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CD-Kritik-Detail
Bon Jovi-Keep The Faith + Have A Nice Day

Bon Jovi

Keep The Faith + Have A Nice Day

(Universal Music, 2010, 2CD special edition)

Rockszene-Bewertung: 6 / 10 Pkt.
Wertungsbalken

Nanu? Eine Doppel-Rezension? Genau so ist es! Den Grund dafür liefert uns Universal Music mit einer Neuauflage sämtlicher Bon Jovi Alben. Jedes Album der „New Jerseyianer“ wurde mit Bonus Material versehen. Es gibt Live Versionen zu hören und mit einem speziellen Code erhält man Zugriff auf die geheime Datenbank der Band. Interna, die jeden Hardcore- Fan der Band laut jubeln lassen.

Wir haben uns zur Vorstellung zwei ganz spezielle Alben der Hardrocker noch einmal vorgeknöpft. Die erfolgreichen 80er Jahre lagen bereits hinter den Herren Jovi, Sambora, Such, Bryan und Torres. Nach einer immer wieder verlängerten Welttournee ihres „New Jersey“- Albums, was die Band an den Rand des Kollapses führte, köchelten die Auflösungsgerüchte um die Band ganz ordentlich im amerikanischen Rock- Pott. Die Musiker versuchten sich mit Soloalben, ließen sich die Haare schneiden, vorbei war´s mit „Hair-Metal“ und Bandattitüde.

Doch zehn Jahre nach ihrer Gründung schafften Bon Jovi ein Comeback, dass vor allem in Europa tierisch erfolgreich war. Die Band widmete sich vermehrt wieder dem klassischen Hardrock und kreierte auf „Keep The Faith“ den Mix zwischen coolen Rocknummern und hymnischen Bombastballaden. Man denke nur an Songs wie „Bed Of Roses“ und den einsamen Richie Sambora, der vor der Kulisse des Grand Canyons seine Stratocaster in den Himmel streckt. Was für ein Pathos, was für ein Kitsch, aber irgendwie auch verdammt gelungen. Coole Groovenummern wie der Titeltrack selbst oder auch das großartige „Dry County“ runden dieses Album geschmackvoll ab. Ein starkes Werk, selbst 18 Jahre später.

Werfen wir dagegen einen Blick auf das 2005 erschienene „Have A Nice Day“ verflüchtigen sich die Rocker Träume der 90er Jahre schnell. Bon Jovi sind in der Neuzeit angekommen. Leider, möchte man hinzufügen. Schon fünf Jahre zuvor hatte man mit „Crush“ das neue Jahrtausend eingeläutet und mit Songs wie „It´s My Life“ durchaus eine gewisse Wandlungsfähigkeit bewiesen. Diese Wandlung klingt leider mittlerweile nur noch nach Anpassung. Anpassung an den nächsten eingängigen Radiohit, „Oh Oh Oh“ Refrains, die jeder Gehirnamputierte mitsingen kann und schicke Bühnenoutfits, die Altern und Alkoholprobleme verstecken.

Bon Jovi ist dennoch ein Phänomen und immer noch eine gut aufspielende Live Band. Davon kann man sich auf den Bonus Tracks dieser Cds überzeugen. Jedem potentiellen Käufer sei aber geraten lieber ein Auge auf die älteren Alben zu werfen und die „neuen“ Bon Jovi lieber live anzuschauen.

Fazit: Eine der größten Bands der vergangenen Jahrzehnte gibt einen kleinen Einblick hinter die Kulissen. Hinschauen lohnt sich bedingt.

Jan Hagerodt
(17.06.2010)

Link(s):
www.bonjovi.de

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Bon Jovi - Lost Highway - The Concert (DVD) (2007)

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KOMMENTARE zur REVIEW von Bon Jovi:

 Der Schulz am 25.06.10, 11:12 Uhr
Der Song "have a nice day" wurde in Deutschland übrigens genau am 60sten Jahrestag der Hiroshima-Bombe veröffentlich, was ich schon mehr als zynisch fand, weil die Amerikaner "have a nice day" mit Kreide auf die Atombombe geschrieben haben! Da ist kein einziger Journalist drauf eingegangen, obwohl in der Zeit der Bombenabwurf ständig in den Medien war - was mehr als schwach ist...




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