Auch am zweiten Abend des Hannover Rockt-Festivals hat sich Kollegin Frauke unter Besucher und Beteiligte des Festivals umgehört.
Wie die Meinungen sind, ein Regionalkonzert mit überregionalen Headlinern zu besetzen und die Wochentage Samstag und Sonntag für die Durchführung zu nehmen, lest ihr u.a. im Folgenden.
Alexandra (25 Jahre) und Clemens (31 Jahre):
Wir machen selber Musik, sind also musikinteressiert und deshalb hier. Wir wollten uns Muff anschauen. Ihr Auftritt hat uns auch gut gefallen, sehr druckvoller Sound und die beiden Sängerinnen harmonieren sehr gut.
Auch Crowfish hat uns gefallen. Quarter To Eleven waren sehr originell und experimentell. Der Sänger hat einen sehr eigenen Stil. Zuerst musste man schlucken als er auf die Bühne kam, dann hat man sich gewöhnt.
Wir gehen oft zu Konzerten. Vorgestern waren wir im Rockhouse.
Das Konzept von "Hannover rockt" begrüßen wir. Leider sind ja heute viel zu wenig Leute da. Das Konzert hätte Freitag und Samstag stattfinden sollen. Dann wäre sicher viel mehr los.
Georg (23 Jahre):
Ich bin gerade nach Hannover gezogen, bin musikbegeistert, mache selber Musik und will bei dieser Veranstaltung Hannoveraner Bands kennen lernen. Gestern war ich auch schon hier. Anna Singt hat mir sehr gefallen. Schade, dass sie als erstes gespielt hat.
Von den Bands am heutigen Abend kenne ich bereits Crowfish. Von den anderen Bands lasse ich mich überraschen. "Hannover rockt" ist eine super Veranstaltung. Schön wäre es, gäbe es ein Zweitagespass für meinetwegen 15,- Euro. Ja, seit drei Tagen bin ich in Hannover und habe schon zwei Konzerte gesehen, das fängt doch gut an.
Maren (24 Jahre) und Alexandra (24 Jahre):
Wir sind nur wegen Score Zet At Zero hier. Es ist traurig für die Bands auf der Bühne, dass nur so wenig Leute da sind. "Hannover rockt" ist eine gute Idee. Viele Bands spielen für einen angemessenen Preis.
Heute Abend erwarten wir nicht mehr allzu viel. Wir wollen ein bisschen den Bands lauschen, quatschen und einen netten Abend haben.
Sina (14 Jahre), Annika (14), Jana (14), Christina (18), Nora (14) und Tanja (16):
Wir sind wegen der Wohlstandskinder hier. Sie schreiben schöne Melodien und gute Texte. Texte, mit denen man sich identifizieren kann, über das Leben, die Liebe und das Träumen. Nachher werden wir alle in die erste Reihe gehen und hoffen, dass gute Stimmung ist.
Wir wollen pogen, tanzen und Spaß haben. An Nachwuchsbands sind wir sehr interessiert.
Wir haben uns auch die ganzen anderen Bands heute Abend angehört. An unserer Schule, dem Georg-Büchner-Gymnasium, gibt es auch zwei deutschsprachige Punkbands, die wir sehr mögen.
Sunny und Anja (Sängerinnen von Muff):
Wir haben nicht damit gerechnet, dass auf einen Sonntagabend doch noch so viele Leute erscheinen. Und dann sind diese auch noch überraschend wach. Unser Auftritt hat Spaß gemacht. Es ist geil, auf so einer großen Bühne zu spielen. Das Essen ist gut und organisatorisch läuft auch alles. Komisch nur, dass man eine solche Veranstaltung auf einen Samstag und Sonntag legt. Freitag und Samstag wäre besser gewesen. Und dann wären heute Abend sicher auch viel, viel mehr Leute gekommen. "Hannover rockt" ist ansonsten eine gute Sache, da man besonders junge Bands, die noch recht unbekannt sind, kennen lernt und diese wiederum die Möglichkeit haben, auf einer großen Bühne zu spielen.
Loki:
Ich finde es nicht okay, dass mittlerweile neben den Hannoveraner Bands Headliner zum Beispiel aus Köln gebucht werden. Das Festival heißt ja schließlich "Hannover rockt" und da sollte man auch nur Bands spielen lassen, die aus der Stadt oder wenigstens aus dem Umkreis Hannover kommen. Die Grundidee, eine Plattform für die regionale Szene zu schaffen, ist doch somit verfehlt.