Bildrechte: Constantin Rimpel

Beeindruckend: The Hirsch Effekt bei ihrer "Eskapist"-Show im MusikZentrum

Kreativexplosionen

The Hirsch Effekt beeindruckten im MusikZentrum

10. November 2017, Von: Andreas Haug, Foto(s): Constantin Rimpel

Heimspiel und ein haushoher Sieg, so könnte man das gestrige Konzert der Hannoveraner Artcore Band The Hirsch Effekt im MusikZentrum zusammenfassen, würde man einen sportlichen Vergleich ziehen. Das Trio um Gitarrist Nils Wittrock, Bassist Ilja Lappin und Schlagzeuger Moritz Schmidt schaffte es mühelos, das Publikum im anständig gefüllten MusikZentrum mit einer schwer festzumachenden Musikmixtur zu beeindrucken und zu begeistern. Die Veranstaltung war weniger ein musikalischer Auftritt ein talentierten Band, sondern vielmehr eine einzige Erfahrung für alle Sinne.

„Eskapist“ ist der Titel des neuen The-Hirsch-Effekt-Albums. Bemüht man die Wikipedia-Definition von „Eskapismus“ bekommt man eine wohl recht schlüssige Orientierungshilfe für die Musik der Band und ihre Darbietung am gestrigen Donnerstagabend im MusikZentrum. „Realitätsflucht“ oder „Weltflucht“ sind Schlagworte oder ausformuliert –Wikipedia-Zitat- „Eskapismus (…) bezeichnet die Flucht aus oder vor der realen Welt und das Meiden derselben mit ihren Anforderungen zugunsten einer Scheinwirklichkeit, d.h. imaginären oder möglichen besseren Wirklichkeit.“ Alles klar?
Vorschau Bild 1Vorschau Bild 2Vorschau Bild 3Fotostrecke (4 Bilder) -Foto(s): Constantin Rimpel
The Hirsch Effekt brechen nicht erst seit gestern mit gängigen Mustern oder Formaten der Rockmusik und deren Darbietung auf der Konzertbühne. Bei ihrem Hannover-Konzert spielen sie tatsächlich Musik wie aus einer anderen Welt, mindestens aber mag man das als Einblick in eine noch nicht näher bestimmte Zukunft verstehen. Alle Regeln und Grenzen sind aufgehoben, es geht um Leidenschaft, Spielwitz und Ausdruck. Um das Ausbrechen, sowieso. The Hirsch Effekt liefern vor geschätzt rund 200-250 Besuchern eine brachial-virtuose Darbietung ab, die sich gewaschen hat.

Spannung zu Ekstase

Die Band öffnet eine Wundertüte an Originalität. Erst behutsam, bis sie schließlich – weit aufgerissen- über den bald moshenden ersten Reihen in der Halle ausgekippt wird. Progressive-Rock-Jazz-Metal-Alternative-Post-Rock-Deathcore mit elektronischen Synthie-und Streicher-Einspielern aus der Konserve verfeinert. Diese Beschreibung kann nur ein Versuch sein, der das künstlerische Wirken dieser drei Ausnahmemusiker in eine ungefähre stilistische Richtung rückt.

Schon zu Beginn der fast 90-minütigen-Show werden die Besucher Zeugen vieler Kreativexplosionen auf der Bühne. Ein Break, eine Überraschung jagt die andere. Halsbrecherische Rhythmik, Härte, schwindelerregende Gitarrensoli, intensiver, beinahe klagender Gesang der urplötzlich in dunkel-tiefe Growls oder grelle Screams mündet, während die herausragende Lichtkonzeption mit Stroboskop-Effekten und allerlei Wechsel-Szenen-Bildern sekündlich neue Reize versprüht.

Gute Musik, so sagen manche Experten, zeichne sich durch einen Wechsel aus Spannung und Endspannung aus. Für The Hirsch Effekt übersetzt möchte man den heutigen Abend wie folgt resümieren: Herausragende Musik ist ein sehr weiter Brückenschlag von Spannung zu Ekstase. Ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.

INFO-BOX

Links
externer Link www.facebook.com/thehirscheffekt
externer Link www.musikzentrum-hannover.de
externer Link www.hannover-concerts.de

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