Gesperrte Videos offenbar Geschichte

GEMA und YouTube unterzeichnen Lizenzvertrag

02. November 2016, Von: Redaktion

Für viele, die vor allem Musikvideos im Internet präsentieren und konsumieren, war es am gestrigen Dienstag wohl die Nachricht des Tages. Die GEMA und YouTube haben sich nach jahrelangen, mitunter zähen Verhandlungen auf den Abschluss eines Lizenzvertrages geeinigt. Dadurch erhalten Urheber respektive Komponisten, deren Werke zum GEMA-Repertoire gehören, zukünftig eine Vergütung für auf YouTube veröffentlichte Videos. Nutzer dürfte freuen, dass die so genannten Sperrtafeln bei einigen Videos ab sofort Geschichte sein dürften.

Für Musik-und Videofans war es über Jahre ein Ärgernis. Klickte man auf YouTube einige Videos an, dann konnte es passieren, dass eine Sperrtafel erschien. Der Hinweis darauf war, dass das entsprechende Video in Deutschland nicht verfügbar sei, da das Video Material aus dem GEMA-Repertoire enthielte und sich die GEMA und YouTube nicht über eine Vergütung geeinigt hätten.

Die Kritik der GEMA als Vertretung ihrer Mitglieder, der künstlerischen Urheber / Komponisten war, dass YouTube keine angemessene Vergütung für die öffentliche Verfügbarmachung der Werke auf ihrer Internetplattform zahle, so, wie es sonst unter anderem seitens Radiosendern, TV-Stationen, Club-und Diskotheken-Betreibern sowie Konzertveranstaltern üblich war und ist. Die Folge war die Sperrung einiger Videos für YouTube-Nutzer in Deutschland.

Seit dem gestrigem Dienstag, den 1.November dürften so gut wie alle Sperren dieser Art aufgehoben sein, einige, noch vor wenigen Tagen gesperrte Videos konnten bereits gestern aufgerufen werden.

Der Hintergrund ist, dass sich die GEMA und YouTube nach vielen Jahren der Verhandlungen nun auf einen Lizenzvertrag geeinigt haben, der bereits unterzeichnet wurde. Der Abschluss dieser Einigung wurde am gestrigen Dienstag mittels einer Pressemitteilung seitens der GEMA öffentlich kommuniziert.

„Durch diesen Abschluss werden die Mitglieder der GEMA auch für die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken auf der weltweit reichweitestärksten Online-Video-Plattform vergütet. Die GEMA löst mit der Vertragsunterzeichnung ihren treuhänderischen Verwertungsauftrag gegenüber ihren Mitgliedern ein.“, heißt es in der Mitteilung.

Weiterhin unterschiedliche Rechtsauffassungen

Es bestünden jedoch weiterhin unterschiedliche Rechtsauffassungen zwischen YouTube und der GEMA darüber, ob YouTube oder die Uploader für die Lizenzierung der genutzten Musikwerke verantwortlich sind, heißt es weiter. In diesem Zusammenhang sei die Politik gefordert, einen klaren Rechtsrahmen zu schaffen, es müsse ein „modernes Urheberrecht“ geschaffen werden, das den Musikschaffenden ermöglicht, ihren wirtschaftlichen Anteil an der digitalen Wertschöpfung geltend zu machen, meint GEMA-Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Heker.

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