deutschlandkonzert

08. Juni 2019, Von: Stephan Meßmann, Foto(s): ATC Live

Koreanischer Pop gehört in Deutschland zweifelsohne zu den exotischen Musikrichtungen. Dennoch wagen momentan immer mehr Künstler den Schritt auf unsere Konzertbühnen. Dabei lassen insbesondere die Boy- und Girlgroups Südkoreas, wie BTS und Blackpink die Herzen der meist jugendlichen Fans höher schlagen. Und auch die Indie-Rockband Hyukoh möchte das deutsche Publikum für sich begeistern. Dies scheint bereits einmal geklappt zu haben, da sie nach drei Konzerten im März dieses Jahres erneut für einen exklusiven Auftritt nach Deutschland kommen.

Die koreanische Musikszene wird sowohl im eigenen Land, als auch international vor allem vom Pop dominiert. Große Konzerne wie YG Entertainment, JYP Entertainment oder SM Entertainment bauen Musiker auf, die schon im jungen Alter, in einer Art Ausbildung, die Grundlagen des Musikbusiness beigebracht bekommen. Zusammen mit Produzenten, die aus der eigenen Firma oder von außerhalb stammen können, werden Hits produziert, die dann später von den Sängern und Tänzern vorgetragen werden und dadurch Umsätze generieren. Doch es gibt auch eine andere Seite der südkoreanischen Musik; die Rock- und Indie-Music zu der man auch die Band Hyukoh zählen kann.

Die Rockmusik kam mit den amerikanischen Soldaten, die seit dem Koreakrieg (1950-53) im Süden stationiert sind, auf die koreanische Halbinsel. In den kleinen Militärclubs fingen Künstler wie Shin Jung-Hyeon an sich für die US-amerikanische Musik zu begeistern und vermischten sie mit Elementen aus ihrer koreanischen Wirklichkeit. Von dort an entwickelte sich eine immer größer werdende Szene, die in den 80ern mit den drei Metalbands Baekdusan, Boohwal und Shinawi ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Doch durch politische Umstände, wie Zensur und Auftrittsverboten hatte es die Szene immer wieder schwer sich gegen die anderen Musikrichtungen durchzusetzen. Das Blatt wendete sich erst Mitte der 90er als Künstler, wie die Punkband Crying Nut oder die Alternative Rockbands Delispice und Jaurim die Indie-Musik in Südkorea populär machten. Dabei stand der Seouler Stadtteil Hongdae im Mittelpunkt. Das Viertel rund um die Hongik Universität, in der vor allem Künstler studieren, ist mit seinen kleinen Clubs auch heute noch Nährboden für Kunst und Musik außerhalb des Mainstreams.

Aus diesem Umfeld stammen auch Hyukoh. Die Mitglieder Oh Hyuk (Sänger & Gitarrist), Lim Hyun-Jae (Gitarrist), Im Dong-Geon (Bassist) und Lee In-Woo (Schlagzeuger) lernten sich allesamt beim Studium an der besagten Hongik Universität kennen und gründeten im Mai 2014 die Band. Mit ihrem Sound der sich genau zwischen Pop- und Indie-Music bewegt, wurden sie in ihrem Heimatland schnell erfolgreich. Ihr erstes Album „23“ stieg auf Anhieb in die südkoreanischen Top 10 und erreichte auch internationale Anerkennung als es später sogar den sechsten Platz der US-Billboard-World-Charts belegte.

Beflügelt von diesem Erfolg gingen Hyukoh 2018 zum ersten Mal auf große Welttournee, die sie im März dieses Jahres auf für drei Konzerte nach Deutschland führte. Dem Publikum und der Band scheinen diese Auftritte so sehr gefallen haben, dass sie nur fünf Monate später erneut zu uns kommen. Spielten sie im März noch in Berlin, Köln und Frankfurt, sind Hyukoh diesmal in Hamburg zu Gast. Am 13. August geben sie eine exklusive Show im Knust, bei der sie auch Songs ihrer aktuellen EP „24: How To Find True Love And Happiness“ präsentieren wollen.

Tickets für ihr exklusives Deutschlandkonzert am 13. August im Hamburger Knust gibt es weiterhin im Vorverkauf. Mehr Informationen zu Hyukoh und ihr Hamburger Konzert gibt es über die Links in der Infobox.


INFO-BOX

Links
externer Link www.hyukoh.com
externer Link www.facebook.com/HYUKOHofficial
externer Link www.livenation.de

Tools
Drucken Artikel drucken (PDF) An Redaktion E-Mail an Redaktion


Ähnliche Artikel

, Foto(s): Jeremy CowartMit viel Erfahrung und Gelassenheit
Keb`Mo` für zwei Konzerte in Deutschland

17.10.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Jeremy Cowart

 


, Foto(s): Alexandra SnowAbrechnung mit der US-amerikanischen Politik
Anti-Flag veröffentlichen „Christian Nationalist“

09.10.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Alexandra Snow

 


, Foto(s): Viktor FluméUnklare musikalische Ausrichtung
Kehren Mando Diao zu ihren Wurzeln zurück?

28.09.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Viktor Flumé

 


, Foto(s): Stephen JensenNeues Album, Tour und prominente Unterstützung
Five Finger Death Punch mit großer Europatour

19.09.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Stephen Jensen

 


, Foto(s): Pressefreigabe/Given2FlyDas Gefühl der frühen Neunziger
Given 2 Fly und Love Buzz Freitag im Béi Chéz Heinz

07.09.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Pressefreigabe/Given2Fly

 




Zur Startseite