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Motivationsschub durch ROCK AM RING
My Enemies.12.Mistakes im Interview
Von Andreas Haug Die fünf Jungs der Nienburger Emocore/ Emo/Screamo Band My Enemies.12.Mistakes sind durch einige Festivalauftritte in Hannover, unter anderem im Rockhouse oder beim Shut Up And Play Fun-Festival im MusikZentrum auch in der hiesigen Szene längst keine Unbekannten mehr. Aber natürlich will man überregional für Aufmerksamkeit sorgen und auch außerhalb Niedersachsens auf der Bühne stehen. Das gelingt aktuell durch einen Auftritt beim diesjährigen Rock-Am-Ring-Festival wo sich My Enemies.12.Mistakes unter den Top20 Bands der aktuellen Coca-Cola-Soundwave Discovery Tour platzieren konnten.Vor kurzem stand in Berlin ein vorbereitendes Bandcoaching auf dem Programm, am kommenden Wochenende ist es dann soweit mit einem Gig auf Deutschlands größtem Open-Air-Festival. Wie das Coaching verlief, wo man die Stärken und (noch) Schwächen sieht, wie die Vorbereitungen laufen, was die Band von der Show erwartet und was für die nahe Zukunft geplant ist, wollten wir wissen. Gitarrist Marc Fortmann beantwortete stellvertretend für die Band ausführlich unsere Fragen. Rockszene.de: Wie verlief das Coaching für euch? Wie war das Feedback? Wo liegen nach Ansicht der Coaches bereits eure Stärken, woran solltet ihr noch arbeiten? Marc Fortmann: Das Bandcoaching verlief für uns sehr gut. Wir konnten viele neue und positive Eindrücke mitnehmen, die für uns als Band sehr wertvoll waren und zudem konnten wir konstruktiv über vorhandene Schwächen mit den Coaches sprechen. Jede der fünf Bands hatte ein kurzes Live-Set in „Echtzeit“ auf der Bühne im Kunstverein Acud in Berlin zu spielen. Die Performance wurde komplett aufgezeichnet, um später mit den individuellen Coaches im Kinosaal einzeln für jede Band analysiert zu werden. Es gab für jedes Instrument (Gitarre, Bass, Drums, Vocals & Stage) einen eigenen Coach. Desweiteren wurden die Bands auch noch unterrichtet in den Bereichen wie Musikbusiness, Interviewtraining mit Schwerpunkt auf TV und vor der Kamera sowie Coaching im Bereich Eigenmarketing & PR. Jede Band hatte einen strikten Zeitplan. Zunächst ging es los mit dem Auftritt, danach Mittagessen, dann ging es je nach Coach und Band gestaffelt weiter. Wir hatten Samstag noch Businesstraining, Analyse mit den Coaches des Auftrittsvideos und Interviewtraining. Sonntag ging es mit Individualunterricht an den jeweiligen Instrumenten und Eigenmarketing & PR weiter, bzw. zu Ende. Insgesamt war das Feedback sehr positiv, die Bands sollen ja auch auf den Weg zu Rock am Ring begleitet und unterstützt werden und nicht Bange gemacht werden (schmunzelt) Unsere Stärken liegen vor allem in der Energie, die bei einem Live Gig von uns von der Bühne ausgeht und auf die Zuschauer überspringt. Stärken lagen vor allem auch im mehrstimmigen Gesang und dass unsere Songs durch ihre Komplexität gefallen und das Songwriting durchaus eingängig war. Schwächen sind z.B. noch die relative Unerfahrenheit in Bezug auf professionelle mediale Arbeit im Eigenmarketing, stilvolle Elemente im Bereich Choreografie auf der Bühne einzusetzen, wenn Instrumentalisten durch Gesang, Spielen oder ähnlichem im Vordergrund stehen. Wie steht man am besten, wie lenkt man die Aufmerksamkeit dann gezielt auf die Person, die für spezifische Teile im Vordergrund steht. Schwächen vielleicht auch noch im nicht genügenden Ausreizen der Hooks in den Refrains. Uns nicht kleiner machen als wir sind, also positive Grundstimmung ausstrahlen und auch für unsere Musik rüberbringen. An der Performance kann natürlich immer jede Band noch mehr arbeiten, Abstimmungen, wie bewegt man sich, wo gemeinsam bei welchen Parts, etc. Rockszene.de: Wie bereitet ihr euch auf Rock Am Ring vor? Wie lange werdet ihr spielen und habt ihr schon Bühnenzeiten? Marc: Proben, proben, proben... Eine kleine Choreo unterstützt bestimmte starke Teile in unserem musikalischen Arrangement, so dass wir in der kurzen Zeit einen runden Gig abliefern können und auch optisch überzeugen. Das Programm muss natürlich durch die Anzahl der Bands und den strikten Ablauf sehr straff sein und somit haben wir bei den letzten Proben vermehrt Wert drauf gelegt eine Homogenität in unserem kurzen Programm zu bekommen, dass unsere Stärken von der Bühne strahlt, die uns wirklich ausmachen. Konkrete Spielzeiten haben wir noch nicht, nur dass zirka zwischen 12.45 Uhr und 17.45 Uhr die 20 Bands ihre Auftritte haben werden. Ab ca. 18.15 Uhr wird dann auch direkt eine Entscheidung der Jury zu hören sein, die die Top10 dann auf die weiteren Festivals HURRICANE, HIGHFIELD & AREA4 schicken wird. Rockszene.de: Was erwartet ihr von diesem Auftritt, wo seid ihr untergebracht, habt ihr weitere Infos von Coca-Cola? Marc: Wir erwarten uns von dem