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CD-Kritik-Detail
Discord-Energy From Waste

Discord

Energy From Waste

(DIY, 2010, CD)

Rockszene-Bewertung: 7 / 10 Pkt.
Wertungsbalken

Als Hardcore/Metal-Band hat man es nicht leicht. Gerade in der Region Hannover. Die Konkurrenz ist gigantisch, alle paar Wochen hört man von einer neuen Band, die diese Gefilde beackert. Der Ausweg aus dieser Situation scheint klar: Man tut sich zusammen und zieht als Team durch die Lande. Ein stimmiges Package von Core-Bands lässt sich schnell finden, auf die Eigenständigkeit der einzelnen Band kommt es dann nicht mehr so an. Das erleichtert die Arbeit für Booker und Musiker. Doch am Ende des Tages muss sich jede einzelne Formation doch fragen: Wo positioniere ich mich in diesem unüberschaubaren Wust aus Bands?

Discord aus Celle, die mit „Energy From Waste“ ihr erstes Longplay-Album veröffentlichen, scheinen diese Frage für sich noch nicht so recht beantwortet zu haben. Im Gegenteil, sie bekennen sich offen dazu, für viele verschiedene Stilrichtungen offen zu sein. Das ergebe sich ganz von selbst, wenn Musiker mit verschiedenen Vorlieben zusammenkommen. Was auf der einen Seite nach einer Stärke klingt, kann auf der anderen Seite aber auch zum Problem werden.

Doch fangen wir beim Anfang an: „ESC“, der Opener des Albums, startet brachial mit Metalcore-Riffs und Uptempo-Strophen. Die Shouter ergänzen sich gut: während die Hauptstimme eher eine Art Oldschool-Harcore-Touch hat, wird im Hintergrund modern gegrunzt. Auf melodiöse Gesangspassagen verzichten die Celler dabei völlig. Das ist aber absolut kein Nachteil, denn die Songs auf „Energy From Waste“ leben von ihrer rohen Energie und ihrer Aggressivität. Bands wie Raised Fist mögen dafür Pate gestanden haben, wobei sich Discord mit ihren eher Metal-lastigen Riffs davon absetzen.

Wer auf der Suche nach einer guten Hardcore/Metal-Scheibe aus der Region ist, der wird mit „Energy From Waste“ bestens bedient. In puncto Eigenständigkeit könnten die Celler allerdings noch ein wenig nachlegen. Aber all diese Gedanken spielen im Moshpit keine Rolle – und für den Moshpit eignet sich jeder einzelne Song der Band.

Paul Schüler
(06.05.2010)

Link(s):
www.myspace.com/discordkickass
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KOMMENTARE zur REVIEW von Discord:

 saul püler am 06.05.10, 00:56 Uhr
hmm...komisch. dem text nach dürfte es nicht mehr als 3 punkte geben.




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