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Gar nicht dumm
Stupify aus Hannover wollen ganz nach oben
Von Paul Schüler

Gar nicht dumm-Stupify aus Hannover wollen ganz nach obenWer eine hannoversche Band im Probenraum besuchen will, muss meist nach Wülfel fahren. In der dortigen ehemaligen Gummi-Fabrik probt die halbe Stadt. Bands wie Wisecräcker, Andthewinneris, Score Set At Zero – und eben auch Stupify, fünf Hannoveraner, die in diesem Jahr viel vor haben. Sänger Simon (20) und Drummer Flo (19) standen uns für einige Fragen zur Verfügung.


Rockszene.de: Hallo Simon, hallo Flo! Bei euch scheint ja in letzter Zeit so einiges zu gehen. Wisst ihr schon, was als nächstes kommt? Arbeitet ihr an neuem Material?

Simon: Ja, wir basteln grade an neuen Songs für ein Album. Ich denke, das werden so zwölf Lieder. Damit würden wir dann natürlich gern ins Studio gehen, aber das ist alles so extrem teuer. Vielleicht werden wir den Kram dann auch im Probenraum aufnehmen.

Rockszene.de: In der guten alten Gummifabrik…

Simon: Ja genau, allerdings nicht in dem Raum, in dem wir jetzt proben. Im Moment teilen wir uns ja einen Raum mit Nikki Puppet, aber denen wird das zu eng, deswegen ziehen wir jetzt ein Stockwerk tiefer in einen eigenen Raum. Dabei haben wir erst sechs Wochen oben geprobt…

Flo: Verdammt, dann brauch ich ja ein drittes Schlagzeug! Eins für zu Hause, eins für Nikki Puppet und eins für Stupify.

Rockszene.de: Flo, du spielst nicht nur bei Stupify, sondern auch bei Nikki Puppet Schlagzeug. Mit letzteren ist demnächst sogar eine Europa-Tour geplant. Ist das nicht alles sehr anstrengend?

Flo: Richtig anstrengend wird`s nur bei Touren. Wir hatten da auch schon Diskussionen bei Stupify, aber bis jetzt hat zeitlich noch immer alles geklappt. Aber es ist schon so, dass ich morgens aus dem Haus gehe und erst spät abends wiederkomme. Und das jeden Tag. Jeden Tag ist irgendeine Probe, nebenbei arbeite ich noch im Getränkemarkt und mache mein Abi. Aber da scheiß ich eigentlich drauf.

Rockszene.de: Ihr habt grade einen Kurs im Pop-Institut Hannover belegt. Hat euch das weiter gebracht?

Simon: Ja, auf jeden Fall. Das waren drei Tage unter dem Motto „Pimp My Band“. Die haben und gezeigt, wie wir unseren Sound transparenter und tighter machen können. Das waren so die Lieblingswörter von den Leuten da. Aber wir haben viel gelernt über Sounds, Frequenzbereiche und so weiter.

Rockszene.de: Was ist euer nächstes Ziel?

Simon: Wir arbeiten grad an einem Video für unsere Bewerbungen. So ein 10-Minuten-Ding, das uns als Band vorstellt, mit Live-Mitschnitten und viel Musik. Das ist besser als jede Promo-Mappe. Wir haben hier in Hannover eine Promotion-Agentur gefunden, die uns dabei hilft, Kontakt mit Labels herzustellen. Bis heute haben wir bestimmt schon an die 300 Bewerbungen rausgeschickt, das kann einen echt entmutigen. Deswegen haben wir uns jetzt professionelle Unterstützung gesucht.

Rockszene.de: Wie sahen denn eure bisherigen Bewerbungen aus?

Simon: Das waren halt so Standard-Dinger. Weiße Blätter, ein Anschreiben, eine Band-Bio… Aber ich sag dir, bei den Labels, da sitzt garantiert immer ne Sekretärin im Vorzimmer, die solche Mappen gleich aussortiert. Erfolg ist eine Sache der Porto-Kosten…

Rockszene.de: Eine Frage noch zur jüngsten Vergangenheit: Euer Bassist Andi hat die Band verlassen, für ihn kam Valentin. Wie kam es dazu?

Flo: Das hatte private und musikalische Gründe. Er stand nicht so richtig hinter der Sache, wollte keine Miete für den Probenraum zahlen und nicht so viel Stress haben. Valentin passt viel besser zu uns, er ist ein ziemlicher Crack.

Simon: Wir hatten seit 2001 bestimmt zehn Bassisten, da war einer bescheuerter als der andere. Einer sah aus wie Brösel und schmiss während der Probe Pillen.

Rockszene.de: Und jetzt ist Stupify perfekt?

Simon: Auf jeden Fall. Alle sind bereit, alles zu geben. Wir machen jetzt alle Abitur und Zivildienst, sind also mehr oder weniger ungebunden und bereit für die Piste.

Rockszene.de: Dann wünsch ich viel Glück und alles Gute. Vielen Dank für das Interview.

www.stupify.de
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