Bildrechte: Bernd Brundert

Keimzeit präsentieren ihr Debütalbum „Irrenhaus“ erneut

Zurück ins „Irrenhaus“

Keimzeit präsentieren ihr Debütalbum erneut

01. November 2018, Von: Redaktion, Foto(s): Bernd Brundert

Wenn man an Rockmusik der ehemaligen DDR denkt kommen den meisten Menschen im Westen sofort die Puhdys, Karat und vielleicht noch Silly oder auch City in den Sinn. Doch eine Band, die vor allem im Osten der Bundesrepublik Kultstatus genießt, fehlt in dieser Reihe und zwar Keimzeit. Mit ihren politischen Texten, die auch schon Mal dafür sorgten, dass sie kurzzeitig die Spielerlaubnis entzogen bekamen, konnten sie sich in die Herzen der Fans spielen. Fast dreißig Jahre nach den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum „Irrenhaus“ gehen Keimzeit auf Tour und spielen unter anderem auch in Hannover.

Ihren Anfang hatten Keimzeit bereits in den späten 70ern, als die vier Geschwister Norbert, Hartmut, Roland und Marion Leisegang bei Familienfeiern und in Kneipen rund um ihrem Heimatort Lütte auftraten. Zunächst noch unter dem Namen Jogger benannten sie sich aber schon 1982 in Keimzeit um. Norbert Leisegang, der zu dieser Zeit Frontmann der Band wurde, begann Rocksongs mit deutschen Texten zu schreiben und begründete damit ihren Erfolg.

Nach und nach konnten sich Keimzeit durch ihre vielen Konzerte eine treue Fangemeinde erspielen. Doch erst 1989 gelang es ihnen die Aufnahmen für ihr Debütalbum „Irrenhaus“ zu beginnen, obwohl sie zu dieser Zeit schon jahrelang durch die verschiedensten Konzerthallen getingelt waren und immer mehr Fans hatten.

Fast dreißig Jahre nach den ersten Aufnahmen möchten Keimzeit ihr Debütalbum dem Publikum erneut präsentieren. Dies hat nicht nur mit ihrem Jubiläum zu tun, sondern auch mit der Aktualität der Songs.

In der offiziellen Pressemitteilung wird das Album in Verbindung zum aktuellen Zeitgeschehen gesetzt. Dort heißt es: „Solange neue und alte Strömungen wieder zum Angriff auf humanistische Werte blasen und die eigene Kultur in Haft nehmen wollen, sind Songs wie „Irrenhaus“, „Hofnarr“, „Flugzeuge ohne Räder“ und „Mama, sag mir warum“ mehr als klingende Zeitbilder, Mahner dafür, dass man die Freiheit nicht geschenkt bekommt.“

In der jetzigen Besetzung, bestehend aus Norbert Leisegang (Gesang, Gitarre), Hartmut Leisegang (Bass), Andreas „Spatz“ Sperling (Piano, Orgel, Gesang), Martin Weigel (Gitarre, Gesang), Sebastian Piskorz (Trompete, Gesang) und Lin Dittmann (Schlagzeug), möchten Keimzeit bei ihrem Publikum Erinnerungen wachrufen und gleichzeitig die heutige Zeit in den Blick nehmen.

Am 6. Dezember spielen Keimzeit im MusikZentrum in Hannover. Karten für das Konzert sind weiterhin im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Mehr Informationen gibt es über die Links in der Infobox.


INFO-BOX

Links
externer Link www.keimzeit.de
externer Link www.facebook.com/Keimzeit
externer Link www.musikzentrum-hannover.de

Tools
Drucken Artikel drucken (PDF) An Redaktion E-Mail an Redaktion


Ähnliche Artikel

, Foto(s): Jay BlakesburgDie Musik der 70er Jahre im Blut
Chris Robinson Brotherhood mit neuen Songs auf Tour

13.06.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Jay Blakesburg

 


, Foto(s): Jorge SayeghDer Appetit nach älteren Liedern
Colin Hay mit Men at Work Songs auf Tour

11.06.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Jorge Sayegh

 


, Foto(s): Uwe Goos/ d-zentral/MZMit dem Tablet in die Unterwelt
Oper verbindet Klassik und App-Musik

06.06.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Uwe Goos/ d-zentral/MZ

 


, Foto(s): Corry ArnoldZurück aus einem langen Winterschlaf
An Horse veröffentlichen erstes Album seit acht Jahren

06.06.2019, Von: Redaktion, Foto(s): Corry Arnold

 


, Foto(s): Fabian KruegerUngezügelt
Ein ausführliches Interview mit Ingo von den Donots

18.05.2019, Von: Lisa Eimermacher, Foto(s): Fabian Krueger

 




Zur Startseite