Bildrechte: Christie Goodwin

Nimmermüde: Joe Bonamassa, hier bei einer Show in der Londoner Royal Albert Hall, bringt Ende März sein zwölftes Studioalbum heraus. Zuvor gastiert der Bluesmusiker in einigen großen Hallen Deutschlands.

Vom jungen Talent zum Blues-Gitarren-Star

Joe Bonamassa erneut mit neuen Songs und Shows

20. Januar 2016, Von: Redaktion, Foto(s): Christie Goodwin

Der Mann ist schon fast so etwas wie ein Phänomen. Der Blues-Musiker Joe Bonamassa scheint einen nicht enden wollenden kreativen Output zu haben. Kein Jahr vergeht, in dem er nicht mindestens eine Veröffentlichung an den Start bringt, manchmal auch zwei und um die Welt tourt. Das geht –ohne Unterbrechung- besonders intensiv seit 2007 so. Damals wurde er als junges Gitarrentalent bestaunt, heute ist er längst ein Blues-Gitarren-Star, der große Hallen füllt. Für Ende März kündigt Bonamassa sein nunmehr zwölftes Studioalbum und eine darauf folgende Deutschland-Tour an.

Vor einigen Jahren brachte man Blues noch vorwiegend mit in Ehren ergrauten Musikerlegenden in Verbindung. Die Musik stand für Tradition, die hier und da auch schon reichlich Staub angesetzt hatte und vorwiegend von eingefleischten Insidern gehört wurde. Bei einem größeren, breiteren Publikum war Blues eine lange Zeit so etwas wie „out“, bis schließlich ein junger Gitarrist namens Joe Bonamassa in der internationalen Musikszene für Gesprächsstoff und schließlich für gesteigertes Interesse sorgte.

Sein Debütalbum „A New Day Yesterday“ datiert aus dem Jahr 2000, wirklich populär wurde Joe Bonamassa ab dem Jahr 2007, als er mit „Sloe Gin“ erstmals in Deutschland in die Charts kam. Damals war der Gitarrist gerade erst 30 geworden, für einen Bluesmusiker in den Augen vieler, ein verhältnismäßig junger Hüpfer, der aber alsbald den Status eines Supertalents an der Gitarre inne hatte, der dem Blues frisches Blut gab.

Fortan tourte und veröffentlichte Bonamassa unermüdlich, ab 2010 fanden sich seine Alben regelmäßig in Top-20 und Top-10 Regionen der Charts wieder, einige Live-Alben kamen auf den Markt und wenn Joe Bonamassa nicht konsequent unter eigenem Namen und mit eigenen Songs aktiv war, gab es Kollaborationen mit der Künstlerin Beth Hart oder der Band Black Country Communion, einer namhaft besetzten Band mit Glenn Hughes, Derek Sherinian und Jason Bonham.

In den letzten Jahren vergingen teilweise keine sechs Monate, dass Promotionagenturen nicht von immer neuen Projekten Joe Bonamassas zu berichten wussten.

Elf neue Tracks in fünf Tagen

2016 ist gerade einmal knapp drei Wochen jung, das flattert die Meldung ins Haus, dass der Gitarrist für den 25.März die Veröffentlichung seines neuesten Studioalbums „Blues Of Desperation“ plant. Selbstkomponiertes Material soll es geben, das aufzeigen soll, dass sich der Musiker nicht an eng gefasste Regeln des Genres hält, sondern vielmehr sich und den Blues neu definiert.

„Ich möchte, dass die Leute meine Entwicklung als Musiker hören“, erklärt Joe Bonamassa. „Ich ruhe mich nicht auf meinen Lorbeeren aus, sondern dränge immer weiter nach vorne. Nur so kann sich meine Musik wirklich entfalten“, so der Gitarrist weiter.

Die Aufnahmen zu „Blues Of Desperation“ nahmen offenbar nur fünf Studiotage in Anspruch.

Gemeinsam mit seinem langjährigen Produzenten Kevin Shirley (Led Zeppelin, Iron Maiden, Journey) zog sich Bonamassa in die Nashville Grand Victor Sound Studios zurück. Dort nahmen sie gemeinsam mit Anton Fig und Greg Morrow (Schlagzeug), Michael Rhodes (Bass), Reese Wynans (Keyboards), Lee Thornburg, Paulie Cerra und Mark Douthit (Bläser) und den Backgroundsängerinnen Mahalia Barnes, Jade McRae und Juanita Tippins die elf neue Songs auf. Die Musiker und Musikerinnen, die auf diesem Album mitwirkten, werden von Kennern als „Musikcracks“ angesehen.

Erst die Tour, dann das Album

Noch bevor am 25.März über Provogue/Mascot Label Group die neue Platte erscheint, gehen Joe Bonmassa und Band im Februar und März auf Deutschland-Tour. 14 Shows in größeren Hallen sind gebucht, dabei sind in den Städten Bonn, Frankfurt/Main und Berlin gleich zwei Konzerte terminiert.

Hannover, wo Joe Bonamassa im Rahmen seiner letzten Tourneen in der Swiss Life Hall gastierte, steht aktuell nicht auf dem Reiseplan. Geografisch noch verhältnismäßig günstig zu erreichen sein sollten für Bonamassa-Fans aus Hannover und der Region die Konzerte in der Kleinen EWE Arena in Oldenburg (9.März) und in der Westfalenhalle 1 in Dortmund (24.Februar).

INFO-BOX

Links
externer Link www.jbonamassa.com

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