Bildrechte: Jonas Völpel

Eckiger Underground-Charme: Modell Bianka aus Hannover interpretieren einen Song von Die Sterne und präsentieren ein Video dazu. Live ist die Band demnächst auf der Fährmannsfest-Kulturbühne zu Gast.

Den Sternen folgen

Modell Bianka interpretieren „Alles oder Niemand“

17. Juli 2018, Von: Redaktion, Foto(s): Jonas Völpel

Kaum eine andere hannoversche Newcomer-Band aus dem stilistischen Dunstkreis Indie-Pop und Indie-Punk ist seit knapp einem Jahr in der hiesigen Szene und in lokalen Medien so präsent und im Gespräch wie Modell Bianka. Das wohl auch aus gutem Grund, bringt doch die Band einiges auf den Zettel. Am gestrigen Montag erst veröffentlichte die Band eine Interpretation des Die-Sterne-Songs „Alles oder Niemand“ und stellte gleichzeitig ein Musikvideo dazu vor. Mit der einflussreichen Hamburger Indie-Pop-Band werden Modell Bianka dann auch Ende August die Bühne teilen. Zuvor steht in Hannover aber noch ein Gig auf dem Fährmannsfest im Terminkalender.

Alles, nur nicht glatt. Alles, nur nicht nett und alles, nur kein Mainstream, könnte ein Credo von Modell Bianka sein. Die hannoversche Band hatte sich kürzlich den 25 Jahre alten Song „Alles oder Niemand“ von der mittlerweile schon beinahe legendären Band Die Sterne vorgenommen, eine einflussreiche Gruppe der oft angeführten Hamburger Schule, zu der unter anderem auch Bands wie Tocotronic (in ihrer Anfangszeit) oder Blumfeld gezählt werden.

Am gestrigen Montagnachmittag hatte das nur knapp zweiminütige Musikvideo zu „Alles oder Niemand“ Premiere, das Modell Bianka in Eigenregie produziert haben. Dem eigentlichen Clip geht ein Warnhinweis voraus: „Bei manchen Personen kann es zu epileptischen Anfällen oder Bewusstseinsstörungen kommen, wenn sie bestimmten Blitzlichtern oder Lichteffekt ausgesetzt werden“, steht dort geschrieben. Hinweise wie diese kennt man von Konzerten, bei denen Stroboskoplicht zum Einsatz kommt und die Warnung von Modell Bianka darf ernst genommen werden. In ihrem Video herrscht ein einziges Geflacker und Gezucke im diffusen Licht. Alles in Schwarzweiß.

Szeniger Underground

Nimmt man die Musik und den Sound Marke Modell Bianka dazu, wähnt man sich nicht nur in das Jahr 1993 zurückversetzt, als Die Sterne den Song erstmals veröffentlichten, sondern noch irgendwohin viel früher. Dorthin, wo szenige Underground-Musik entstand, in welcher Form auch immer. Das Ganze hat den Charme einer audiovisuellen Beschau einer in einem längst verschütteten Bunker-Keller, der einst mal ein Kult-Club war, aufgefundenen Musik-oder Videokassette mit entsprechenden Abspielgeräten, wie sie bis maximal Mitte der Achtziger verwendet wurden, aber noch immer ihren Dienst tun.

Wüsste man nicht, dass Modell Bianka erst vor ein oder zwei Jahren in Hannover so richtig an den Start gegangen sind, könnte man das aktuelle Werk als Ausschnitt einer Band-Dokumentationen mit bislang unveröffentlichtem Material aus dem subkulturellem Umfeld von Musikmetropolen in den späten Siebzigern oder frühen Achtzigern an die Frau oder an den Mann bringen. Dass es so eine eckig musizierende Band mit Haltung und Attitüde heute noch gibt, könnten sich Nostalgiker gut gestimmt fragen.

Im August auf der Fährmannsfest-Kulturbühne in Hannover

Modell Bianka folgen aktuell nicht nur mit dieser Song-Interpretation den Sternen. Am 31.August sind die Hannoveraner als support von Frank Spilker & Co. im Club Speicher im schleswig-holsteinischen Husum zu Gast.

Zuvor aber geht es zum Heimspiel auf das diesjährige Fährmannsfest Anfang August. Dort werden Modell Bianka am 5.August auf der Kulturbühne auf der Faustwiese auftreten. Auf dem Fährmannsfest spielten im letzten Jahr ebenfalls Die Sterne, wenn auch auf der Musikbühne auf der gegenüberliegenden Seite der Ihme. Ein Kreis scheint sich dennoch zu schließen, irgendwie.

INFO-BOX

Links
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externer Link www.faehrmannsfest.de
externer Link www.diesterne.de

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