Bildrechte: Torsten Gadegast

Freuen sich über den 1.Platz: Die Rock-und Metalband Track Down Tracy gewann das Emergenza-Regionalfinale Hannover in der Faust.

Hannover-Bands dominieren

Track Down Tracy gewinnen Emergenza in der Faust

21. Mai 2016, Von: Andreas Haug, Foto(s): Torsten Gadegast | tipiPICS

Ganz viel Rock, ziemlich viel Metal . Am gestrigen Freitagabend stieg vor gut 350 Besuchern das diesjährige Regionalfinale des Emergenza-Newcomer-Wettbewerbs in der 60er-Jahre-Halle des Kulturzentrums Faust. Selten zuvor hatten sich so viele Bands aus Hannover und Region für das regionale Emergenza-Finale qualifizieren können. Es fehlten damit die Reisebusse und Horden von auswärtigen, feucht-fröhlich feiernden Fans, dafür verlief der Abend laut, rockig, entspannt und streckenweise ziemlich fröhlich. Am Ende hatte die Rock-und Metal-Band Track Down Tracy aus Wolfenbüttel die Nase vorn.

Es gab schon aufregendere, spektakulärere Emergenza-Final-Abende als am Freitagabend in der 60er-Jahre-Halle. Das mag daran gelegen haben, dass die üblichen Band-Schlachtenbummler fehlten, die früher aus entfernteren Städten mit Reisebussen und allerlei Alkohol und Stimmung im Gepäck nach Hannover zogen und in Konzerthallen eine Atmosphäre ähnlich der eines Fußballstadions schafften.

Zehn Bands spielen heute Abend so ziemlich exakt 18-minütige Slots und fast alle kommen aus Hannover und der Region, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wie etwa die Progressive-Metaller von Kyonic, aus dem Raum Braunschweig/Wolfenbüttel, die erst vor wenigen Tagen den dortigen local-heroes-Vorentscheid gewinnen konnten. Schaut man sich die heutige Show der jungen Band in Hannover an, dann kann man sich gut vorstellen, warum Kyonic derzeit mit viel Drive und Enthusiasmus Erfolge auf der Bühne feiern.
Fotostrecke (5 Bilder) -Foto(s): Torsten Gadegast | tipiPICS
Beim Emergenza-Finale treten heute sowohl engagierte Hobby-und Freizeitbands, als auch profi-ambitionierte Acts an. Letztere sorgen zum Teil für ordentlich Furore, sowohl auf der Bühne, als auch im Publikum. Track Down Tracy, die späteren Gesamtsieger zählen genauso dazu, wie Kyonic, Desona, Toe The Line, Meute Royal oder Bad Excuse. Einen etwas zähen Start zu sehr früher Stunde erwischen Nomesa und Fortress Falls, aber auch diese Bands deuten ihr Potenzial an. Stilistische Kontrapunkte setzen Driven By Clockwork mit ihrem Mix aus New-Wave und Progressive-Post-Rock und die Rock-Pop-Band The Hadbeens.

Schlagzeuger extra von Mallorca eingeflogen

Einen besonders hohen Einsatz zeigt Zappo, seines Zeichens Schlagzeuger der Rock-und Metal-Band Track Down Tracy. Zappo unterbricht extra für die heutige Show seinen Familienurlaub auf Mallorca, steigt in den Flieger, erreicht zehn Minuten vor der geplanten Bühnenzeit seiner Band den Veranstaltungsort, trommelt die 18 Minuten Show herunter, erfrischt sich im Backstage, feiert gleichzeitig mit seinen Bandfreunden den Gesamtsieg und kündigt an, am heutigen Samstag gleich den Rückflug auf die Balearen-Insel anzutreten. Bemerkenswert.

Auf Platz 1 stehen Track Down Tracy, die damit beim Emergenza- Nord-Ost-Deutschlandfinale Ende Juli in Berlin vertreten sind, auf Platz 2 Toe The Line, die Studiotage im Jangland gewinnen, auf Platz 3 Bad Excuse, die ein Cubase-Recording-Programm plus Gesangscoaching erhalten, Platz 4 geht schließlich an die Ska-Punker von Meute Royal, die gleichzeitig auch den Publikumspreis gewinnen.

Desona gewinnen Jury-Preis

Sonder-Auszeichnungen und -Preise gehen an Kyonic, Driven By Clockwork und Desona. Desona, eine in der Hannover-Szene seit Jahren etablierte Band, hat ihren Stil in eine deutlich härtere Richtung entwickelt, was ihnen gut zu Gesicht steht. Angeführt von Frontmann und Shouter Marc, spielen Desona eine beinahe atemberaubende Show und erhalten letztlich den Jurypreis , der eine Videoproduktion beinhaltet.

Außerhalb des Wettbewerbs wird das Publikum in der Faust Zeuge eines nicht alltäglichen und künstlerisch originellen Auftritts der japanischen Band Ninja Beats, ihres Zeichens Sieger des Emerganza-Weltfinales 2015 und derzeit auf Europatour. Ein besonderer Farbtupfer auf einen ansonsten sehr stark und zuweilen wenig abwechlungsreichen, aber dennoch soliden, in Richtung Alternative-Rock und –Metal geprägten Abends.

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