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29. Januar 2009
Tische und Stühle beiseite…
Miyagi waren im Café Glocksee
Von ihnen wird man wohl noch einges hören: Einen ziemlich guten Eindruck hat am Dienstag eine junge Band aus Münster hinterlassen: Vor gut gefülltem Haus spielten Miyagi im Café Glocksee – und die Gruppe drückte mit ihrem energetischen Set ordentlich auf die Tube.
So sehr, dass das Publikum nach kurzer Aufforderung von Sänger Stefan Matysick schon nach wenigen Minuten die am Ruby Tuesday üblichen Tische und Stühle beiseite räumten. Gut so: Denn erstens hatte das dicht gedrängte Publikum so mehr Platz, und zweitens ergab sich dadurch schlicht und einfach mehr Raum zum Tanzen.
Dass die Hooklines der vier Indieheads direkt in die Beine drückten war dem Publikum unschwer anzusehen. Hier wurde mit dem Fuß gewippt und dort mit der Hüfte gewackelt. Und auch der Band war der Spaß am Spielen ganz deutlich anzusehen: Matysick wagte einige Ausflüge in das sich sowieso schon in Augenhöhe befindliche Publikum, und auch seine Mitstreiter Axel Schinkel (Bass), Daniel Ortega (Drums, Vocals), Felix Prescher (Gitarre) und Jörn Krüßel (Gitarre) eiferten den Energieausbrüchen ihres Vorstehers angemessen nach.
Miyagi jagten ihre knackige Rocksongs direkt nach vorn ins Publikum – und die Besucher goutierten jeden einzelnen mit gehörigem Applaus. Schließlich hatten die zwölf Titel auch einiges zu bieten: Trotz des Hitpotentials der Stücke verziert die Band ihre Songs mit angenehm kantigen Wendungen und gut durchdachten Rhythmusspielereien.
Und zwischenzeitlich wechselte Matysick an ein zweites, abgespecktes Drumset und verdichtete so den Wumms von Daniel Ortega, der den Titeln ein sowieso schon angenehm fließendes Fundament verpasste.
Und wenn der Glücksgott es will, wird man von Miyagi in der nächsten Zeit wohl noch einiges hören. Der Grundstein dafür ist zumindest gelegt.
Fotos und Bericht: Daniel Junker
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