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CD-Kritik-Detail
Primate Pookie-Better Be Primate

Primate Pookie

Better Be Primate

(Eigenproduktion)

Was ist das? Fest steht, die Musiker können was. Vielleicht sogar viel (und das muss im Rahmen dieser Kritik deutlich betont werden), eventuell zu viel. Vielleicht ist aber genau das, das Problem.

Es sind unglaublich verfrickelte Songs, die selten auf den Punkt kommen. Das ganze klingt so, als ob sich vier Junge Menschen zusammensetzen, jeder seine eigenen ganz besonderen Ideen einbringt und alle irgendwo auftauchen müssen. Von Homogenität nicht die geringste Spur: weder im Sound noch in den einzelnen Songs. Statt dessen penetriert die Band mit gewollt komplizierten Können. Vielleicht sollte ihnen mal irgend jemand sagen, dass weniger mehr sein kann und Hits in der Regel geradlinig klingen.

Bei der Gelegenheit könnte dieser Jemand sowohl den Sänger als auch zumindest ab und zu die Sängerin zum Gesangsunterricht schicken. Schaden kann es nicht. Ich kann leider nicht sagen, welchen Anspruch die Band hat, deshalb kann ich grundsätzlich nur empfehlen, mindestens eine das Bewusstsein erweiternde Droge vorweg zu nehmen. Das hilft bei der Retro-Jazzy-Irgendwas-Reise. Außerdem überlebt man auch die Werbeattacke im vierten Song besser. Aber wer fordert schon gerne zum Drogenkonsum auf...

 Michael Weber

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