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Brachten die Halle mit munterem Ska, Rock und Reggae zum Tanzen: Rookies Rude Revenge
Brachten die Halle mit munterem Ska, Rock und Reggae zum Tanzen: Rookies Rude Revenge

Rockten ausdrucksstark: Kosmopiloten
Rockten ausdrucksstark: Kosmopiloten

Im Zelt vor der Halle lauschten viele zu den Songs von Jill
Im Zelt vor der Halle lauschten viele zu den Songs von Jill

Schütten neben Konfetti auch eine bunte Tüte 70er-und 80er-Jahre-Rock in die Menge: Re-Play
Schütten neben Konfetti auch eine bunte Tüte 70er-und 80er-Jahre-Rock in die Menge: Re-Play

Man trifft sich auf der Rockbüro-Party: Hier Musiker und Tontechniker Robby Ballhause und MZ-Projektleiterin Sabine Busmann
Man trifft sich auf der Rockbüro-Party: Hier Musiker und Tontechniker Robby Ballhause und MZ-Projektleiterin Sabine Busmann

14. Juli 2008

Jubiläen und Abschied im MZ

Rockbüro-Party bunt und lustig

Nein, dies war keine Veranstaltung eines großen deutschen Telekommunikationskonzerns, auch wenn die mit viel Magenta dekorierte Veranstaltungshalle des MusikZentrums gewisse Assoziationen wecken konnte. Luftballons in Magenta an der Bühne, ein Magenta-Teppich, der die Besucher vom Eingangsbereich direkt in die Halle führte und Berechtigte dann auch mittels Treppenstufe bis auf die Bühne. Zur Erklärung: Im Rahmen des Corporate Designs verwendet das MZ auch die Farbe Magenta.

Die traditionelle Rockbüro-Party am vergangenen Freitag war in diesem Jahr mehr als ein Szene-Meet ´n Greet, Bier, Bratwurst, Steaks und Live-Bands. Das MusikZentrum (15 Jahre), das Rockbüro Hannover (35 Jahre) und MZ-Geschäftsführer Holger Maack (20 Jahre) feiern 2008 (Dienst-)Jubiläen. Aus diesem Grund geriet die diesjährige Party im und um das MusikZentrum eine gehörige Spur größer, feiner und zu späterer Stunde dann auch mächtig ausgelassen.

Weitere Impressionen findet ihr in der Bildergalerie

Auch wenn es DIE hannoversche (Rock) Szene in einem engen Verbund von Bands und Personen nicht wirklich gibt, sondern um zum Teil unterschiedlich ausgerichtete Clubs, Kulturzentren, Tonstudios und Veranstalter sehr viele „Klein“-Szenen in dieser Stadt existieren, traf sich am vergangenen Freitag doch ein recht bunter Querschnitt im MusikZentrum und was sicher als besonders positiv herausgestellt werden kann: Sowohl auf als auch vor der Bühne spielten respektive feierten Musiker, Musikinteressierte und Macher generationenübergreifend und stilistisch farbenfroh. Der kleinste gemeinsame Nenner war dabei dennoch Rock.

Blutjunge, in Hannover noch weitestgehend völlig unbekannte Bands wie die experimentell zu Werke gehende Fusion-Truppe Architec teilte sich die Bühne mit ausgebufften Cover-und Party-Rock-Profis wie Re-Play, die am späteren Abend mit Gassenhauern wie „Jump“, „Rockin´All Over The World“, „Rebel Yell“, „Unchain My Heart“ oder „Dancing In The Dark“ die zu diesem Zeitpunkt mächtig in Stimmung gekommene Party-Meute in Bewegung brachte und hielt. Anfang 20-Jährige jubelten und tanzten genauso wie mehr als doppelt so alte Rockfreunde. Leichtere aber nicht ernsthafte Blessuren wurden mit einem Lächeln weggesteckt, so wie bei einer Dame mittel-jungen Alters (die ihren Namen in diesem Beitrag –verständlicherweise- nicht lesen möchte), die beim all zu engagierten Hüpf-Tanz zu einem Status-Quo-Klassiker zwischendurch mal auf dem Hosenboden landete. Wie robust ältere Handy-Modelle eines nordeuropäischen Herstellers sein können, zeigte sich in diesem Zusammenhang dann auch.

Kosmopiloten und Rookies Rude Revenge, hatten zuvor mit fesselndem Deutschrock und lockerem Party-Ska-Reggae in der Halle für Stimmung gesorgt, auf dem zum gemütlichen Biergarten hergerichteten Freigelände sorgten die Sängerin und Gitarristin Jill und die Rockbüro-Party-Dauerbrenner von Donkey Bridge für erhöhte Aufmerksamkeit und gute Laune. Steaks, Biere, Bratwürste und Salate wurden erwartungsgemäß zahlreich verzehrt. Zu Engpässen im Service wie schon mal in früheren Jahren, kam es in diesem Jahr nicht, Essen und Getränke wurden freundlich und zügig an den Start gebracht.

Bei so viel lachenden Augen gab es aber auch einen Abschied am vergangenen Freitag. Die beiden Veranstaltungstechniker Dennis und Philip, die in den vergangenen Jahren im MusikZentrum auch so manches Rockszene.de-Festival (darunter DAS Metal, Alter! und Shut Up & Play Fun) technisch zum Teil hauptverantwortlich betreut und mit ihren Kolleginnen und Kollegen erstklassig „gewuppt“ haben, hatten Freitag –turnusgemäß- ihren letzten Arbeitstag im MZ.

Da bleibt zu hoffen, dass beide dem Live-Veranstaltungs-Zirkus erhalten bleiben und als freischaffende Techniker stets gut gebucht sein werden. Aber wie heißt es so schön: Qualität setzt sich durch. Und das lässt sich sicher auch im Zusammenhang mit den oben angeführten Jubiläen so ausdrücken. Nun aber weg mit dem Kalenderblatt und zurück in die Sprüche-Schublade. Wer ein virtuelles Phrasenschwein für unser Magazin einführen möchte in das die Autoren bei Phrasendrescherei einzahlen, möge seine Wünsche bitte äußern…

Andreas Haug Fotos: Oliver Kurtz

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