Bildrechte: Sibylle Fendt

Wird von Kennern zum Start der Jazzwoche Hannover am 12.Oktober als erster, wohl auch musikalisch knallbunter Höhepunkt gehandelt: Das Andromeda Mega Express Orchestra tritt Freitagabend im Pavillon auf.

Brücken schlagen und Grenzen abbauen

In Hannover startet die Jazzwoche 2018

09. Oktober 2018, Von: Redaktion, Foto(s): Sibylle Fendt

Ab dem kommenden Freitag will Hannover für eine Woche zum „Magneten des zeitgenössischen Jazz“ werden, wie es im offiziellen Programmheft der Jazzwoche 2018 heißt, die vom 12.-20.Oktober mit Konzerten, Workshops und Kommunikationsforen in verschiedenen Clubs und Spielstätten der niedersächsischen Landeshauptstadt stattfinden wird. Das mehrtägige Festival der Jazz Musiker Initiative Hannover e.V. will demonstrieren, dass Hannover und die Jazzwoche für eine urbane Musikkultur stehen, die verbinden, vernetzen und dabei auch bislang vereinzelt eng gesteckte Genre-Grenzen abbauen kann. So treten auch Acts wie die Indie-Elektro-Band Kasimir Effekt auf.

In vielen unterschiedlichen Bands und Musikrichtungen ist mehr Jazz drin, als viele Außenstehenden wohl auf den ersten Höreindruck denken würden. Für manche war und ist es eine Szene für sich, in der oft besonders talentierte und ausgebildete Musikerinnen und Musiker in Kellern oder Theatern eine für eine breite Hörerschaft mitunter eher unzugängliche Musik mit langen Instrumentalsoli spielen. Funktioniert Jazz vor einem sehr großen Publikum, ist es oft eingängiger, flotter Swing-oder Dixieland zu Bier und Bratwurst an Feiertagen wie Himmelfahrt. Mit dieser Einordnung wird man dem Jazz jedoch keinesfalls gerecht.

Mit der Jazzwoche 2018, die am kommenden Freitag, dem 12.Oktober in Hannover beginnt und bis zum 20.Oktober andauert, wollen die Veranstalter Jazz als urbane Musikkultur präsentieren. Das außergewöhnlich vielfältige, facettenreiche Genre, Elemente und Spielweisen von Instrumenten beeinflusst seit Jahren auch viele Bands der Pop- und Rockszene, natürlich nicht nur die in Hannover. Geht man zu einem Konzert einer Blues-, Soul-, Funk- oder Progressive-Rockband oder hört man Aufnahmen, findet man nicht selten Elemente aus dem Jazz in der Musik, oft haben sich einzelne Bandmitglieder zuvor mit Jazz beschäftigt oder sind eigentlich Jazz-Musiker, bevor sie in anderen Bands aktiv wurden respektive als Gastmusiker in Pop-oder Rockformationen auf der Bühne stehen.

Einiges an Jazz im hannoverschen Alternativ-/Pop-/Rock-Geschehen

In einigen Hannover-Bands, die man eigentlich dem Pop, Rock, der alternativen Szene oder Genres mit dem Zusatz Progressive-, Soul-und teilweise auch –Core zuordnet, spielen auch Musiker, die Jazz können oder Elemente einfließen lassen. Spontan mögen einem Noam Bar, Noetics, The Hirsch Effekt, Passepartout, Emerson Prime, Ego Super oder die SpVgg Linden Nord einfallen. Auf internationalem Terrain sorgte in Hannover erst im September Schlagzeuger Gavin Harrison bei der Progressive-/Alternative-Rockband The Pineapple Thief für rhythmisch ganz besondere Farbtupfer und Harrison kommt ursprünglich vom Jazz.

Es verbindet und vermischt sich schon seit langer Zeit vieles zwischen Rock-, Pop-und Jazz, um es mal ganz grob zusammenzufassen. Jazz oder Musiker mit Jazz-Vorbildung bringen mit ihrem instrumentellen Fähigkeiten, ihrem Verständnis und Gefühl für Harmonien, Skalen und Rhythmik oft einen ganz besonderen Dreh auch in Rock- und Popmusik, sorgen für eine Weiterentwicklung. Vor allem im Progressive-Rock, zuweilen im Metal, bei Funk-, Soul-und Fusion sowieso.

Viele Konzerte an den unterschiedlichsten Orten Hannovers

Letztlich wird man unter den insgesamt rund 150 Musikerinnen und Musikern die im Verlauf der Jazzwoche vom 12.-20.Oktober auf den Bühnen von Locations wie dem Pavillon, dem Kulturpalast, der Christuskirche, der Warenannahme des Kulturzentrums Faust, dem Jazzclub, dem Keller 3, der Indiego Glocksee, dem Bechstein Zentrum oder der Tonhalle Hannover stehen oder sitzen, einige Akteure erkennen, die man sonst auch von Rock-und Pop-Shows der Stadt im näheren und weiteren Sinn kennt.

Als ein besonderer Höhepunkt wird von Kennern der Auftritt des Andromeda Mega Express Orchestra zum Start der Jazzwoche am kommenden Freitag, 12.Oktober um 20.00 Uhr im Pavillon gehandelt.

„Das JMI-Festival für urbane Musikkultur“ wird die Jazzwoche auch tituliert. JMI steht dabei für die Jazz Musiker Initiative Hannover e.V., die das Ganze mit zahlreichen Kooperationspartnern realisieren.„Von Musikern gemacht, steht unser Festival für eine nachhaltige Vernetzung der Szenen, faire Gagen und eine vielfältige, chaotisch lebendige Jazzkultur in Hannover“, stellen die Organisatoren in einleitenden Worten im Programmheft heraus.

Einen Überblick über das sehr vielfältige Programmangebot der Jazzwoche gibt die Jazz Musiker Initiative Hannover auf ihrer Website. Dorthin gelangt man über den Link unten in der Infobox.

INFO-BOX

Links
externer Link www.jmi-hannover.de

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