Bildrechte: Norbert Pfeifer, musikmag.de

Rock-und Metal auf der Rock-und Dark-Stage im Wechsel: Das Rockharz-Festival 2017 lockte in den vergangenen Tagen 15.000 Besucher auf den Flugplatz nach Ballenstedt im Ost-Harz.

Metal an der Teufelsmauer

Rockharz Open Air zieht 15.000 Besucher an

10. Juli 2017, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Norbert Pfeifer, musikmag.de

Seit Anfang der 1990er Jahre lockt das Metal-Festival Rockharz Open Air zunehmend größere Menschenmengen in den Harz. Anfangs noch in Osterode am Harz, pilgern begeisterte Metalheads seit einigen Jahren auf den Flugplatz Ballenstedt, um internationale und aufstrebende Bands zu erleben. In diesem Jahr lockten Acts wie Heaven Shall Burn, Blind Guardian, Arch Enemy, In Extremo oder Unzucht und sorgten vom vergangenen Mittwoch bis Sonntag für ein verlängertes Wochenende der Extraklasse, das bereits knapp drei Wochen zuvor stolz vermelden konnte, bis auf wenige Tickets mit 15.000 Besuchern ausverkauft zu sein.

Der Rasen vor der Zwillingsbühne ist braun und plattgestanden, Konfetti liegt verstreut umher und Bauchtaschen und Fan-Shirts deuten unverkennbar auf die lang erwartete Lieblingsband hin. Hat man sich gerade an der einen Band sattgesehen, dann steht schon die nächste in den Startlöchern und so kann man bereits ab Mittag zu lokalen und internationalen Acts feiern. Die Zwillingsbühne, das Herzstück des Geländes, bietet dabei Orientierung auf dem Flugplatz, während man auf dem Infield Patches, Airbrush-Tattoos oder kulinarische Köstlichkeiten aller Art entdecken kann.
Vorschau Bild 1Vorschau Bild 2Vorschau Bild 3Fotostrecke (5 Bilder) -Foto(s): Norbert Pfeifer, musikmag.de
Wer nach einer durchfeierten Nacht schon früh auf den Beinen ist, für den kann sich der Aufstieg zur Teufelsmauer; auf dem Open Air auch Devils Wall genannt, durchaus lohnen. Wer es bis ganz nach oben schafft, dem bietet sich nicht nur ein Ort voller Sagen und Mythen, sondern auch ein herrlicher Ausblick auf das Campinggelände und das direkt angrenzende Infield. Wem das noch nicht reicht, der kann die eigentliche Funktion des Geländes nutzen und mit Kleinflugzeugen seine Runden über das Open Air drehen.

Es ist ein Festival-Freitag wie aus dem Bilderbuch, auch wenn die Sonne gelegentlich hinter Wolken verschwindet oder von einem erfrischenden, kurzen Regenschauer abgelöst wird. Gefeiert wird sowohl vor den Bühnen als auch auf dem Campinggelände, doch wie gehen Künstler, Besucher und Sicherheitspersonal nach den Ereignissen bei Rock am Ring mit dem Thema Terrorismus um?

„Alles easy“

Das Wort „Angst“ scheint es nicht zu geben, wie die Epic- Death- Metal-Band Kambrium im Gespräch erklärt. „Angst haben wir hier in keinster Weise und das war für uns auch nie ein Thema“, resümiert die fünfköpfige Band aus Helmstedt, „es wäre auch traurig, wenn man sich von solchen Ereignissen leiten lassen würde.“ Und auch unter den Besuchern scheint die Einstellung entspannt zu sein. Sätze wie „Alles easy!“ fallen häufig mit einem ruhigen Lachen im Gesicht. Das fällt auch dem Securitypersonal auf, das das gesamte Gelände wachsam betreut. „Zwar haben wir verstärkte Kontrollen, doch die resultieren nicht aus den Ereignissen bei Rock am Ring heraus, sondern eher durch politische Geschehnisse und weltpolitische Entwicklungen“, erklärt ein Wachmann am Ausgang des Infield, „wir stellen aber fest, dass die Besucher die strengeren Kontrollen sehr begrüßen und zu uns kommen, um sich zu bedanken, statt sich darüber zu beschweren.“

Bereits nach wenigen Stunden ist man mit dem allsommerlichen Festival-Fieber infiziert und will nicht mehr davon loskommen. Die Mischung der Acts in Kombination mit einer einmaligen Location und viel Rahmenprogramm machten das Rockharz Open Air auch in diesem Jahr zu einem, zurecht ausverkauften, Metal-Festival, das einige wilde Tage in familiärer Atmosphäre feierte.

INFO-BOX

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