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Heute erscheint das neue Baroness-Album "Purple".

Die Vorstellung von Vollkommenheit

Heute erscheint das neue Baroness-Album „Purple“

18. Dezember 2015, Von: Redaktion, Foto(s): Promo-/Pressefreigabe

Heute veröffentlicht die US-amerikanische Progressive Metalband Baroness ihr neues Studioalbum „Purple“, das traditionell nach einer Farbe benannt ist. Bis zur Veröffentlichung des neuen Werks war es allerdings ein harter Weg, denn die Band verarbeitet auf der Platte ein schweres Busunglück, dass sie 2012 im britischen Bristol erlebte.

Wie durch ein Wunder überlebten alle Bandmitglieder von Baroness sowie der Fahrer einen Sturz mit 50 km/h eine Brücke hinunter, als sie während ihrer Tour in England unterwegs waren. Dennoch: Die Insassen wurden schwer verletzt – sowohl körperlich als auch geistig.

Zwei Bandmitglieder – Matt Maggioni und Allen Blickle – verließen daraufhin die Band, eingesprungen sind dafür Nick Jost am Bass und Sebastian Thomson am Schlagzeug. Nun, rund drei Jahre später, melden sich Baroness mit ihrem neuen Album „Purple“ zurück (eine Besprechung gibt es in der Kategorie „Gehört und Gesehen“).

Darauf verarbeitet die Band das Erlebte: In „If I Have To Wake Up (Would You Stop The Rain)“ werden die Sorgen direkt nach dem Unfall zum Mittelpunkt gemacht, in „Chlorine & Wine“ geht es um die Schwierigkeiten der Genesung und in „The Iron Bell“ um ihren schieren Überlebenswillen.

Angesicht zu Angesicht mit der Unendlichkeit

„‚Purple" repräsentiert die Vorstellungen dieser Band in Vollkommenheit. Angesichts der physischen und mentalen Anstrengungen, die in die Entstehung dieses Albums geflossen sind, können wir mit Stolz von uns behaupten, etwas erreicht zu haben, was uns vor ein paar Jahren noch ziemlich unmöglich erschien", so Frontmann John Baizley.

Diese Aussage passt auch zu seinem Statement, dass er 2012 kurz nach dem Unfall auf der Webseite der Band veröffentlichte: „Ein Augenblick des Unfalls hat mich tief bewegt. Für einen Herzschlag war ich vollkommen von der Welt gelöst. Es war der Moment, in dem ich auf der Scheibe aufprallte. In diesem Moment stand ich Angesicht zu Angesicht mit der Unendlichkeit“.

Doch nun soll das neue Album eine Art Befreiungsschlag sein und laut Baizley als Art Sprungbrett dienen, das hilft, das Erlebte endgültig hinter sich zu lassen. „Wir wollten kein mürbes, trauriges oder düsteres Werk abliefern. Es sollte Schmiss und Tempo haben. Genauso Melodien und Aggression. Ich denke, das Endergebnis zeigt alle Gefühlsstadien auf, die wir durchlaufen haben: von ohnmächtiger Wut bis zum ungebändigten Willen weiter zu machen und wieder nach vorn zu preschen“, so auch Gitarrist Pete Adams.

"Purple" ist seit heute erhältlich. Bereits gestern gab es das Album im Stream (Rockszene.de berichtete). Anfang 2016 wollen Baroness mit ihrem neuen Album wieder auf Tour gehen. Diese führt sie am 1. April 2016 auch ins Kulturzentrum Faust nach Hannover.

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