Bildrechte: Christoph Meyer

Eröffneten Samstagvormittag das Programm auf der M´era Luna Hauptbühne: Circus Of Fools.

Porzellan und Vampirzähne

M’era Luna-Festival in Hildesheim feiert und hilft

14. August 2017, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Meyer(1),2-6 (s.Gal.)

Bereits seit der Jahrtausendwende gehört das M’era Luna im niedersächsischen Hildesheim zu einem festen Termin der schwarzen Szene. Hier treffen sich vorwiegend Fans aus Genres wie Wave, Dark-Rock, Gothic und Metal, um zusammen nationale und internationale Acts genießen. Auch in diesem Jahr bot das Festival, das sich auf dem Flugplatz Drispenstedt niedergelassen hat, wieder ein breites Line-Up mit Bands wie Korn, Project Pitchfork, Feuerschwanz oder Eden Weint Im Grab und zog damit so viele Besucher an, dass bereits zwei Wochen vorher keine Kombitickets und nur noch Tageskarten erhältlich waren. Ein Streifzug über das Festival am Samstag, abseits der großen Bühnen.

Doch der Wettergott meinte es schon im Vorfeld nicht sonderlich gut. Denn bereits kurz vor dem Festivalwochenende wurde die Region um Hildesheim von Regengüssen getroffen, was mancherorts zu massiven Überschwemmungen führte. Die deutsche Band ASP entschied sich zusammen mit dem M’era Luna für schnelle finanzielle Hilfe. Ebenso wurden auch am Festivalwochenende selbst alternative Park- und Shuttlemöglichkeiten für die eigentlich vorgesehenen, aber aufgeweichten und nicht nutzbaren Acker organisiert.

Auf dem Festivalgelände bietet sich dann eine vielfältige Mischung aus Musik, Accessoires und verschiedenen Attraktionen. Wenn die Blicke nicht gerade an zwei überdimensionalen Steampunk-Fahrrädern hängen, dann drängen die Ohren hin zu den verschiedenen Stages, die In- und Outdoor viel Platz zum Tanzen und Feiern lassen. Am ersten Abend sind das unter anderem Circus Of Fools, Subway To Sally, die Hannoveraner Unzucht oder schließlich Korn, die am späten Abend den Headliner geben.
Vorschau Bild 1Vorschau Bild 2Vorschau Bild 3Fotostrecke (5 Bilder) -Foto(s): Meyer(1),2-6 (s.Gal.)
Weder der gelegentliche Regen von oben, noch der daraus resultierende schlammige Boden trüben die Stimmung wesentlich und wem die Nässe doch etwas zusetzt, der kann durch Zelte mit Feder- und Hornschmuck streifen; Porzellan oder Fledermaustaschen bestaunen, sich spontan für ein Piercing oder individuell angepasste Vampirzähne entscheiden oder nach neuen Patches suchen.

Die Tätowiermaschine summt in rhythmisch-hypnotischer Manier, während man sich an einer anderen Ecke von fleißigen Händen bei der Massage durchkneten lassen kann. Eine Festival-eigene Academy bietet zudem Workshops und Vorträge an.

Um das Infield herum gibt es Gerichte für alle Lebenslagen und aus allen Ecken der Welt. Mit Lachsdöner, Gemüsereis und Süßigkeiten lassen sich der große und kleine Hunger zwischen den Acts stillen und gleichzeitig Gerichte von Asien bis Arabien entdecken. Ein Mittelaltermarkt bietet zusätzlich Met und Wein. Während Korsetts und Stiefel nachgeschnürt werden, schallt der Soundcheck über das flache Gelände, sodass man auch auf dem Campingplatz das aktuelle musikalische Programm verfolgen kann.

Doch auch der soziale Aspekt kommt zwischen all den Genres und Eindrücken nicht zu kurz. Direkt neben dem Info-Stand wird Food- und Cloth-Sharing angeboten, sodass man zwischendurch Brot, Äpfel oder Shirts eintauschen und finden kann. So bot das M’era Luna auch in diesem Jahr eine durchnässte, aber gute Atmosphäre für Fans, Künstler und Besucher.

INFO-BOX

Links
externer Link www.meraluna.de
externer Link www.facebook.com/meralunafestival
externer Link www.fkpscorpio.com

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