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Bildrechte: Sabrina Kleinertz

Solar Fake, hier Sänger Sven Friedrich, sorgten mit ihrem Akustik-Konzert in der über 100 Jahre alten Markuskirche in Hannover für eine ganz besondere Atmosphäre.

Beats in heiligen Hallen

Solar Fake eröffnen Tour in der Markuskirche

04. März 2017, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Sabrina Kleinertz

Nachdem Sven Friedrich und André Feller von Solar Fake zu Beginn des Jahres einige Konzerte in Amerika spielten, eröffneten sie am gestrigen Freitag ihre aktuelle Tour in der Markuskirche in Hannover, wobei die Fans die ungewohnt akustischen Klänge sichtlich genossen. Zusammen mit Dirk Riegner (Piano), M. Scholz (Violine) und Benni Cellini (Cello) bot das 2007 gegründete Duo einen Abend in besonderer Atmosphäre.

Bisher ordnete man Solar Fake eher dem Electro oder Synthie- Pop zu, doch an diesem Abend bewiesen sie in verstärkter Akustik-Besetzung, dass auch die seichteren Töne kein absolutes Neuland sind. Mit viel Gefühl und klaren Melodien erhellte Solar Fake die über 100 Jahre alte Kirche

Als die Musiker um kurz nach acht Uhr die Bühne betreten, ahnen sie noch nicht, dass ihr Tourauftakt einige kleine Tücken für sie bereithält. Nach einer kurzen Begrüßung stimmt man den ersten Song an, als fragende Blicke zwischen Sven Friedrich, André Feller und ihren Kollegen hin und her wandern. Frontman Friedrich muss selbst lachen, als er den Song abbricht. „Ihr habt den Song erkannt, obwohl wir ihn vergeigt haben- geil“, freut sich der Sänger und versucht währenddessen die technischen Probleme am Laptop zu beheben. Die Besucher nehmen das Ganze entspannter als die Musiker selbst und scherzen aufmunternd aus den ersten Sitzreihen gen Bühne.

Nachdem die sprichwörtlichen Startschwierigkeiten überwunden sind, richten sich Solar Fake zusammen mit ihren Gastmusikern mehr und mehr in der Gastgeberrolle ein. Zwischen den Songs, die in akustischer Besetzung oftmals noch emotionaler daherkommen als im Original, stimmen Sven Friedrich und André Feller mit Anekdoten und Aufforderungen auf das jeweils folgende Lied ein. „Jetzt kommt eine Sache, die beim deutschen Publikum im Allgemeinen nicht so gut ankommt“, verrät Feller, während er die Hände zum Klatschen nach oben nimmt. Auf die an diesem Abend anwesenden Fans scheint diese Abneigung nicht zuzutreffen. Klatschen, Applaus und vereinzelter Jubel schallt durch das riesige Gebäude.

Das bunt gemischte Repertoire bietet dabei für jeden die Gelegenheit, in der eigenen Gefühlswelt zu schwelgen. Sowohl Songs vom aktuellen Album „Another Manic Episode“, als auch ältere Stücke und Cover schallen durch das Kirchenschiff und klettern die hohen Wände empor.

Schlussendlich entpuppt sich der Abend nach anfänglichen Stolpersteinen als erfolgreicher Tourauftakt, der nach rund zwei Stunden Konzert mit einer zweifachen Zugabe endet und sowohl den Besuchern als auch der Band ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird.

INFO-BOX

Links
externer Link www.solarfake.de
externer Link www.facebook.com/SolarFake
externer Link www.livingconcerts.de

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