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Bildrechte: Lisa Eimermacher

Intime Atmosphäre: Face To Face bei ihrem Konzert im Mephisto.

Eine Show für Freunde

Face To Face spielen intimes Konzert im Mephisto

27. Juli 2017, Von: Lisa Eimermacher, Foto(s): Lisa Eimermacher

Face To Face leben den „SoCal-Punk-Rock-Spirit“ noch immer in vollen Zügen aus. Neben ihren südkalifornischen Kollegen wie NOFX, Guttermouth und The Offspring zählen sie seit den 26 Jahren ihres Bandbestehens zu den Urgesteinen der kalifornischen Punk-Rock-Szene. Am gestrigen Abend spielte die Band aus Victorville eine intime Clubshow im Mephisto des Kulturzentrum Faust in Hannover, die laut Sänger und Gitarrist Trever Keith eher einer Show für Freunde glich.

Ebenso familiär und freundschaftlich wirkt es auch, als die vier Punkrocker die überschaubare Bühne des Clubs betreten. In einwandfreiem Deutsch begrüßt Frontmann Trever Keith das Publikum: „Wie geht’s, Hannover!?“, während Gitarrist Dennis Hill euphorisch auf und ab springt und die Arme zur Begrüßung ausbreitet. Sobald der erste Song „You Lied“ den Abend einläutet, gibt es kein Halten mehr und so gut wie jeder Körper im Mephisto ist in Bewegung.

Etwa 200 Besucher haben sich laut Veranstalter an diesem Abend im Mephisto zusammengefunden, um diesen Abend als unvergessliches Erlebnis mit den besten Punk-Rock- Freunden zu erfahren.

Von Angesicht zu Angesicht mit den Fans

Band und Publikum spielen sich gegenseitig energetische Bälle zu, die Interaktionen sind durch den komprimierten Raum noch direkter, roher und ehrlicher. Keine Barrikade, keine Security trennen sie. Zwischen den Fans, die munter von der Bühne stagediven, taucht auch Gitarrist Dennis Hill mit seinem Instrument im Schlepptau in die Menge ein.
Vorschau Bild 1Vorschau Bild 2Vorschau Bild 3Fotostrecke (3 Bilder) -Foto(s): Lisa Eimermacher
Obwohl die Setlist, die auf der Bühne aufgeklebt ist, zwölf Songs enthält, fädeln Face To Face klammheimlich einige weitere Stücke in ihr Set mit ein. Klassiker wie „Complicated“, „Bill Of Goods“ und „I Won’t Lie Down“ dürfen neben den auf der Setlist genannten Hits wie „Blind“, „Ordinary“, „A-OK“, „Walk The Walk“, „I Want“ und „You’ve Done Nothing“ selbstverständlich nicht fehlen und werden von den Fans dankbar bejubelt.

„Ab `A-OK` und `Walk The Walk` war die Crowd sowieso nur noch ekstatisch“, bemerkt Konzertbesucher Markus. „Es war schon super, wie die Leute zum Beispiel bei `I Want` ausgerastet sind“.

Aus ihrem aktuellen Album „Protection“, das im vergangenen Jahr erschienen ist, präsentierte das Punk-Rock-Quartett um Frontmann Trever Keith, Gitarrist Dennis Hill, Bassist Scott Shiflett und Drummer Danny Thompson auch neuere Stücke wie „Bent But Not Broken“, „Double Crossed“, „I Won’t Say I’m Sorry“ und „Say What You Want“.

Mit „Disconnected“, ihrem wohl größten Hit, setzen Face To Face dem ohnehin schon gelungenen Abend die Krone auf.

„Es fühlte sich eher nach einer Probe an, bei der wir für ein paar unserer Freunde spielten“

Frontmann Trever Keith hält bereits vor Beginn der Show am Merch-Stand die Stellung. Dort ist er auch nach dem Auftritt anzutreffen und macht dem Bandnamen alle Ehre. Es fühlt sich ein bisschen unwahr an, aber gleichzeitig auch richtig und ehrlich. Auch wenn es eine Ausnahme ist, hat man sofort ein Bild des jungen Trever in den 90er- Jahren vor Augen und davon, wie es wohl zu den Anfangszeiten der Band gewesen sein muss.

Trever erklärt die besondere Situation: „Diese Tour ist ein bisschen anders. Anfänglich waren nur drei Wochen in Europa geplant. Und dann eröffnete sich die Möglichkeit, ein paar Shows mit Lagwagon in Spanien zu spielen. Also hatten wir im Nachhinein vier oder fünf Nächte mit Club- Gigs zu füllen. Und so kamen ein Konzert in Berlin, eins in Hamburg, das hier in Hannover und dann morgen Nacht das Konzert in Köln zusammen. Aus diesem Grund hatten wir für diese Woche nicht wirklich eine Crew gebucht. Also bin ich einfach eingesprungen und mache die Arbeit“, lacht der Sänger.

All diese Voraussetzungen haben am Ende zur Besonderheit dieser Show beigetragen. Auch Trever zeigt keine Spur von Berührungsängsten. – Im Gegenteil.

„In den vergangenen Jahren haben wir in Hannover einige Male gespielt“, rekapituliert er und erzählt: „Das war, soweit ich mich erinnern kann, ein größeres Venue. Mir fällt der Name gerade nicht ein, aber das war eher so underground. Das war auch großartig. Bei dieser Show waren weniger Leute, aber für mich ist es so, dass es deshalb intimer war. Daher war es ein bisschen entspannter. Es fühlte sich nicht wie eine richtige Show an, bei der man sichergehen muss, dass man alles richtig macht. Es fühlte sich eher nach einer Probe an, bei der wir für ein paar unserer Freunde spielten. Ich mag diesen lässigen, entspannten Vibe dieser Show.“

Genau diese Einstellung macht die Band sympathisch. Anstatt nach Perfektion zu streben, steht Authentizität für sie an oberster Stelle. Und diese Ehrlichkeit wissen die Fans zu schätzen. „Face To Face machen genau das, was sie sollen. Sie kommen her als 90er-Jahre-Punk-Rock-Band, sie spielen genau das, was sich jeder Punk-Rock-Fan wünscht und sind der absolute Hammer“, sagt Fan Markus.

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externer Link www.facebook.com/facetoface
externer Link www.kulturzentrum-faust.de

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