Bildrechte: Jeff Kahra

Bitte alle mitsingen: Staubkind bei ihrem Konzert im ausverkauften MusikZentrum.

Positive Mutmacher

Staubkind im ausverkauften MusikZentrum

19. März 2017, Von: Andreas Haug, Foto(s): Jeff Kahra

Nur wenige Tage vor Frühlingsbeginn läutete die Berliner Pop-Rock-Band Staubkind in Hannover eine Art musikalisches Frühlingserwachen ein. Im ausverkauften MusikZentrum setzen Staubkind am gestrigen Samstagabend beim Großteil des Publikums eine Menge positiver Gefühle frei. Es gab Songs voller Wärme, Lieder voller Hoffnung auf etwas Schönes und Besseres im Leben. Die Staubkind-Fans in Hannover ließen sich von der Band fesseln und mitnehmen, einigen war die Darbietung dagegen eine Spur zu leicht und auch zu seicht.

Wenn irgendwo inhaltlich positiv ausgerichtete, melodische und eingängige Popmusik gespielt wird, scheiden sich oft die Geister. Was dem einen zu glatt und zu nett ist, trifft bei anderen voll ins Schwarze, respektive vielmehr ins Herz. Über Staubkind und ihre Show in Hannover gehen die Meinungen im und rund um das MusikZentrum durchaus auseinander. Mehr Schlager als Rock, Kitsch und Kommerz sagen die einen, andere freuen sich einfach nur über ein sehr stimmungsvolles Konzert im ausverkauften Club in der Emil-Meyer-Straße in Hannover.
Vorschau Bild 1Vorschau Bild 2Vorschau Bild 3Fotostrecke (3 Bilder) -Foto(s): Jeff Kahra
Im Mittelpunkt der Show ist stets Sänger und Gitarrist Sven Louis Manke, der eine Groß-Arenen-reife Performance auf die Bühne bringt. Immer wieder motiviert er das Publikum zum Mitmachen und das lässt sich nicht lange bitten: Rhythmisches Klatschen, Armeschwingen und das Anstimmen von Oooohooohoo-Chören gehören heute Abend zum immer wiederkehrenden Standardrepertoire. „Hannover, könnt ihr noch?“, ruft Frontmann Manke schon während des vierten Songs in die Menge.

Popmusik als Vehikel

Staubkind haben kürzlich ihr neues Album „An jedem einzelnen Tag veröffentlicht“ und die Band freut sich am heutigen Samstag sehr, dass die Platte in die Top-10 der Albumcharts eingestiegen ist. Man habe am Vortag nach der Show in Magdeburg ausgiebig gefeiert, klärt der Sänger auf, der noch weitere Einblicke in Kuriositäten des Tourlebens gibt. Ebenfalls ins Magdeburg habe er festgestellt, dass er versehentlich vergessen haben, ein bestimmtes Paar Schuhe einzupacken, weshalb kurzerhand ein neues gekauft werden musste, das er heute in Hannover trage.

Man gibt sich auf Augenhöhe mit dem Publikum, das Verhältnis zwischen Band und Fans wirkt schnell familiär. „Immer wenn es anfängt“ ist der erste Song des fast zweistündigen Konzerts und das Publikum ist sofort dabei, singt und klatscht mit. Das ist auch bei Songs wie „Lauter leben“ oder dem neuen eingängigen Pop-Rocker „Das Beste kommt noch“ nicht anders.

Überhaupt scheint es darum zu gehen, mit dem Vehikel Popmusik eine Solidargemeinschaft zu bilden und zu stärken, der an einem schönen Leben mit positiven Perspektiven gelegen ist. Bei allen schlechten Nachrichten oder scheinbar ebensolchen Entwicklungen, ob für Menschen persönlich oder im großen Ganzen – Staubkind und ihre Musik sind positive Mutmacher, Kitsch und Gefühlsduseleien hin oder her. Wer sich darauf einlässt und das sind hier die meisten, lässt sich von der positiven Botschaft von Staubkind anstecken.

Perfekter Unterhaltungsprofi

Band und Sänger sind gut aufgelegt, Sound und Show so, wie es sich für ein nahezu perfekt abgestimmtes Popkonzert gehört. Zwischen den vielen tanzbaren Songs zum Schwelgen, Feiern und Mutigsein, gibt es sentimentale Balladen, bei denen die eine oder andere Träne kullert. „Kleiner Engel“ ist so ein Titel.

Sven Louis Manke schafft es mühelos, das Publikum für sich und die Band zu gewinnen. Er macht den Eindruck eines perfekt vorbereiteten Unterhaltungsprofis, wirkt aber keinesfalls abgezockt oder gar abgehoben.

Da, wo die Welt hart, kalt oder dunkel erscheint, wollen Staubkind mit ihrer Musik Licht und Wärme bringen. Es ist sicherlich größtenteils eine Illusion, aber eben das ist auch ein Aspekt von Pop-Entertainment. Entscheidend ist letztlich, den Besuchern eine schöne Zeit zu bescheren.

Das gelingt Staubkind hier im MusikZentrum ziemlich hervorragend und als mit „Fliegen lernen“ der letzte Song des Konzerts erklingt, ist es nochmal das Gemeinschaftgefühl hier unter den Staubkind-Fans und nicht wenige dürften mental gestärkt und guter Dinge den Heimweg angetreten haben.

INFO-BOX

Links
externer Link www.staubkind.de
externer Link www.living-concerts.de
externer Link www.musikzentrum-hannover.de

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