Gig mehr Aufmerksamkeit von Veranstaltern, die uns z.B. für weitere Gigs buchen wollen, denn nur übers Live spielen kommt man weiter, einige Anfragen haben wir schon und wir werden dieses Jahr noch gezielt mit Rock Am Ring für uns werben, z.B. bei Agenturen. Wir sind dankbar, dass wir beim Rock Am Rin spielen dürfen, dass wir ein interessantes und vor allem nützliches Bandcoaching erhalten durften, für den Antrieb, den diese ganze Sache unserer Band gibt und natürlich, dass wir eine Menge Spaß haben werden. Den „großen“ Sprung erwarten wir dadurch natürlich nicht, so realistisch können und wollen wir für uns schon die Situation einschätzen, dennoch wollen wir die Erwartungshaltung an uns selbst durch diesen Motivationsschub dort spielen zu dürfen natürlich ein wenig nach oben schrauben und wieder vermehrt durch Gigs, positive Kritiken und vor allem dort und vielleicht auch weiter auf der „Soundwave Discovery Tour“ für uns Eigenwerbung betreiben. Für die Top10 winkt zudem eine Veröffentlichung eines Tracks über iTunes, was alles gute Aufhänger sind, um für sich Werbung machen zu können. Untergebracht sind wir im CenterParc Heilbachsee ca. 25 km vom Festivalgelände entfernt. Alle Bands und Teilnehmer und Betreuer der Soundwave-Bühne werden dort untergebracht sein und per Shuttle zum Festivalgelände befördert. Wir müssen am Freitag, dem 6. Juni bis 15 Uhr im CenterParc eingecheckt haben, danach stehen Besichtigungen des Zeltes auf dem Programm und natürlich ein weiteres Kennen lernen mit den anderen Bands und das Festival. Am Samstag geht es für die Bands auch noch besonders darum, für sich durch Flyerverteilung auf den BANDCLASH aufmerksam zu machen. Sprich: die Bands werden über den Platz „gejagt“ und sollen Eigenwerbung betreiben. Rockszene.de: Glaubt ihr, dass eine Show in diesem Rahmen direkte Auswirkungen auf eure Bandkarriere haben könnte, dass sie so etwas wie einen „Durchbruch“ bewirken kann? Marc: In kommerzieller Hinsicht, sind unsere Erwartungen realistisch. Wir wissen um die Möglichkeit, des "sehen und gesehen werden", besonders bei dieser Gelegenheit, aber trotzdem können und wollen wir die Situation auch realistisch einschätzen und erwarten nicht den „großen“ Durchbruch, dennoch aber eine Steigerung des Interesses an unserer Musik. Wir erleben derzeit schon ein erhöhtes Interesse an unserer Band durch Rock Am Ring. Wir können nicht voraussagen, was es uns letztendlich bringt, aber wir erhoffen uns schon mehr Bekanntheit und mediales Interesse als vorher. Es ist somit natürlich alles möglich aber auch nichts. Wir harren einfach der Dinge die da kommen und lassen uns gerne positiv überraschen, werden aber nicht enttäuscht sein, wenn es im Endeffekt einfach nur als ein großartiges Erlebnis für die Band und besonders gut für die Referenzliste angesehen werden kann. So haben sich die letzten Wochen doch verstärkt Magazine und Zeitungen um die Geschichte „gerissen“ und wir konnten uns in der Hinsicht medial auf alle Fälle steigern. So z.B. wollte das junge Magazin INSIDE der Nord-West-Zeitung eine Titelstory mit uns. Rockszene.de: Was gibt es sonst Neues bei euch? Marc: Durch die Nominierung für die Top20 haben wir einen enormen Motivationsschub bekommen. Wir steckten eigentlich gerade so in einer Phase wo wir etwas kürzer treten wollten, bzw. mussten, weil einige von uns an einer Schwelle im Studium, Abitur, Beruf standen, was erstmal Priorität genießen musste. Von daher hat uns dieser Schritt zu ROCK AM RING natürlich extrem motiviert, die ganze Sache wieder ernster zu nehmen und in anderen Relationen zu sehen. Wir haben viel nach dem Bandcoaching über uns Auftreten, Verbesserung, etc. gesprochen. Durch diesen enormen Input in Berlin konnten wir über solche Sachen diskutieren. Wir haben ein gemeinsames Ziel und das heißt die TOP10. Dafür wollen wir alles geben und auch für einen negativen Ausgang wird der Motivationsschub bei uns bleiben. Diese Erfahrung wird uns als Gemeinschaft noch enger zusammenschweißen als es das durch unsere langjährige Freundschaft ohnehin schon hat. Nach Rock am Ring wollen wir wieder verstärkt an unseren Promo-Aufnahmen zu den neuen Songs arbeiten, die dann Schritt für Schritt über MySpace veröffentlicht werden sollen. Ob wir die Songs in Form einer „EP“ veröffentlichen ist noch nicht endgültig entschieden. Durch die neuen Promo-Aufnahmen und die mediale Präsenz durch Rock am Ring und unseren Gewinn eines Startplatzes im Line-Up des RD-Rock Festivals am 19. Juli im Schleswig-Holsteinischen Hademarschen (über das Portal www.mp3.de – u.a. mit Smoke Blow, Rantanplan, Escapado, Talk.Radio.Talk u.v.m.) hoffen wir natürlich auf vermehrte Gigmöglichkeiten, auch evtl. mal für eine kleine Tour. www.12mistakes.com Foto: Brand Booking GmbH - Pressefreigabe |
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