Bildrechte: Leonid Schevelev

Kurzweilig, frisch und inspiriert: Hammerhai waren Headliner des zweiten Tages beim diesjährigen Strangriede-Open-Airs.

Gegen den Strich getanzt

Inspiriertes Musizieren an der Strangriede

05. September 2016, Von: Andreas Haug, Foto(s): Leonid Schevelev

Für an abseits gewohnter Kompositions-und Arrangement-Formate interessierte Rockmusikfreunde, hielt das Strangriede-Open-Air in der Nordstadt am zweiten Tag die eine oder andere Überraschung parat. Am vergangenen Samstag waren es vor allem Ninjasisters Of Funkey Pirate Doom und Hammerhai die aufhorchen ließen und sich in besonders kreativem Musizieren hervortaten. Da wurde vor der Bühne zuweilen auch mal gegen den Strich getanzt und breit gegrinst. Auch wenn etwas weniger Besucher als noch am Freitag den Weg zum „An der Strangriede Fest 2016“ fanden, war die Stimmung auch am zweiten Tag durchweg fröhlich bis ausgelassen.

Das Wetter meinte es abermals gut mit den Freiluftveranstaltungen am Samstag in Hannover und so konnte auch beim Strangriede-Open-Air in der Nordstadt in T-Shirt und kurzen Hosen verweilt, getanzt und gefeiert werden, je nach Gusto.

Wood & Valley, ein junger Solo-Künstler eröffnet um 16 Uhr mit Singer-Songwriter- Folk und Folk-Punk das kleine Festival. Ninjasisters Of Funkey Pirate Doom sind künstlerisch gehörig gegen den Strich gebürstet, was einige Neugierige auf dem Platz nahezu in Verzückung geraten lässt. Mit ihrem von einigen Brüchen durchzogenem, reichlich inspiriertem Mix aus Alternative-Funk, progressivem Rock, Punk und Metal sorgen die Emdener, die mittlerweile auch über Hannover, Hamburg und München verstreut leben für Spaß und erfrischende Unterhaltung.
Fotostrecke (5 Bilder) -Foto(s): Leonid Schevelev
Halfway Decent breiten im Anschluss in fast gewohnter Manier ihren harten, melodischen Post-Hardcore und Punk-Rock aus, ähnlich wie dann Motorblock über rund 60 Minuten ihre Rock´n´Roll-Maschine ziemlich hochtourig fahren und dampfen lassen. Heute in einem insgesamt etwas modifizierten Gesamtklangbild als bei früheren Shows.

Hammerhai spielen zum Abschluss des Open-Airs eine ihrer derzeit sehr seltenen Shows in Hannover. Bis auf ihr traditionelles Dezember-Konzert, das alljährlich im Béi Chéz Heinz über die Bühne geht (in diesem Jahr am 30.Dezember – d.Red.), ist die Band in Hannover äußerst selten bis gar nicht live zu sehen. Die seit knapp 20 Jahren aktive Band präsentiert sich motiviert bis in die Haarspitzen und äußerst spielfreudig. Das Publikum wird Zeuge eines zum Teil ungemein abwechslungsreichen und kurzweiligen Auftritts mit zahlreichen, mitunter äußerst frisch vorgetragenen Songs zwischen Rock, Ska, Reggae, HipHop und auch Metal. Vereinzelt auch sehr behutsam mit nicht näher definierten Core-Elementen versetzt.

Sänger und Frontmann Sölti serviert deutsche Songtexte mit Pfiff und Wortwitz. Vor der Bühne wird getanzt und auch in hinteren Reihen genießt die Band große Aufmerksamkeit. Augenscheinlich entdecken manche hier auf dem Strangriede-Open-Air die Band und ihre kreativ-inspirierten Kompositionen für sich. Die mehr als 90 Minuten vergehen wie im Fluge und als sich Hammerhai unter verdientem Applaus nach einer Zugabe verbeugen, mag man bilanzieren, dass bei dieser Show so ziemlich alles gepasst hat.

In der Strangriede Stage gibt es die Aftershow-Zugabe von der Punkband Fuckt, im Vorfeld hier und da fälschlicherweise ohne den Buchstaben „t“ angekündigt. Im kleinen Club geht es hoch her. Als hier nach schweißtreibender Show und rund einer dreiviertel Stunde Schluss ist, zeugt ein von Konfetti übersäter nasser Fließenboden von einer wilden Punk-Party. Für die Nordstadt als Keimzelle des hannoverschen Punk ein fulminanter Abschluss des zweitägigen Festes.

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