Bildrechte: Miriam Rosin

Songs, Geschichten und Hintergründe: Roland Loy (rechts im Bild) und Robert Jöcks bei PPC Music zwischen Showcase, Konzert und Gig für Freunde und Bekannte.

Kompositionskunst und Groove

Roland Loy und Robert Jöcks spielten bei PPC Music

12. März 2016, Von: Andreas Haug, Foto(s): Miriam Rosin

Es war ein durchaus seltenes Ereignis am Donnerstagabend bei PPC Music in Hannover. Komponist, Sänger und Pianist Roland Loy spielte auf der Turmbühne im Gebäude des Instrumenten-und Equipmenthändlers eines seiner äußerst seltenen öffentlichen Konzert, begleitet von Robert „Jöcky“ Jöcks an den Hybrid Drums. Mindestens einen Grund für diesen Auftritt gab es: Roland Loy hat nach vielen Jahren mit „GNOSIS“ ein neues Album produziert, das in diesem Rahmen vorgestellt wurde.

Viele im Umfeld von PPC Music werden Roland Loy in erster Linie als Vocal-Coach der PPC Music Academy kennen. Hier gibt er zahlreiche unterschiedliche Gesangskurse und Workshops. Als schaffender und ausübender Künstler stand Loy in den letzten Jahren in der Hannover-Szene nicht mehr im Blickpunkt einer größeren Öffentlichkeit, dabei hat er in den letzten 30 Jahren doch einige Songs geschrieben und auch Alben produziert, von denen manch einer behauptet, dass das teilweise schon höhere Kunst oder gar großes Kino sei, was der Musiker auf den Zettel und auf die Bühne bekommen kann.

Auf letzterer liegt die Wahrheit, ähnlich, wie beim Fußball auf dem Platz. Es es richtig voll vor der Turmbühne bei PPC Music. Kurz vor halb acht gibt es längst keine Sitzplätze mehr, zahlreiche Besucher stehen zusätzlich in hinteren Bereichen oder auf Treppen des imposanten Baus und beobachten die Szenerie von oben.

Es ist eine Mischung aus Konzert, Showcase und Musikabend für Freunde, Bekannte und Verwandte. Eine gemütliche Atmosphäre stellt sich ein als Roland Loy mit Drummer Robert Jöcks den musikalischen Teil des Abends einleitet. Bei durchweg exzellentem Sound präsentiert das Duo Songs, die mal eher ins poppige und rockige spielen, dann Schwerpunkte bei Soul haben oder auch jazzige Akzente setzen. Anspruchsvolles Material in jedem Fall, das aber keineswegs verkopft wirkt.

Wandlung im Traum

Loy benötigt ein wenig, um so richtig in das Konzert hineinzukommen. Zunächst gibt es des Öfteren ausführliche Erklärungen zu den Songs, den Charakteren darin, den musikalischen Finessen. Spätestens bei „Orlando“ wird der Gig richtig locker, das Publikum singt den Refrain gekonnt mit, Loy huscht ein Lächeln über die Lippen und schon beim nächsten Einsatz legt er gleich eine Schippe mehr Energie in den Song, der eine Geschichte über einen Charakter erzählt, der nachts im Schlaf träumt, sich vom Mann in eine Frau umzuwandeln, wie Roland Loy erklärt.

Robert „Jöcky“ Jöcks, sonst in der Szene als äußerst kraftvoller und straighter Rockdrummer bekannt, bedient heute mit Hot Rods die Hybrid Drums, ein Schlagzeug-Aufbau mit Natur-Trommeln und elektronischen Pads. In Verbindung mit dem E-Piano von Roland Loy gibt da hier im Turm einen satten Sound. Überhaupt harmonieren beide Musiker ausgezeichnet. Es groovt über weite Strecken so rund und sicher, dass man sich in Verbindung mit einigen soul-jazzigen Piano-Anschlägen entfernt an die ein oder andere Steely-Dan-Platte besinnen mag, die man längere Zeit daheim nicht mehr aufgelegt hat.

„GNOSIS“ ist der Titel des neuen Albums von Roland Loy, das heute natürlich auch zum Verkauf am Merchandise-Tisch ausliegt, gleich neben dem kleinen Getränkestand. Flüssiges gibt es zum symbolischen Selbstkostenpreis, das Wasser geht aufs Haus, gern gesehen und gegessen sind auch die Salzstangen.

Musiker und Besucher fühlen sich augenscheinlich wohl bei diesem eher seltenen Event und so dürften Loy und Jöcks nicht eher ihr After-Show-Getränk zu sich nehmen, ohne noch einmal „Orlando“ als Zugabe zu spielen. Lauter Applaus, verdient.

INFO-BOX

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