Bildrechte: cjapkinas, Pressefreigabe

Vergrößerte Bühne, mehr Licht: Mit dem Auftritt von Soulweeper am Samstag erlebte die Strangriede Stage in der Nordstadt erstmals eine vollverstärktes Konzert mit einer härteren Rockband.

An der Grenze des Machbaren gut funktioniert

Soulweeper rockten vollverstärkt Strangriede Stage

09. Februar 2015, Von: Andreas Haug, Foto(s): cjapkinas, Strangriede Stage

In Hannover ist die Classic-und Hardrock-Cover-Band Soulweeper in den letzten Monaten recht regelmäßiger Gast in den unterschiedlichsten Läden und rockt über diverse Bühnen. Am Samstag schlug das Quartett dann erstmals in der Strangriede Stage in der Nordstadt auf, eine Live-Kneipe, die bislang hauptsächlich Akustik-Konzerte und zudem kaum Rockmusik erlebt hatte. Soulweeper spielten vollverstärkt, Bühne und Licht wurden ein wenig aufgestockt und das Ergebnis: Es hat funktioniert, auch wenn diese Show für die Strangriede Stage die Grenze des hier Machbaren markiert hat.

Es ist ein verhältnismäßig exklusiver Rahmen, in dem Soulweeper heute ihre zwei Sets präsentierten. Der durchaus erwartete starke Besucherstrom ist ausgeblieben. Noch Minuten vor dem Konzert Versuche der Erklärung: Viele seien vor ein paar Tagen krank geworden, der Grippeteufel springe durch Hannover, viele treue Fans der Band seien terminlich anderweitig verpflichtet, zudem hat Hannover 96 ein Abendspiel beim Hamburger SV und einige würden wohl eher vor dem Fernseher daheim oder in Kneipen verbringe, die das Spiel übertragen. Irgendwas ist scheinbar immer, man steckt wohl nicht drin.

Einige sind dann aber doch gekommen und die werden im Verlauf der insgesamt 90 Minuten, die Soulweeper hier heute spielen zusehends, lockerer. Der Sound ist warm und druckvoll, der Drummer spielt mit Hot Rods und so ist auch ein Konzert einer vollverstärkte Rockband mit Rock-und Hardrock-Klassikern auf der heute ein wenig vergrößerten Bühne hier in der Strangriede Stage machbar. Das wird schon nach wenigen Songs deutlich. Mehr ginge aber in Sachen Aufwand und Lautstärke nicht, damit sei man dann „am Limit“ angekommen, meint Veranstalter Kurt Waag von der Strangriede Stage.

Von AC/DC über D-A-D bis hin zu ZZ Top

Nachdem von der Bühne aus anfangs häufiger Anspielungen auf das heute numerisch etwas kleinere Auditorium kommen, konzentrieren sich Souweeper im weiteren Verlauf auf ihre Kernkomptenz: Solide und druckvolle Rock- und Hardrock-Klassiker abzuliefern, die nach kurzer Aufwärmphase mehr und mehr Spaß machen.

Im Repertoire von Soulweeper befinden sich heute Songs wie „Touch To Much“ von AC/DC, „Sharped Dressed Man“ von ZZ Top oder „White Wedding“ von Billy Idol. Zu den Höhepunkten der heutigen Show in der Strangriede Stage zählt zweifellos das druckvolle „Breaking The Law“ von Judas Priest und auch „It´s After Dark“ von D-A-D sorgt zum Ende des zweiten Sets für stimmungsvolle Momente.

Vor der Bühne feiern einige, andere freuen sich. Da fließt Hochprozentiges und Alkoholfreies und schließlich machen die meisten der kleinen Rock´n´ Roll-Fan-Schar einen ziemlich zufriedenen und entspannten Eindruck. Der Applaus wird lauter, vereinzelte Jubelpfiffe häufiger und so ist es kaum ein Wunder, dass auch Soulweeper in der Strangriede Stage nicht in den Feierabend entlassen werden, ohne nicht noch für eine Zugabe zurück auf die Bühne zu kommen.

Das nächste Konzert in der Strangriede Stage ist für den 28.Februar angekündigt. Dann spielt die Indie-Pop-Band Taiga ein Akustik-Konzert und wird an diesem Abend ihr noch frisches Debütalbum vorstellen.

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externer Link www.soulweeper.com

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