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Desolation feiern den Metal mit den Gästen am Schillerdenkmal

Eine Insel voller Klänge

Hannover feiert die Fête de la Musique

22. Juni 2018, Von: Tobias Lehmann, Foto(s): Tobias Lehmann

Es war wieder ein Fest der Superlative: Rund 1200 Musiker begeisterten rund 60 000 Besucher bei der Fête de la Musique in Hannover. Das Festival feierte in der Landeshauptstadt seinen zehnjährigen Geburtstag. Die stilistische Vielfalt reichte von Rock bis Hip Hop, von Jazz bis Klassik. Und am Schillerdenkmal regierte der Metal.

„Ist das geil. Mitten in der Innenstadt und direkt in die Fresse.“ Mit diesen Worten begrüßte der Sänger der progressiven Metal-Band Desolation die Gäste am Abend auf der Bühne vor dem Schillerdenkmal. Auf der „30666 Metal Stage“ spielten sieben Bands aus Niedersachsen sowie die Gruppe Solence aus der Unesco City of Musik, Nörrköping in Schweden. Hier gab es den richtigen Wumms. Die langen Haare vieler Musiker flogen um die Wette, die Gäste ließen sich von dem wahnsinnigen Tempo mitreißen und feierten Bands wie Scarnival, Critical Mass oder eben Desolation. Gelegentlich ging aber auch ein zufälliger Besucher mit zugehaltenen Ohren an der Bühne vorbei.
Vorschau Bild 1Vorschau Bild 2Vorschau Bild 3Fotostrecke (5 Bilder) -Foto(s): Tobias Lehmann
Doch für diejenigen, die den Metal nicht feiern können, gab es zahlreiche Alternativen. Wie jedes Jahr verwandelte sich Hannovers Innenstadt in eine Insel der Musik. Während es am Schillerdenkmal ordentlich rockte, gab es nur wenige Meter weiter am Hauptbahnhof Chormusik zu hören. Dort präsentierte zum Beispiel der Chor Twist & Shout eine berührende Version von Ben E Kings „Stand By Me“. Mit ihrem zauberhaften Poesie-Pop begeisterten Milou & Flint auf der PPC-Bühne am Opernplatz. Dabei stellten sie auch Lieder aus ihrem neuen Album vor, das im September veröffentlicht werden soll.

Viele zufriedene Gesichter

Die Fête de la Musique wird von der Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit dem Musikzentrum und 50 weiteren Kooperationspartnern ausgerichtet. Der internationale Flair zeigte sich unter anderem am Kröpcke. Dort spielten verschiedene Bands aus den Partnerstädten Hannovers. Ausgefeilten Alternative-Rock gab es am Abend mit der hannoverschen Band Boy Adam. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war auch wieder der Cirque Electrique am Goseriedeplatz. Dort sorgten rund 30 Djs für eine ausgelassene Elektroparty.

Dabei waren die Voraussetzungen für den zehnjährigen Geburtstag der Fête de la Musique gar nicht so gut. Noch am Morgen regnete es heftig. „Wir dachten, wir schwimmen hier weg“, sagte der Sänger der Pop-Rockband Kompass13 auf der Bühne am Steintor. Zudem läuft die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch davon ließen sich die Besucher nicht abhalten, zudem der Nachmittag und Abend dann auch trocken blieben.

Die Zahl der so deutlich zufriedenen Gesichter wird an kaum einem anderen Tag in der Innenstadt so hoch sein wie bei der Fête de la Musique. Vielleicht noch kurz vor Weihnachten, wenn Eltern alle Geschenke für ihre Kinder gekauft haben und die adventliche Atmosphäre noch ein wenig genießen können. Doch Musik beseelt eben einfach. Auch wenn nicht jede gefällt. Das wird durch die Vielfalt relativiert. Der Fluss der Töne reißt an diesem Tag niemals ab. Auf die nächsten zehn Jahre!

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