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Sowohl auf der Bühne, als auch vor der Kamera...
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... Stephan Glont machten im MuZe eine gute Figur.
... Stephan Glont machten im MuZe eine gute Figur.

Jung und hoffnungsvoll: Planet Emily
Jung und hoffnungsvoll: Planet Emily

28. Juli 2008

Zwei Bands starten durch

Stephan Glont drehen Video im MuZe

Auch wenige Leute können mächtig viel Lärm machen. Das zeigte sich einmal wieder im Musikzentrum am Freitag. Allzu viele Besucher kamen leider nicht, aber die gaben dafür um so mehr Gas bei den Auftritten von Planet Emily und Stephan Glont. Und das auch zu Recht, denn beiden Bands wäre der Sprung auf eine höhere Stufe der Musikerkarriere zuzutrauen. Nachdem die neue deutsche Popwelle so langsam versandet, könnte jetzt nämlich die rockige folgen.

Planet Emily singen deutsch, singen über Gefühle, gehen aber wesentlich rockiger zur Sache als beispielsweise Juli oder Silbermond. Für eine erfahrene Band wäre der Auftritt ein guter gewesen, für eine Band, deren Sängerin gerade mal 17 und die Mitmusiker nur wenig älter sind, war es noch mehr. Klar, hier und da könnte noch gefeilt werden, zum Beispiel wirkte Caro in den Kommentaren zwischen den Songs zum Teil noch etwas steif und unbeholfen. Papi würde sagen: Das wächst sich raus. Aber er kann auch einfach die Klappe halten. Denn hier stimmt einfach ziemlich viel. Die Musik geht nach vorne und Caros Stimme zieht die Zuhörer in ihren Bann, wenn sie etwa von "10.000 Volt" singt, die ihr Herz durchfahren. Ein schöner Start in den Abend.

Stephan Glont sind nicht mehr ganz so jung. Doch im Grunde sind auch sie wieder Newcomer, denn die Band hat erst im vergangenen Jahr einen Imagewechsel vollzogen. Seitdem singt Sänger Stephan nur noch deutsche Texte. „Das fühlt sich einfach richtiger für unsere Band an“, sagte Gitarrist Loenne. Und außerdem hat die Band ihren Namen von Glont in Stephan Glont geändert. Das soll den Sänger etwas mehr in den Vordergrund rücken. Denn Stephan ist eine Rampensau, die sich sowohl vor der Kamera als auch auf der Bühne einfach wohl fühlt. Und wenn sich der Frontmann wohl fühlt, wirkt sich das in der Regel auch auf das Publikum aus.

Stephan Glont haben bei dem Auftritt im Musikzentrum ihr drittes Video aufgenommen. „Was du fühlst“ heißt der Song. Und da es leider nicht so viele Besucher waren, mussten diese vor der Kamera um so mehr abgehen. Und das taten sie. Der Kameramann dürfte einige gute Aufnahmen bekommen haben. Wenn das Video fertig ist, wird es auf der Webseite der Band zu sehen sein.

Um dann aber auch nochmal auf die Musik zu kommen: Stephan Glont spielten eingängige, rockige Songs, denen die deutschen Texte eindeutig zu Gute kamen. Die Band hatte gleich einige Songs im Programm, deren Refrains sicherlich noch einige lautstark auf dem Weg nach Hause gesungen haben. Am Ende sangen alle in Anlehnung an einen Song der Band „Sie fuhr fort und sang nie wieder“. Sänger Stephan war sichtlich berührt, als er sagte „Ist ja gut, Jungs“. Dennoch nahmen die Sprechchöre kein Ende. Und es schlich sich dieses einzigartige Gefühl von Gemeinschaft ein, dass sich nur hin und wieder bei wirklich guten Konzerten ergibt. Das nächste Mal wahrscheinlich mit noch ein paar hundert Besuchern mehr.

www.glont.com
www.emily-rockt.de

Tobias Lehmann

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