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CD-Kritik-Detail
Monsters Of Liedermaching-Sitzpogo

Monsters Of Liedermaching

Sitzpogo

(Notolose / Soulfood, 2008)


Die Monsters of Liedermaching aka. Burger, Fred Timm, Rüdiger Bierhorst, Tottovic Kalkül, Pensen und Labörnski kredenzen ihr drittes Live-Album und halten am bewährten Konzept fest: Mit lagerfeuerkompatiblem Wandergitarrensound werden die großen und kleinen Probleme des Alltags besungen. Zumeist geschieht dies auf ausgesprochen humorige Weise: Egal, ob es um Blasenschwäche, den Hass auf Mücken, punkverliebte Bankangestellte oder versagende Quizshowkandidaten geht – die Monsters nehmen die großen und kleinen menschlichen Schwächen und Befindlichkeiten aufs Korn.

Dabei scheuen sie natürlich auch nicht die eine oder andere kleine Zote. Positiv zu vermerken ist allerdings, dass diese nur als gut dosiertes Stilmittel (und eben nicht als Konzept) zum Einsatz kommt. So kann sich der geneigte Hörer entspannt zurücklehnen, um bei der grandios komischen wie exotischen Ode an die Nebenfrau (Sei meine „Nr. 2“!), dem Gassenhauer „Hartz IV“, der typischen Musikerphantasie vom perfekten Hit („Weltklassemelodie“) oder dem nachdenklich-melancholischen „Ich bin nicht frei“ feststellen zu dürfen, dass die Monsters Of Liedermaching in dem gleichen Universum leben wie er selbst: Die kleine Welt der Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen – die (graue) Wirklichkeit.

Und die kann, wenn sie sie gut beobachtet wird und wie beim „Sitzpogo“ mit viel Phantasie und (Wort-)Witz aufbereitet ist, sehr unterhaltsam sein.

www.monstersofliedermaching.de

Peter Garvens
(31.07.2008)

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