Bildrechte: Tobias Lehmann

Wie an einigen Plätzen im Jahr 2014, wie hier am Opernplatz, wird für zur Fête de la Musique am kommenden Sonntag in Hannover mit einer vollen Innen-und Altstadt gerechnet.

Internationalität beweisen

Die Fête de la Musique am Sonntag in Hannover

17. Juni 2015, Von: Redaktion, Foto(s): Tobias Lehmann

Am 21.Juni ist nicht nur der kalendarische Sommeranfang, sondern auch der feste Termine für die Fête de la Musique, die weltweit in rund 520 Städten gefeiert wird. In Niedersachsen ist die einzige Stadt Hannover, die am kommenden Sonntag zu einem „Musikfest für Völkerverständigung und Toleranz“ in die Innen-und Altstadt einlädt, wie es Oberbürgermeister Stefan Schostock gestern bei einem Medientermin im Rathaus ausgedrückte. Rund 3000 Musikerinnen und Musiker werden an insgesamt 39 Spielorten zu einem stilübergreifenden Musik-Open-Air erwartet. Man will mit neuen Inhalten und Präsentationen Akzente setzen.

Was die äußeren Bedingungen für den kommenden Sonntag angeht, rechnet Stefan Schostock mit schönem Wetter und erklärt, dass die Fête de la Musique in Hannover neben den Veranstaltungen in Paris und Berlin europaweit sowohl zu den besucherstärksten zählt, als auch zu denen, die in der Stadt große, positive Beachtung und Wichtigkeit genießt. Als UNESCO City Of Music wolle man in Hannover auch mit der Fête de la Musique Internationalität beweisen, so der Oberbürgermeister, der sich auf ein vielfältiges, genreübergreifendes Musikfest freut.

Inhaltliche Weiterentwicklung

Es hat sich augenscheinlich einiges entwickelt rund um die Fête de la Musique in Hannover und das soll sich in diesem Jahr auf besondere Weise zeigen. Ging es in früheren Jahren mehr oder weniger um die reinen Gratis-Auftritte von Freizeit-, Amateur-und Profimusikern und darum, möglichst viele Menschen in die Innen-und Altstadt zu locken, die nebenbei dazu eingeladen wurden, das bereitstehende Gastronomie-Angebot kommerziell in möglichst vollen Zügen anzunehmen, mutet die „Fête 2015“im Vorfeld auch wie eine große Präsentationsplattform von Musikinitiativen, Musikschulen, Kreativen unterschiedlicher Couleur, Netzwerkern und anderen Einrichtungen an, die im lokalen und regionalen Musikumfeld Menschen erreichen und begeistern, an Musik heranführen und zum aktiven Mitmachen anregen wollen.

Nationale und internationale Bands aus Partnerstädten dabei

So wird es etwa um 22 Uhr am Hauptbahnhof ein großes Nachtsingen geben, an dem alle teilnehmen können, die Lust darauf haben. Textblätter würden ausliegen, erklärt Sabine Busmann vom MusikZentrum Hannover, die mit ihrem Team für die Produktionsleitung der umfangreichen Großveranstaltung verantwortlich zeichnet.

Busmann gibt auch gleich einen groben Überblick über den Tagesablauf: Um 13.00 Uhr beginnt auf dem Opernplatz ein Platten-und Musikflohmarkt, um 15.00 Uhr ist der offizielle Start der Bühnenprogramme. Ein zentraler Punkt sei die Bühne am Schillerdenkmal, wo auch Künstlerinnen und Künstler aus den UNESCO – City-Of-Music –Partner-Städten Sevilla, Gent, Glasgow und Mannheim auftreten werden. Einen weiteren internationalen Ansatz gibt es mit dem „Band-Mash-Up“ auf der Bühne am Kröpcke wo Musiker und Musikerinnen der hannoverschen Partnerstädte Poznan, Rouen und Leipzig am Start sein werden.

Die ersten Bands träfen bereits in diesen Tagen in Hannover ein, um sich im MusikZentrum auf den Auftritt bei der Fête de la Musique am Sonntag vorzubereiten. Es sei dabei ein kreativer Austausch vorgesehen, bei dem die Bands auch Songs der anderen spielen oder gemeinsam jammen. Hannover werde bei diesem „Band-Mash-Up“ von der Pop-Rock-Band Lichtjahr vertreten, führt die Projektleiterin des MusikZentrums weiter aus. Bis um 23 Uhr soll am Sonntag bei der „Fête“ gespielt, gesungen und gefeiert werden.

Violinenflashmob, Singer-/Songwriter-Alley und „Fête in der Klinik“

An der Goseriede trifft sich wieder die Elektro-Szene und auch an Menschen, die nicht direkt dem Open-Air beiwohnen können, wurde gedacht: Unter dem Motto „Fête in der Klinik“ singen Chöre und kleine Ensembles in Seniorenstiften, Diakonieeinrichtungen und Krankenhäusern.

Das Musikland Niedersachsen will unter dem Motto „Aufstrich zur Fête“ auf dem Opernplatz einen Violinenflashmob organisieren und ruft alle Geigerinnen und Geiger der Stadt auf, sich zu beteiligen.

Der Verein Hannover kre H tiv informiert in Form einer Ausstellung über das Netzwerk der Hannover City of Music.

Dies sind einige der markanten Akzente, die die Veranstalter, Partner und Organisatoren in diesem Jahr bei der Fête de la Musique setzen wollen.

Ansonsten spielen zahlreiche Pop-und Rock-Bands und Jazzer der hiesigen Musikszene, Klassik-Ensembles, Orchester und Chöre präsentieren ihre Musik und auch Radio leinehertz ist wieder mit der „Singer-/Songwriter- Alley“ dabei. Ein durchaus bewährtes Programm, bei dem die etwas prominenteren Namen, zumindest aus der hannoverschen Rockszene, dieses Mal weitestgehend fehlen.

Licht und Schatten in der Vergangenheit

Trotz organisatorischer Anstrengungen musste in den letzten Jahren auf der Fête de la Musique in Hannover auch des Öfteren heftig improvisiert werden. Auf einigen Bühnen waren der Platz und die technische Ausstattung stark limitiert bis rudimentär und ließen die Auftritte mancher Gruppen von den äußeren Rahmenbedingungen letztlich nicht zu, was zu teilweise kurzfristigen Absagen von Auftritten führte.

Auch der Umstand, dass nicht überall die Verpflegung der Bands geklärt war oder nur sehr spärlich ausfiel, sorgte nicht überall für Motivation unter den Musikern, denen an manchen Spielorten abseits der Hot-Spot-Bühnen schwer zu vermitteln war, sich ohne Kostenerstattung oder Gagen vor nur einer Handvoll Freunden zu präsentieren, anstatt ein großes und neues Publikum zu erreichen. Es war auch in jüngerer Vergangenheit eben nicht zu jeder Zeit und an jedem Ort der Großveranstaltung das, was man unter „viel los“ versteht.

Wo Licht ist, ist auch Schatten lautet eine alte Weisheit. Es liegt letztlich auch an dem Publikum, zahlreich zu erscheinen und den teilnehmenden Künstlern selbst, was aus ihren Auftritten zu machen. Die Programmplaner und Organisatoren legen augenscheinlich Jahr für Jahr eine oder mehrere Schippen drauf und entwickeln das Musik-Open-Air inhaltlich immer weiter. Besonders jetzt zur Fête de la Musique 2015. Schließlich ist Hannover jetzt UNESCO City Of Music.

INFO-BOX

Links
externer Link www.fete-hannover.de
externer Link www.facebook.com/fetedelamusiquehannover

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