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Laut eigener Aussage illegal: Die Berliner Rockband Stray Mood spielte Sonntagnachmittag am Nordufer des Maschsees.

„Wir sind die Stadt“

Stray Mood mit Straßen-Konzert am Maschsee

26. September 2016, Von: Andreas Haug, Foto(s): Brigitte Haug

„Wir sind die Stadt, Fuck The System!“ ruft Sänger Simon Peters in die Zuschauer-und Zuhörermenge am Nordufer des hannoverschen Maschsees. Hier hatten sich am gestrigen Sonntag bei strahlendem Sonnenschein die vier Musiker der Berliner Indie-Band Stray Mood aufgebaut und ein scheinbar nicht angemeldetes und nicht genehmigtes Straßenmusik-Konzert gespielt. Ein kleiner Generator mit der Aufschrift „Gema weg“ liefert den Strom für eine groovige Soul-Blues-Rock-Show im 70er Jahre Gewand.

Stray Mood sind seit einigen Tagen in Hannover, spielt hier und da Straßenmusik-Auftritte, wie kürzlich unter anderem am Kröpcke. Aber auch Shows in Clubs wie im Béi Chéz Heinz oder in der Glocksee wurden absolviert oder sind noch geplant.

„Wir sind illegal hier“, erklärt Frontmann Simon den freudig dreinblickenden, mitwippenden und kräftig applaudierenden Sonntagsspaziergängern am Maschsee. Man würde sich über eine kleine finanzielle Unterstützung freuen, wie etwa durch den Kauf der Debüt CD. Es seien hier und da Ordnungsstrafen zu zahlen, zudem wolle man die Veröffentlichung des zweiten Albums finanzieren, für das die Band jüngst zu Aufnahmen im Studio weilte, erklärt Simon weiter.

Er und seine drei musikalischen Mitstreiter, Gitarrist Burak Kocaman, Schlagzeuger Thomas Söllner und Bassist Markus Söllner liefern hier am Maschsee einen runden groovigen Rock-Gig mit Soul- und Blueszusätzen ab. Handgemacht, mit einfacher kleiner Gesangsanlage und ein paar Amps und Instrumenten. Die zahlreich lauschenden und verweilenden Sonntagsgäste am Nordufer haben augenscheinlich ihren Spaß. Da wagen auch etwas ältere Semester einen kleinen Tanz mit Eis am Stil.

Hier sind talentierte Musiker am Start, die möglicherweise auch eine Peter-Frampton-Platte aus den Siebzigern im heimischen Regal stehen haben oder zumindest mal eine gehört haben dürften. Ein Song könnte von der Machart und dem Gefühl fast schon aus „Frampton Comes Alive“ entstammen.

Blaulicht am Hotel

„Wir machen nichts anderes als Musik, fünf Tage die Woche, manchmal auch sechs oder sieben“, sagt Simon Peters und fährt fort: „Es macht wahnsinnig viel Spaß, wir leben einen Traum.“ „Chasing The Dream“ ist der folgende Song im Programm von Stray Mood.

Auch abseits der organisierten Fête de la Musique sind in Hannover offenbar Rockkonzerte auf der Straße möglich, ohne dass es größere Schwierigkeiten gibt. Die Soundqualität hier am Nordufer des Maschsees ist vorzüglich. Der Polizeiwagen, der während des Auftritts von Stray Mood mit Blaulicht am Courtyard Hotel scharf einbiegt und Richtung See rast hat scheinbar einen anderen Einsatz.

Während die Grooves und Sounds der Berliner noch bis zum Rudolf-von-Bennigsen-Ufer nahe des NDR Funkhauses zu hören sind, spielt auf dieser Höhe des Maschssees eine junge Frau Klarinette, ein Mann läuft mit einer Akustikgitarre durch die Gegend. Ein sonniger und warmer Sonntag mit nicht organisierter, aber vorzüglicher Live-Musik. Das dürfte der Musikstadt Hannover weitere Sympathiepunkte bringen. Der Band Stray Mood in jedem Fall.

INFO-BOX

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