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Blasmusik bildete bei der Fête de la Musique in Hannover einen Schwerpunkt. Auch in ungewöhnlicher Konstellation mit Fahrradgenerator vor einer Bankfiliale.

Stilübergreifend gemeinsam feiern

Eindrücke von der Fête de la Musique

22. Juni 2016, Von: Tobias Lehmann, Foto(s): Tobias Lehmann

Von wummernden Elektro-Beats bis zum Heavy Metal ist es oft nur ein kurzer Schritt. Das hat einmal mehr die Fête de la Musique im Herzen Hannovers gezeigt. 3000 Musiker haben auf 39 Bühnen ein Lächeln in die Gesichter der Besucher in der Innenstadt gezaubert. Die ließen sich die Feier trotz des Deutschlandspiels in der Europameisterschaft nicht entgehen.

Es ist wie das Eintauchen in eine andere Welt. Wenn man aus der U-Bahn-Station am Kröpcke die Rolltreppe hinauf fährt, wird man sofort eingesogen in eine Welt voller Klänge, eine friedliche Welt. Auch das Wetter spielt mit und lässt das Lächeln der entspannten Gesichter in sanften Sonnenstrahlen leuchten. Am Kröpcke wird unter anderem funky gegrooved mit den Musikern von Brazzo Brazzone und Voodoo Soundclub.

Später stehen hier noch die Gewinner des Sixpack-Contests aus dem vergangenen Jahr auf der Bühne, die Indie-Popband You Silence I Bird.

Gleich nebenan steht wie immer eine kleine Elektromusic-Stage. Dort tanzen 20 bis 30 Musikbegeisterte verträumt in einem Regen aus Seifenblasen. Die große Elektro-Meile, der Cirque Electrique, ist wieder am Steintor aufgebaut. Dort wird viel getanzt, aber auch entspannt auf dem Rasen gesessen und einfach gelauscht. Auf anderen Bühnen wird Heavy Metal gespielt oder auch Hip-Hop oder Blasmusik. Und dennoch scheint trotz der unterschiedlichen Stile alles ineinander zu passen.
Vorschau Bild 1Vorschau Bild 2Vorschau Bild 3Fotostrecke (5 Bilder) -Foto(s): Tobias Lehmann
Auch außerhalb der offiziellen Bühnen nutzen viele Musiker den Tag, um sich zu präsentieren. So spielen zum Beispiel mehrere Bläser und ein charismatischer Sänger Ska-Punk vor der Targo-Bank und begeistern viele Zuschauer. Eine kleine Trommelgruppe ist auch unterwegs und spielt an verschiedenen Orten.

Nicht vergessen wird trotz der guten Stimmung ein ebenso wichtiges Ereignis. „Kann mir einer von euch sagen, wie das Spiel ausgegangen ist?“, fragt Sängerin Josi ihre Zuschauer am Platz der Weltausstellung um kurz vor 20 Uhr mitten in ihrem Auftritt. „Eins zu null“, rufen gleich mehrere und Josi lächelt. Dann geht es weiter mit ihrem melancholisch entspannten Pop mit deutschsprachigem Gesang.

Die Gedanken vieler Tänzer und Musiker sind also offensichtlich schon auch beim Spiel der deutschen Elf in Frankreich, doch gefeiert wird in der Innenstadt von Hannover. Zu recht ist es nach Berlin die zweitgrößte Fête de la Musique in Deutschland. Die Veranstaltung ist immer auch eine gute Visitenkarte für die Stadt. Denn stilübergreifend gemeinsam feiern, das können die Hannoveraner.

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