Bildrechte: Bleddyn Butcher

Robert Forster stellt mit "Inferno (Summer in Brisbane)" seinen ersten Song und ein Musikvideo aus seinem neuen Album vor und zeigt sich auch in einem Ankündigungsvideo als Künstler mit Hang zu offenem und subtilem Humor.

Hang zu hintergründigem Humor

Robert Forster gibt spezielle Einblicke in „Inferno“

21. Februar 2019, Von: Redaktion, Foto(s): Bleddyn Butcher

Nach vierjähriger Veröffentlichungspause wird der australische Alternative-Folk/Indie/New-Wave-Musiker Robert Forster am 1. März sein neues Studioalbum „Inferno“ auf den Markt bringen (Wir berichteten). Kürzlich ist bereits der namensgebende Song daraus mit einem Musikvideo vorgestellt worden. Eine spezielle Form der Albumankündigung mit Hang zu Ironie und hintergründigem Humor realisierte Forster zuvor mit einem gut zwölfminütigen Video, das im Sommer letzten Jahres in Berlin entstand und die Begegnung mit zwei Jugendlichen, die sich als Blogger vorstellen, zum Inhalte hat. Begegnung und Gesprächsinhalte können dabei oft zum Schmunzeln verleiten.

„Inferno (Brisbane in summer)“ ist die erste Song-Auskopplung aus dem neuen Robert-Forster-Album „Inferno“, das Anfang März erscheinen wird. Für die Aufnahmen hatte Forster im vergangenen Sommer in einem Berliner Tonstudio mit einer kompletten Band zusammengespielt und mit einer Band will der gebürtige Australier auch dieses Jahr auf Europa-Tour gehen. In Deutschland wird er sieben Shows spielen, darunter am 1. Mai im Hamburger Knust und am 3. Mai im Gleis 22 in Münster. Zum Musikvideo der ersten Single-Auskopplung geht es hier entlang

Eine originell-eigenwillige und mit leicht ironischem Touch unterlegte Video-Ankündigung zum neuen Werk, hatte das Hamburger Label Tapete Records bereits Ende Dezember vergangenen Jahres bei YouTube in Umlauf gebracht.

Autogramm auf Album von Amanda Lear

Das etwas über zwölfminütige, schlicht „Robert Forster 2019“ zeigt die Begegnung des Künstlers im Berliner Tonstudio mit zwei  Leuten, die sich als Hans und Gudrun vorstellen, in Wirklichkeit aber Gabriel und Martha heißen. Hans und Gudrun präsentieren sich als tendenziell unvorbereitete Fans, die mal an der Studiotür klopfen, um sich von Robert Forster ein Album signieren zu lassen. Forster hat sogar einen passenden Stift in der Hosentasche.

Einen solchen hatten die beiden leicht schlurfig wirkenden Fans zuvor vergessen, mitzubringen. Der Künstler bietet sogar von sich aus an, noch weitere Platten aus dem Jutebeutel von Gudrun mit seinem Autogramm zu versehen und signiert dabei – ohne mit der Wimper zu zucken- auch ein Cover eines Albums der 70er-Disco-Queen Amanda Lear.

Forster lädt Hans und Gudrun spontan ein, mit runter ins Studio zu kommen, um in die ersten Aufnahmen von „Inferno“ reinzuhören. Es entwickelt sich ein Interview, denn Hans und Gudrun erklären, für einen Blog mit dem Titel „Teenage Kicks“ zu schreiben.

Während Gudrun Robert Forster bei dessen Antworten aus nächster Nähe mit dem Smartphone filmt, bringt dieses Interview einerseits durchaus relevante und interessante Informationen hervor, dass Klavierspuren mit einem Flügel eingespielt wurden, der im Jahr 1892 gebaut wurden und dass die Aufnahmen im Bandzusammenhang stattfanden, andererseits offenbaren die Szenen auf liebevoll ironische Weise, wie oberflächlich und unstrukturiert Gespräche zwischen Fans, Hobby-Medien und Musikern ablaufen können.

Da treffen vermeintliches Interesse und Bewunderung mit wenig fachlichem Background auf teils klischeehafte Antworten, die Hintergründe und Zusammenhänge von vermutlich eher ganz normalen Musikaufnahmen zu etwas sehr Großem aufbauschen. Nachdem er in epischer Breite die komplette Besetzung und Instrumente seiner Band aufgezählt hatte, nennt Forster sogar die Straße in der einer der mitwirkenden Berliner Musiker wohnt beim Namen und erklärt, dass er unbedingt einen Berliner Musiker auf dem Album haben wollte und natürlich sei alles „wunderbar“ und „großartig“.

Schnee in Australien, Regenmäntel und die Talking Heads

Wenig später hakt Blogger Hans nach, ob Robert Forster Schnee möge. Dieser antwortet darauf mit einer Ernsthaftigkeit, als hätte er mit keiner anderen Frage gerechnet. Es gebe auch Schnee in Australien, aber er surfe lieber und habe Angst sich beim Snowboarden die Finger zu brechen und das sei vor einer Tour nicht gut. Nach kurzem weiteren Geplänkel kommt eine Frage nach Regenmänteln und dann völlig unerwartet und aus dem Nichts die Frage nach Forster´s favorisierten Album der Band Talking Heads.

Der Gefragte führt aus, dass er den charismatischen Sänger der Band, David Byrne, jüngst in Berlin im Tempodrom gesehen hätte und dass die Show unglaublich fantastisch gewesen sein soll. David Byrne hätte die Rockshow wiedererfunden, konstatiert Forster und fügt bedeutsam hinzu: „David is still on fire“. Die Blogger können sich ein Grinsen kaum verkneifen.

Zum Video der speziellen Begegnung von Hans und Gudrun mit Robert Forster am und im Berliner Tonstudio inklusive des Interviews geht es hier entlang


INFO-BOX

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externer Link www.robertforster.net
externer Link www.facebook.com/robertforsterofficial
externer Link www.tapeterecords.de
externer Link www.facebook.com/tapeterecords

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