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Die Hardcore-Legende Agnostic Front lud vergangenen Abend ins Heinz und trotz Hitze folgten zahlreiche Besucher dieser Einladung.

Pogo und Stagedives trotz tropischer Temperaturen

Hardcore-Legende Agnostic Front lädt ins Béi Chéz Heinz

03. Juli 2015, Von: Hanna Rühaak, Foto(s): Hanna Rühaak

Während die Temperaturen über den Tag auf satte 31 °C geklettert sind, könnte man meinen, dass die Wenigsten Lust auf ein Hardcore-Konzert im Keller des Béi Chéz Heinz hätten – doch diejenigen haben die Rechnung ohne die Oldschool New York Hardcore-Legende Agnostic Front gemacht. Denn wenn die Band rund um Frontmann Roger Miret zum Pogo bittet, folgen die Fanscharren - so also auch vergangenen Abend in Hannover.

Auf dem Gelände des Béi Chéz Heinz tummeln sich zahlreiche Leute und versprechen bereits im Vorfeld, dass im Keller später Temperaturen wie in einer Sauna herrschen werden. Während sich die einen draußen noch bei einem kalten Getränk abkühlen, ist bereits beim Support Convict aus Belgien einiges los und die ersten Besucher lassen sich zu mehr Bewegung als ein annerkennendes Kopfnicken hinreißen.

Sobald der letzte Song erklungen ist, zieht es das Publikum aber schnell wieder ins Freie. Als die Hardcore-Legende Agnostic Front allerdings die Bühne betritt, bildet sich ein satter Pulk davor. Den wenigen freien Platz nutzt Gitarrist und Mitgründer Stigma, um die Besucher für die kommende Show anzufeuern. Mit Erfolg: Die ersten, meist männlichen, Vertreter entledigen sich ihrer Shirts, vom Schweiß glänzend strecken sie zu alten sowie neuen Songs vom aktuellen Album „The American Dream Died“ die Fäuste in die Luft und legen Stagedives auf das Parkett. Für einen Song darf sogar ein Fan mit auf die Bühne und ans Mikrofon, um Arm in Arm mit Roger Miret die Lyrics zu schmettern.

Anders als vielleicht erwartet wird der wohl größte Hit der Band - „Gotta Go“ - keinesfalls als Zugabe gespielt, sondern mittig im Set platziert. Damit ist dann auch die Stimmung (und die Temperatur) am absoluten Siedepunkt. Während einer kurzen Pause stimmt Stigma noch einen „Happy Birthday“-Chor an, denn der Sänger seiner Band feierte am Tag vor der Show seinen Geburtstag.

Als Zugabe wird schließlich noch „Blitzkrieg Bop“ von den Ramones gecovert, dann wird schnell deutlich gemacht, dass die Show nun vorbei ist, indem Musik vom Band abgespielt wird. „Es wäre uns eine große Ehre, wenn ihr mehr Lyrics des neuen Albums kennen würdet, wenn wir das nächste Mal hier spielen!“, motiviert Miret seine Fans, dem neuesten Werk auch Zuhause Gehör zu schenken. Und wenn es jemand schafft, das Heinz bei diesen tropischen Temperaturen beinahe komplett zu füllen, sollte dies letztlich auch kein Problem mehr sein.

INFO-BOX

Links
externer Link www.agnosticfront.com
externer Link www.beichezheinz.de

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