| CD-Kritik-Detail |
The High Queens Ten Knives (Eigenproduktion, ) Zwar sind sie im vergangenen Jahr zum Trio geschrumpft, doch mit „Ten Knives“ sichern sich thehighqueens – ums jetzt mal vorwegzunehmen – ihren Ruf als Hannovers beste Indie-Band. Die zehn Messer entpuppen sich als Songperlen, die nicht nur Tage, sondern ganze Wochen retten können. Der Opener „Les Amants“ lässt es ziemlich ruhig angehen und offenbart, dass Mutzel, Matze und Lars früher gern mal Placebo gehört haben oder Slut. Definitiv brauchbare Einflüsse also, die im Verlauf des Albums mit neueren Strömungen, vor allem mit angesagtem Indierock britischer Prägung, angereichert werden. „Shirts And Suits“ ist dann auch gleich schon der erste Hit der Platte, absolut tanzbar, reduziert auf das Wichtigste, Beat, Bass und Hook. Schnell wird klar: thehighqueens könnten auf internationaler Ebene eine Rolle spielten. Ich korrigiere mich an dieser Stelle: thehighqueens SOLLTEN auf internationaler Ebene eine Rolle spielen, denn mit „Curtain Call“ und „Interclubs“ haben die Hannoveraner noch mehr potentielle Disko-Hymnen im Gepäck. Doch das Leben regt nicht immer zum Tanzen an, manchmal braucht es auch die ruhigen Momente. Die, in denen man mal nach innen schaut. Mit „Paleface“ liefern thehighqueens auch dafür den Soundtrack. Die Unaufgeregtheit der Diggs, die bittersüße Melancholie eines Brian Molko. Auch live sollen die drei jungen Herren eine Offenbarung sein, und dank der Zusammenarbeit mit der Potsdamer Booking-Agentur Amadis wird die Öffentlichkeit das auch hoffentlich schon bald wissen. Hoffen wir, dass sie diesen Sound auch dann akzeptiert, wenn er nicht aus Skandinavien oder Großbritannien kommt. www.thehighqueens.com www.myspace.com/thehighqueens Paul Schüler (17.01.2008) Weitere oder ähnliche Reviews: The High Queens - The Urban Songbook (2010) Copyright: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Weitere Infos + Nutzungsbedingungen im Impressum |
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