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Weg von Bühnen und Zäunen

TÜV Nord zum Verhalten bei Gewitter auf Festivals

24. Juni 2017, Von: Redaktion

In den letzten Jahren und ganz aktuell in Hannover wurden Open-Air-Konzerte und –Festivals von Unwettern, oft begleitet von Gewittern heimgesucht. Prominente Beispiele sind unter anderem das Rock-Am-Ring-Festival 2016 oder auch das Guns N´Roses Konzert am vergangenen Donnerstagabend vor 70.000 Besuchern auf dem Messegelände in Hannover. An diesem Wochenende geht unter anderem das Hurricane-Festival, eines der größten in Deutschland über die Bühnen in Scheeßel. Der TÜV Nord in Hamburg gibt Tipps, wie sich Festivalbesucher im Falle eines Unwetters am besten schützen können.

Regen, Sturm und Gewitter sind mindestens unangenehme Begleiterscheinungen im Sommer, bei Open-Air-Konzerten und Festivals unter freiem Himmel auf einem weitläufig freien Gelände können Unwetter mit diesen Begleiterscheinungen für alle Beteiligten, insbesondere die Besucher sehr gefährlich werden.

Ziehen Gewitter auf oder zucken schon die ersten Blitze am Himmel sind die Verhaltensmaßregeln bei Open-Airs nicht viel anders als in freier Natur. Ein ziemlich sicherer Ort ist ein Auto, da dieses nach dem Prinzip eines faradayschen Käfiges einen möglichen Blitzeinschlag am besten verkraftet, weil es die Energie von der Karosserie über die Räder in die Erde ableitet.

Wer es nicht mehr rechtzeitig ins Auto schafft, solle in die Hocke gehen, die Beine und Füße zusammenstellen, die Beine mit Armen und Händen umfassen und sich klein machen, rät Olaf Jastrob, Referent für Veranstaltungs-und Besuchersicherheit bei der TÜV Nord Akademie in Hamburg.

Im Zusammenhang mit Freiluftkonzertveranstaltungen weist Jastrob besonders darauf hin, dass sich Besucher von Bühnenbauten und Zäunen fernhalten sollten. Ebenfalls böten Bäume keinen wirklichen Schutz, da sie eine Angriffsfläche für Blitze böten. Bühnen und Sperrzäune, die sich von ihrer Umgebung bei Festivals stark abheben, zögen Blitze verstärkt an, außerdem werde die unmittelbare Umgebung drumherum zu einem gefährlichen Ort, beschreibt Olaf Jastrob die Szenerie weiter.

Eine Gefahr bildeten auch Zelte und Aufbauten, von denen sich Teile lösen und die Luft geschleudert werden könnten, das Beste sei es daher rechtzeitig Schutz zu suchen, in jedem Fall die Ruhe zu bewahren, sich in Richtung der Fluchtwege zu orientieren und den Aufforderungen der Veranstalter und deren Sicherheitspersonal Folge zu leisten, so der Referent für Veranstaltungs-und Besuchersicherheit beim TÜV Nord.

Beim Konzert am vergangenen Donnerstagabend auf dem Messegelände in Hannover kam es offenbar zu keinen größeren Problemen. Nach einer Unwetterwarnung wurde die Show von Guns N´Roses für längere Zeit unterbrochen. Bis weitergespielt werden konnte, wurden die Besucher aufgefordert, in drei leeren Messehallen Schutz vor Blitz, Donner, Starkregen und Sturm zu suchen.

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