Bildrechte: Torsten Gadegast

Es lief mal wieder rund und für die Nitrogods, hier Gitarrist Henny Wolter und Bassist und Sänger Oimel Larcher, war das Nitrofest am Samstagabend im MusikZentrum ein Heimspiel.

„Hannover, ihr habt echt Eier“

Früh ein volles Haus und viel Stimmung beim Nitrofest

20. März 2016, Von: Andreas Haug, Foto(s): Torsten Gadegast | tipiPICS

Die Uhr zeigt gerade einmal 20.12 Uhr. Seit exakt zwölf Minuten steht das Hard-Rock-Trio Johnboy beim Nitrofest auf der Bühne des MusikZentrums und wagt ein erstes Zwischenfazit, das sich viele Stunden später auch als Bilanz festhalten lassen könnte: „Hannover, ihr habt echt Eier“, ruft Gitarrist und Sänger Dom in die schon früh sehr gut gefüllte Halle und freut sich über die zahlreichen Anwesenden und die entspannt-positive Stimmung. Dieses Bild sollte sich am gestrigen Samstagabend auch bei den Shows von Motorblock, Nitrogods und Motorjesus nicht ändern.

Das Nitrofest, das mittlerweile vierte seiner Art im MusikZentrum, hat sich augenscheinlich so langsam zu einer Institution in der hiesigen Rockszene gemausert. Nicht ganz so häufig erlebt man zur ersten Band, dazu noch nicht einmal zugkräftige Lokalmatadoren eine mit mehreren Hundert Leuten gut gefüllte Halle und Schlangen am Einlass. Es ist gerade einmal 20 Uhr, da eröffnen Johnboy aus dem saarländischen St.Ingbert mit einem locker-flockigen, wie melodischen Hard-Rock-Set die diesjährige Rock´n´Roll-und Hard-Rock-Live-Party.
Fotostrecke (5 Bilder) -Foto(s): Torsten Gadegast | tipiPICS
Ein kleines Indoor-Festival, über das man sich aus musikalisch-inhaltlicher Sicht gar nicht groß ausbreiten und viele Worte verlieren muss. Der Ansatz und die Zielsetzung sind bekannt, inzwischen bewährt und es läuft hier augenscheinlich alles rund in der Halle des MusikZentrums. Vier Hard-Rock und Rock´n´Roll Bands auf der Bühne und davor ein sichtlich zufrieden und friedlich in Einzelfällen auch mal etwas rustikaler feierndes Publikum davor. Man trifft sich, man trinkt, zum Teil gibt es eine Stärkung vom Imbisswagen vor der Halle und ansonsten lautet die Devise einfach nur: Rock´n´Roll.

Sehr zufrieden zeigen sich auch Veranstalter und Musiker. „Schlecht besucht sieht anders aus“, kommentiert Mit-Veranstalter und Motorblock-Gitarrist Axel Werner trocken das Szenario. Sein Bandkollege und Motorblock-Shouter Henning Chadde erinnert sich im Zuge der After-Show-Erfrischung noch an die Textsicherheit des Publikums und die gute Stimmung vor allem in den ersten Reihen, die er während der Motorblock-Show wahrgenommen hat.

Heimspiel

Nitrogods sind die Bank des Nitrofests. Sie spielen immer und immer an vorletzter Position des Billings. Das hat Tradition, das funktioniert und der Rock´n´Roll-Motor läuft auch bei dieser Band rund und stottert keine Sekunde. „Es war ein Heimspiel und wie immer eine Freude. Ich kannte gefühlt jeden in der ersten Reihe namentlich, mit den meisten habe ich sogar schon in meiner Wohnung gefeiert“, kommentiert ein erschöpft aber zufrieden wirkender Henny Wolter, Gitarrist der Nitrogods und ebenfalls Veranstalter heutigen der Rock-Sause und in der Tat, das Nitrofest wirkt insgesamt recht familiär.

Es geht auf Mitternacht zu, da schlagen die 90 Minuten von Motorjesus, der altehrwürdigen Rockband aus Mönchengladbach. Es wird zum Abschluss nochmals ordentlich gerockt und gegroovt, es gibt straighte , eingängige Kopfnicker-Nummern und das macht die Fans in der Halle offensichtlich richtig glücklich. Das Handicap, ohne ihren erkrankten Gitarristen Guido Reuss beim Nitrofest antreten zu müssen, stecken Motorjesus weg und liefern auch als Quartett eine absolute runde und griffige Rockshow.

Es wirkt alles unkompliziert, kompakt und auf den Punkt beim Nitrofest. Das Vierer-Hardrock-und Rock´n´Roll-Paket funktioniert und bereitet den Beteiligten sichtlich Spaß. Gegenteiliges ist auch zum Abschluss des druckvollen Sets von Motorjesus nicht zu erkennen. Nach dem Fest ist fast schon vor dem Fest und dieses Fest hat mal wieder großen Anklang gefunden. Dem „5th Annual Nitrofest“ im Frühjahr 2017 dürfte da eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

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